Englische Vornamen in Deutschland: welche funktionieren gut?

Einen passenden Vornamen für sein Baby auszusuchen, ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die werdende Eltern treffen müssen. Denn schließlich sollen nicht nur Mama und Papa den Namen mögen, sondern er soll auch dem Kind gefallen und ihm ihn unnötig das Leben schwer machen. Viele Eltern entscheiden sich für englische Vornamen, auch bei uns in Deutschland. Aber welche funktionieren hier auch gut? Zum Beispiel diese:

Den richtigen Vornamen fürs Baby aussuchen – eine schwere Entscheidung

Einen Namen für meinen Sohn und meine Tochter auszuwählen, fiel mir unheimlich schwer. Ich würde sogar behaupten, dass die Namenswahl eine der schwierigsten Entscheidungen in der Schwangerschaft war.

Wir wussten, dass wir als Zweitnamen die Namen der jeweiligen Großeltern wählen würden: Elisabeth und Alexander. Zwei sehr schöne Namen, wie ich finde, aber seien wir ehrlich: Außer auf der Geburtsanzeige und in offiziellen Dokumenten werden diese Namen nur eine kleine oder überhaupt keine Rolle spielen. Nur der Rufname zählt, auch wenn es seltene Ausnahmen – wie die folgende Geschichte – geben mag.

Manchmal wird der Zweitname wichtiger als der Rufname

Als ich bei einem großen Ultraschall in der Schwangerschaft mit meinem Frauenarzt über Namen fachsimpelte, erzählte er mit von einer Patientin, für die der Zweitname im Laufe ihres Lebens tatsächlich relevant wurde.

Die Frau war Anfang 40, hatte eine Lebenskrise und machte einen radikalen Wohnortwechsel von München nach Hamburg. Für ihren kompletten Neustart ließ sie sich ab jetzt nur noch mit ihrem Zweitnamen rufen – es kannte sie ja im Norden noch niemand anders.

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Viele englische Vornamen funktionieren in Deutschland – und international

Da es hoffentlich bei meinen Kindern aus solchen Gründen nie zum Namenswechsel kommen muss, liegt auf dem Rufnamen die ganze Bedeutung.

Bei der Namenswahl war mir wichtig, dass die Namen auch international gut funktionieren. Vielleicht bleiben meine Tochter und mein Sohn in Norddeutschland, vielleicht aber auch nicht.

Da ich selbst einige Zeit in London gewohnt habe, lagen englische Vornamen natürlich für mich auf der Hand, auch wenn wir in Deutschland leben.

Prinz William und Herzogin Kate

Spätestens durch den britischen Prinzen wurde der englische Vorname „William“ auch in Deutschland bekannt – und beliebt.

Englische Vornamen, die auch in Deutschland sehr verbreitet sind

Charlotte, Mary, Edward und Henry – ja, man kennt sie aus der englischen Königsfamilie. Für mich durchwegs wohlklingende Namen (außer Edward), aber auch ziemlich weit verbreitet.

Ich wusste also, ich suchte seltenere englische Vornamen, die auch hier bei uns in Deutschland gut funktionieren. Dabei bin ich folgende, wirklich schöne Namen gestoßen:

Seltene englische Vornamen, die auch in Deutschland gut klingen:

1. Clementine

Laut der US-Namensseite nameberry.com ist der Name Clementine wieder im Kommen und nach einem halben Jahrhundert wieder in die Liste der Top-Namen in den USA gerutscht. Also immer noch selten genug, aber nicht so retro, dass er altbacken wirkt. Der Name bedeutet Friede und Glück – was will man mehr? Die deutsche Clementine wird im Englischen übrigens „Clementin“ ausgesprochen – mit langem „i“.

2. Delia

Der Name Delia kommt in verschiedenen Kulturkreisen vor und wird manchmal auch als Kurzform für Cordelia, Adelia oder Adela verwendet (auch hübsch, oder?). Im Deutschen bedeutet der Name „von adeliger bzw. höherer Abstammung“. In Wales und in den USA bedeutet der Name „dunkel“, was ich durchaus positiv sehe. Eine dunkle Nacht hat zum Beispiel auch ihren Reiz.

3. Ira

An Ira mag ich, dass man den Namen nicht abkürzen kann. Er bedeutet im Griechischen „die Friedliche“ – als Kurzform der Friedensgöttin Irene. Wichtig ist zu wissen, dass der Name im englischen Sprachraum sowohl für Jungen als auch für Mädchen verwendet wird. Mir ist aber noch nie ein männlicher Ira untergekommen.

4. Finley

Wenn ich mir den Jungen-Namen Finley so auf der Zunge zergehen lasse… mag ich! (Obwohl ich normalerweise kein Fan von Namenskürzungen bin, würde mir auch Finn gut gefallen). Der Name stammt vom gälischen Namen Fionnlagh und bedeutet „Krieger“ oder „gerecht“.

5. William

Ein wunderschöner Name – und das nicht nur, weil William der Name des britischen Thronfolgers und ältesten Sohnes von Princess Diana ist. Der Name bedeutet „entschlossener Krieger“. Ich finde, Prince William macht seinem Namen alle Ehre, wenn auch zum Glück nicht an der Kriegs-, sondern an der PR-Front, wie hier beim Besuch einer Schule:

6. Adriel

Dieser Jungenname stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Gott ist mein König“ oder „Gottes Gefolgsmann“. Im Englischen wird das A am Anfang eher als Ä gesprochen. Die weibliche Form von Adriel ist Adrielle – auch ein Name, über den man durchaus mal nachdenken kann.

7. Ivy

Ivy heißt Efeu und ist meiner Meinung nach ein ganz entzückender Mädchenname. Er wird Eiwi ausgesprochen. Er kam in England Ende des 19. Jahrhunderts in Mode, zusammen mit anderen Blumen- und Pflanzennamen.

Für welche Vornamen sich mein Mann und ich letztendlich entschieden haben? Wir haben einfach die Zweitnamen Elisabeth und Alexander zu den Rufnamen gemacht. Rein englische Vornamen sind es zwar nicht, aber sie klingen in Deutschland gut – unf funktionieren fast überall auf der Welt. Und außerdem sind sie jetzt eine schöne Familientradition.

 

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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