Die besten Mama-Tipps: Wie bekomme ich hartnäckige Flecken aus den Kleidern raus?

„Könnt ihr mir vielleicht Tipps geben, wie ich Möhren- oder Obstflecken aus den Kleidern rausbekomme?“ Diese Frage, oder so ähnlich, sehen wir mindestens 10 mal pro Woche in unserer Community. Und da die anderen Mamas immer jede Menge hilfreiche Tipps haben, wollen wir die unbedingt mit euch teilen! 

Gerade bei der Wäsche von Kinderkleidung geht es meist nicht um Geruchsentfernung, sondern darum, starke Flecken loszuwerden. Erst ist es der hartnäckige Milchstuhl, der sich tief ins Gewebe frisst, dann ist es der Karottenbrei, der sich trotz mehrfacher Wäsche in einem Pastellorange auf den hübschen Bodys verewigt. Wenn die Kinder mobiler werden, sind es eher Grasflecken, Fett, Ketchup, Schokolade oder Erdbeereis, die für einen ungewollten Batik-Effekt auf dem süßen Lieblings-T-Shirt sorgen.

Foto: Bigstock

Hier die besten Tipps aus unserer Community, wie Echte Mamas Flecken am liebsten behandeln:

  1. „Am besten die Flecken sofort mit kohlensäurehaltigen Wasser einweichen.“

    Dieser Tipp ist vor allem super für Kleider, die man nicht so heiß waschen kann. Seht ihr das Erdbeereis auf dem schönen vom Omi geschenkten Sommerkleid landen, solltet ihr so schnell wie möglich handeln. Bestenfalls noch, bevor der Fleck eingetrocknet ist.
    Aber selbst wenn man gerade keine Ersatzkleidung dabei hat, ist das Outfit nicht hoffnungslos verloren. Es gibt noch jede Menge Tipps zur Vorbehandlung von Flecken.

  2. „Einfach etwas Babyöl auf die Flecken reiben und noch mal waschen.“

    Das hatten wir noch nie gehört, aber laut den Erfahrungen in unserer Community funktioniert das wirklich, scheinbar vor allem bei Obst- und Gemüseflecken. Wir würden aber trotzdem empfehlen, das nur bei Kleidungsstücken, die man heiß waschen kann zu probieren, da heißes Wasser Fett gut löst. Bei empfindlichem Gewebe, dass man vorsichtig waschen muss, endet ihr sonst mit einem Fettfleck.

  3. „Ich bekomme Tinten- oder Filzstiftflecken am besten mit Alkohol raus.“

    Alkohol löst wasserlösliche wie auch wasserunlösliche Stoffe. Lieber nur auf Baumwolle und Leinen anwenden, und vor allem immer vorher an einer unauffälligen Stelle testen, sonst kann es sein, dass der Alkohol auch die Farbe aus dem Gewebe löst.  Am geeignetsten ist Isopropanol (besser nicht den Schnaps aus der Minibar nehmen), das kann man im Zweifel auch in einem Verhältnis 1:3 oder 1:5 mit Wasser verdünnt benutzen. Ein Papiertuch nehmen, in den Alkohol tunken und den Fleck direkt damit betupfen.
    Das sollte übrigens nicht nur bei Filzstift- und Tintenflecken funktionieren, sondern auch bei Fett-, Rost- und Fruchtsaftflecken. Auch wenn Alkohol rückstandslos verdunstet, die Kleider im Anschluss immer wie gewohnt waschen.

  4. „Milch löst Grasflecken.“

    Grasflecken kommen bei Kindern häufig vor. Das Problem: sie fressen sich durch die hohe Reibungskraft bei Stürzen tief ins Gewebe ein. Der Milch-Tipp funktioniert vor allem bei hellen Textilien. Das Kleidungsstück einfach über Nacht in Milch oder Buttermilch einweichen und im Anschluss wie gewohnt waschen. Was auch funktionieren kann: Zitronensaft oder mit Wasser verdünnte Essigessenz direkt auf den Grasfleck auftragen, ein paar Minuten einwirken lassen und das Kleidungsstück ganz normal waschen.

