Frohe Weihnachten? So entschärfst du typische Stresssituationen mit Kind

Ach, ist das schön! Endlich ist Weihnachten. Leise rieselt der Schnee, der Duft von gutem Essen zieht durchs Haus, Berge von hübsch eingepackten, liebevoll ausgesuchten Geschenken, Kerzenschein und glänzende Kinderaugen inmitten der liebevollen Verwandtschaft, die nur selten zusammenkommt.

Hört sich eher nach einem Weihnachtsfilm an statt nach bei dir zu Hause? Oft ist unsere Vorstellung von Weihnachten viel besinnlicher, als es das Fest dann am Ende ist.

Gerade mit Kindern, für die wir es doch besonders schön machen wollen, werden die Feiertage oft anders als gedacht. Denn im Gegensatz zu uns Erwachsenen haben sie (zum Glück!) noch nicht gelernt, gute Miene zum eventuellen Trauerspiel zu machen.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Aber keine Sorge, mit ein paar Tipps wird Weihnachten doch noch ganz entspannt. Clevere Lösungen für typische Stress-Faktoren an den Feiertagen:

1. Die Kinder sind völlig überfordert und drehen auf

Heiligabend kommen die einen Großeltern, am ersten Weihnachtstag fährt man zwei Stunden Autobahn zu den anderen und am zweiten würde einen Tante Elfriede, die mit allen anderen zerstritten ist, so gerne sehen – schließlich hat sie extra einen Studenten als Weihnachtsmann bestellt! (Ups… natürlich nur als Stellvertreter, weil der echte so beschäftigt ist.) Und damit sich das auch alles lohnt, geht es viel später ins Bett als sonst.

Und unsere Mäuse? Die sind fix und fertig. So ein Hin und Her. So viele wangentäschelnde Hände. So viele Geschenke, die sie ausreichend beachten müssen… Kinder sind nun mal echte Gewohnheitstiere, oder? Als besinnlich nehmen sie so ein trubeliges Weihnachtsfest spätestens nach dem zweiten Tag nicht mehr wahr.

Die Lösung: Wir sollten unseren Terminplan nicht zu sehr überladen – das tut uns doch auch ganz gut, oder? Mama und Papa kennen ihr Kind am besten. Braucht es noch dringend seinen Mittagsschlaf, sollte dieser eingeplant werden. Wenn man längere Strecken zu Verwandten fahren muss, könnte man die Fahrt auf die Schlafzeit legen.

Und wenn man merkt, dass das Kind durch all die lauten Menschen gestresst ist, sollte man konsequent eine kurze Auszeit einlegen. Möglichst mit den vertrautesten Personen: Mama oder Papa gehen eine Runde mit dem Kind spazieren, lesen in aller Ruhe im Kinderzimmer ein Buch vor oder kuscheln eine Runde im Elternbett. Zudem ist das Schlafbedürfnis bei Kindern sehr unterschiedlich. Wenn man weiß, dass das Kind am besten schläft, wenn es zu einer bestimmten Uhrzeit im Bett ist – dann sollte man diese einhalten. Und wenn es ganz arg kommt – dann darf man auch einen Termin absagen. Auch, wenn es schwer fällt. Auch, wenn alle schmollen. Wir sind dafür verantwortlich, dass es unseren Kleinen gut geht.

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2. Die Kinder hassen ihre Geschenke

„Das habe ich mir nicht gewünscht!“ Schluck… Dabei hat Großtante Gisela einen so schönen, kuscheligen… tjaaa… was ist das denn eigentlich… ach, ein Eisbär!.. ausgesucht! Tja, Kinder sind gnadenlos ehrlich. Und wenn ihnen der Weihnachtsmann etwas unter den Baum legt, das ihnen nicht gefällt, dann sagen sie das auch.

Die Lösung: Wer clever ist, versucht vorzubeugen. Erkläre deinen Kindern, dass es völlig okay ist, wenn sie sich über ein Geschenk nicht freuen. Aber: Es ist wirklich nett, dass jeder an sie denkt und etwas für sie mitbringt. Deswegen sollten sie genauso nett sein und höflich „Danke!“ sagen. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Wenn dieses Gespräch versäumt wurde (oder nicht gefruchtet hat), grinsen wir am besten ein wenig schief und hoffen darauf, dass „Kindermund“ in diesem Fall als niedlich empfunden wird. Und wir Mamas können im Nachhinein die Wogen glätten, indem wir uns noch einmal nett für das Geschenk bedanken.

