Selbstbewusstsein ist wichtig – wie wir es unseren Kindern beibringen:

Es ist Montagmorgen, kurz nach 6 Uhr. Ich springe schnell unter die Dusche, bevor die stressige Woche beginnt. Während die warmen Tropfen auf mich herunterprasseln, schaue ich an mir herunter. Die Haut an meinem Bauch war auch schon mal straffer… Und dieses Speckröllchen, war das eigentlich schon immer da, oder ist das etwa neu dazugekommen? Und wieso sieht man die Dehnungsstreifen plötzlich so stark?

Während ich mich gerade in meine Makel hineinsteigere und unzufrieden an einer Hautfalte zupfe, ertönt plötzlich eine Stimme: „Mamaaaa, was machst Du da?“ Ich fahre zusammen. Dass Kinder sich aber auch immer so gut anschleichen können! Unbemerkt ist meine 4-jährige Tochter ins Badezimmer geschlüpft und beobachtet mich bei meiner missbilligenden Inspektion. Sie zieht sie ihr Nachthemd hoch, klopft sich auf den Bauch und fragt „Ganz schön dick, oder?“

Schnell steige ich aus der Dusche, wickle mich in mein Handtuch ein und beuge mich zu ihr herunter. „Nein, meine Süße, da ist gar nichts dick. Dein Bauch ist genauso, wie er sein sollte.“ Sie strahlt mich an, und damit ist das Thema für sie abgehakt. Und mir wird mal wieder klar, wie wichtig es für meine Tochter ist, was ich tue – und sage.

Mama und Tochter umarmen sich

Wir als Mamas können unsere Kinder stark machen / Foto: Bigstock

Was ich sage, beeinflusst, wie meine Tochter wird

Während meine Kleine aus dem Badezimmer stürmt, fällt mein Blick auf das neue Duschgel von duschdas, mit dem ich mich gerade eingeschäumt habe. Ich habe den Geruch noch auf der Haut, es duftet so schön weich nach Kokos und Sternfrucht. Und auf der Flasche steht ein Satz, den man sich jeden Morgen unter Dusche sagen sollte – „Reach for the Stars“!  Nach den Sternen greifen, ja, das soll meine Tochter machen. Und nicht daran zweifeln, ob sie gut genug, schön genug oder nicht doch zu dick ist.

 

duschdas Duschgel Reach for the stars

„Reach for the stars“ – das Duschgel von duschdas bringt es auf den Punkt

Im Moment glaubt mir mein kleines Mädchen wirklich alles, was ich sage. Das wird nicht immer so bleiben, ich weiß. Aber noch lernt sie am meisten durch das, was ich ihr vorlebe. Wie ich mit ihrem Papa und Bruder spreche, wie ich reagiere, wenn etwas schief geht, und wie ich über mich selbst spreche. Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ich mich als Vorbild ein bisschen mehr anstrengen sollte.

Sie beobachtet genau, wie wenig ich mich um mich selbst kümmere, wie genervt ich manchmal mit ihr und ihrem Papa spreche. Neulich hat sie plötzlich losgebrüllt, weil sie dachte, dass ihr niemand zuhört. Das kommt mir leider sehr bekannt vor.

Stattdessen möchte ich viel doch lieber diese Saat in ihren Kopf pflanzen, dass sie alles erreichen kann, und stark ist, und wunderbar – und jetzt ist die beste Gelegenheit. Ich möchte, dass sie ein selbstbewusster und gutherziger Mensch wird. Ich muss an diesen Spruch denken: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, und deine Gewohnheiten werden zu deinem Charakter. Und dein Charakter zu deinem Schicksal.“

Das ist so wahr. Ich bin eine fast schon übervorsichtige Mutter. Leider habe ich wohl schon einige Male zu oft Worte wie „Pass bitte auf, dass du nicht runterfällst“ oder „Sei bitte vorsichtig, sonst tust du dir weh“ zu ihr gesagt. Denn als wir neulich draußen waren, habe ich bemerkt, wie sie beim Balancieren auf der Mauer plötzlich ängstlich ist. Dabei hat sie das geliebt, seit sie Laufen kann. Mit meiner Sorge um sie habe ich ihr offensichtlich eingeredet, dass sie etwas nicht kann, obwohl es ihr großen Spaß macht.

Der Gedanke daran macht mich wirklich traurig. Klar will ich nicht, dass ihr etwas passiert, aber noch weniger will ich, dass sie Angst hat, etwas auszuprobieren, nur weil ich so ängstlich bin. Deshalb mein fester Vorsatz: Schluss damit!

Wir haben die Chance, eine wirklich neu denkende Generation heranzuziehen. Wie wir heute unsere Kinder erziehen, beeinflusst, ob es in der nächsten Generation noch so etwas wie eine #Metoo Bewegung geben muss, ob man noch immer Programmier-Feriencamps speziell für Mädchen und eine Frauenquote braucht. Ich wünsche mir, dass meine Tochter mal Astronautin, Tech-Start-up-Gründerin oder was auch immer ihr Herz begehrt werden kann, ohne dass sie es schwerer hat als die Jungs in ihrer Klasse, die die gleichen Träume haben. Aber dafür sollte ich ihr wahrscheinlich nicht ständig sagen, dass sie vorsichtig sein und mal lieber nicht auf der Mauer balancieren sollte.

„Reach for the stars“. Nach den Sternen greifen. Ein gutes Motto für den Tagesstart. Ja, ich weiß, es ist nur ein Satz, der auf einem Duschgel steht.
Aber Worte werden zu Handlungen. Je mehr wir solche bestärkenden Sätze sehen und lesen, desto mehr werden sie unser Alltag. Desto normaler wird es, genau das zu tun: Ohne Angst nach den Sternen zu greifen, jeden Tag.

Mamas, sagt euren Kindern jeden Morgen, dass sie wunderbar sind. Dass sie alles werden können, was sie wollen. (Stellt euch zur Not ein Duschgel auf den Badewannenrand, dass euch täglich daran erinnert.)

 

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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