  5. „Die Wäsche nass in die Sonne hängen, so wird sie wieder schön weiß und alle Flecken verschwinden.“

    Das ist ein uralter Tipp, der schon seit Jahrhunderten bekannt ist (schaut mal in eurer Stadt, manche Straßen haben noch Namen wie „Große Bleiche“ auf der früher die Wäsche getrocknet und geblichen wurde). Denn wenn man nasse (wirklich nicht auswringen!) Wäsche in die Sonne legt, kommt es zu einer photochemischen Reaktion: Durch die auftreffenden UV-Strahlen bildet sich auf dem nassen Gewebe Wasserstoffperoxid – was jeder, der sich zum Beispiel schon einmal die Haare blondieren lassen hat, als starkes Bleichmittel kennt. Das Wasserstoffperoxid sorgt dafür, dass die Farbmoleküle (z.B. aus den aus den Karottenflecken-Resten) oxidieren und so zerstört werden. Der Nachteil: Nicht nur die Farbmoleküle der Flecken werden zerstört, sondern auch die Farben des Gewebes – daher nur mit weißen Stoffen ausprobieren!

  6. „Hab ich auf dem harten Weg gelernt: Blut besser nicht mit warmem Wasser auswaschen.“

    Frisches Blut lässt sich meist mühelos mit kaltem Wasser auswaschen. Aber warum darf man kein warmes Wasser verwenden? Weil das dadurch gerinnende Eiweiß so eine feste Bindung mit den Stofffasern eingeht. Bei eingetrocknetem Blut das Kleidungsstück in konzentriertes Salzwasser einweichen und im Anschluss die betroffene Stelle mit Backpulver bestreuen. Für etwa zwei Stunden einwirken lassen und das Outfit wie immer waschen.

  7. „Gallseife wirkt gegen alles!“

    Im Grunde kannst du dir alle oben genannten Mittel und Experimente sparen, denn Gallseife ist ein wahrer Alleskönner. Sie wirkt gegen Gemüse- und Obstflecken, Fett-, Eis- und Soßen-Kleckse, Make-up- und Lippenstift-Reste, sowie Gras-, Blut- und Kaffeeflecken und Stuhlreste.
    Seinen Namen verdankt das „Wundermittel“ den darin enthaltenen Stoffe aus der Rindergalle. Die Gallenenzyme spalten die Flecken quasi auf und helfen, sie aus dem Gewebe zu lösen.
    Falls du lieber vegan wäschst, haben wir eine gute Nachricht für dich: Der Firma Frosch ist es gelungen, den Wirkkomplex auf pflanzlicher Basis nachzustellen. Die vegane Variante heißt passenderweise „wie Gallseife Seifenstück“, wirkt sogar noch stärker (!!!) als normale Gallseife und ist für alle Textilien (außer Seide) geeignet.Das Frosch „wie Gallseife“-Seifenstück anfeuchten und den Fleck einfach damit einreiben. Es gibt das Produkt auch noch in Sprühform: Der wie Gallseife Flecken und Vorwasch-Spray ist zum Vorbehandeln von Stuhlresten in Bodys oder Unterhosen ideal, weil man die Flecken nur besprühen und nicht mit dem Applikator berühren muss. Die Einwirkzeit beträgt in beiden Fällen maximal 10 Minuten. Anschließend die Wäsche wie gewohnt waschen, zum Beispiel mit dem „Baby“-Waschmittel von Frosch, das ist hypoallergen. Hier findest du noch mehr Infos über Babyhaut und die Wahl des Waschmittels.

Foto: PR

8. „Alles was klebt sollte man einfrieren.“
Klebrige Harzflecken oder Kaugummis lassen sich mit einem normalen Waschgang leider nicht aus dem Gewebe entfernen. Aber auch hier gibt es einen alten Trick: Lege das betroffene Kleidungsstück so lange ins Tiefkühlfach, bis der Fleck richtig gefroren ist und porös wirkt. Bürste dann die Harz- und Kaugummistücke direkt ab. Fertig!

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