3. Die Kinder sprengen das Festmahl

Im Schweiße unseres Angesichts haben wir eine Gans (ganz) mit Klößen (aus frischen Kartoffeln) und (selbstgekochtem, nicht aufgetautem) Rotkohl zubereitet, die auch unserer Küchenfee-Schwiegermutter gefallen. Puh, wenn alles dampfend auf dem Tisch steht, kann ja nichts mehr schiefgehen. Wenn da nicht der kleinste Food-Kritiker der Welt loslegen würde, alles zu sezieren, „bäh“ zu rufen und voller Hingabe Kohl und Klöße zu zermatschen. Dabei ist eine Pobacke schon vom Stuhl geschoben. Die Augenbrauen unser Schwiegermutter sind bis zum Haaransatz hochgezogen.

Die Lösung: Denke dran, für kleine Kinder ist es eine Qual, lange stillsitzen zu müssen. Besprich vorher mit deinem Kind, welche Manieren dir besonders wichtig sind. Nicht mit dem Essen werfen, zumindest so lange sitzen zu bleiben, bis es sich selbst satt gegessen hat… Wenn du weißt, dass es keine Gans mag, dann zwinge dein Kind auch nicht zum Essen. Entweder begnügt es sich mit den Beilagen (für die meisten Kinder sind die oft sowieso das Leckerste) oder du bereitest eine kleine, unaufwändige Sache für deinen kleinen Schatz extra zu. Wenn es doch „katastrophal“ wird, lache die Situation einfach weg. Meine Güte, es ist ein Kind – dann darf es eben schon zu seinen neuen Spielsachen gehen und sich dort beschäftigen.

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5. Die Kinder haben Angst vor dem Weihnachtsmann

Wieder so eine romantische Vorstellung von uns – der Weihnachtsmann kommt! Aber versetze dich mal in den Kopf eines Zweijährigen: Da kommt ein großer, dicker Mann mit dichtem Bart, einem dubiosen Sack auf dem Rücken und einem völlig abgefahrenen Outfit. Ab ins eigene Zimmer. Panik!

Die Lösung: Überlege dir gut, ob dein Kind schon „reif“ für den Besuch des Weihnachtsmannes ist. Wenn ja, dann solltest du es trotzdem vorbereiten und im Vorwege mit ihm sprechen. Schaut Bücher an, in denen der Weihnachtsmann vorkommt. „Warne“ dein Kind vor, dass ihm der liebe Weihnachtsmann Fragen wie „Warst du denn auch immer artig?“ stellen wird. Übt zusammen ein kurzes Gedicht, über das sich Santa sicher riesig freuen wird. So steigt die Vorfreude, und es ist allemal besser als eine komplette (misslungene) Überraschung an Heiligabend. Wenn dein Kind sich dann trotz allem hinter dem Sofa versteckt, muss der Weihnachtsmann leider Leine ziehen. Sofort. Die Geschenke, die soll er aber bitte schön da lassen.

5. Die Kinder bekommen einen Lagerkoller

Jedes Jahr hoffen wir wieder auf Schnee an  Weihnachten. Rodeln gehen, Schneemänner bauen – das weiße i-Tüpfchelchen auf dem Fest der Liebe. Wenn es nun aber draußen in Strömen regnet, dann sind wir persönlich beleidigt. Wir igeln uns drinnen ein. Besonders für Kinder ist es aber eine echte Qual. „Gefangen“ in stark geheizten Räumen, viele Menschen in kleinen Wohnungen, stundenlanges Herumsitzen.

Die Lösung: Wir gehen raus! Für uns wurde der Spruch „Es gibt kein falsches Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!“ erfunden. Für Kinder kommt Pfützenpatschen auf der Fun-Skala gleich nach Schneeballschlacht, und wir Großen müssen uns eben am Riemen reißen. Ein bisschen frische Luft und Bewegung tut uns auch gut. Also rein in Regenhose, Ostfriesennerz und Gummistiefel und auf zu einer großen Runde um den Block. Auch bei schlechtem Wetter macht es Spaß, über die geschmacklose Weihnachtsdeko des Nachbarn zu kichern oder der netten, älteren Dame von nebenan noch einen Beutel Mandarinen vor die Tür zu legen.

FROHE WEINACHTEN!</strong

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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