Ob Muffins, Obstspieße oder kleine Mitgebsel: In vielen Kitas und Grundschulen bringen Geburtstagskinder etwas für die ganze Gruppe mit. Da das jeder macht, ist es dann einfach ein Geben und Nehmen, oder? Umso verblüffter waren die Eltern einer Schulklasse, als ein Papa plötzlich die Mitgebsel auf den Cent genau in Rechnung stellte.
Die niederländische Bloggerin Nova Mulder erzählt auf ihrem Blog von einem Vorfall in der Klasse ihrer Tochter. Nachdem ihre Tochter kurz zuvor ihren fünften Geburtstag gefeiert und kleine Geschenktüten mit Seifenblasen, Stickern und einer Packung Rosinen verteilt hatte, feierte eine Woche später ein Mitschüler Geburtstag.
Auch er brachte für alle Kinder kleine Mitgebsel mit. Doch am selben Abend folgte eine Nachricht seines Vaters in der Klassen-WhatsApp-Gruppe:
„Liebe Eltern, für die Mitgebsel heute habe ich etwas mehr ausgegeben als geplant. Pro Kind sind das 1,83 Euro. Hier schicke ich euch den Zahlungslink.“
Nova Mulder schreibt, sie habe die Nachricht zunächst für einen Scherz gehalten. Doch tatsächlich hatte der Vater einen Zahlungslink an alle Eltern geschickt.
Sogar alle Kosten einzeln aufgelistet
Dabei blieb es nicht: Der Vater hatte laut Mulder sogar genau aufgeschrieben, was die einzelnen Dinge gekostet hatten: „Es gab tatsächlich eine Liste mit Seifenblasen, Süßigkeiten, Stickern und den Mitgebseltüten – inklusive Preisen bis auf den Cent.“
Innerhalb weniger Minuten entbrannte in der WhatsApp-Gruppe eine Diskussion. Einige Eltern fanden die Idee absurd. Andere meinten, wegen 1,83 Euro müsse man kein großes Thema daraus machen.
Nova ging es nicht um das Geld
„Für mich gehört eine kleine Aufmerksamkeit einfach zu einem Geburtstag. Man entscheidet selbst, wie viel Geld man dafür ausgibt. Die Rechnung dafür kann man doch nicht hinterher der ganzen Klasse schicken.“
Mehrere Eltern sollen den Vater anschließend privat kontaktiert haben. Am nächsten Morgen meldete er sich noch einmal in der Gruppe.
„Ich merke, dass nicht alle meinen Vorschlag gut finden. Dann lassen wir das.“ Kurz darauf löschte er den Zahlungslink kommentarlos wieder.
Von der Diskussion bekamen die Kinder zum Glück nichts mit.
Novas Tochter erzählte später nur begeistert, dass sie Seifenblasen geschenkt bekommen habe und es ein schöner Kindergeburtstag gewesen sei.
Für mich fühlt sich das trotzdem seltsam an: Schließlich entscheidet jede Familie selbst, wie aufwendig und teuer ein Kindergeburtstag wird. Und wenn vorher niemand gefragt wurde, ob er sich beteiligen möchte, wirkt eine Rechnung im Nachhinein doch eher befremdlich.
Wie seht ihr das? Gehören kleine Mitgebsel für die Kita- oder Schulklasse einfach zum Geburtstag dazu – oder fändet ihr es fair, wenn sich alle Eltern an den Kosten beteiligen würden?
Wir haben nie etwas für Kindergeburtstage in Rechnung gestellt. Finde ich schon irgendwie befremdlich, auch wenn die Summe ein Witz ist! 😆
Ich kenne das auch überhaupt nicht und fand die Vorstellung auch total befremdlich! Schließlich haben die anderen Eltern auch nie nach Geld gefragt 😉
Weniger ist eeeeeindeutig mehr! Vor allem wenn es um Kids geht. Und ein Glück, dass die Kinder nichts von alle dem mitbekommen haben.Aber wie lustig ist das denn… wegen 1,83€ – das ist wirklich SPANNEND!
Das ist ja wirklich lustig. Vor allem, weil es ja eine freiwillige Leistung ist, etwas mitzubringen, hätte ich mich als Mutter auch sehr gewundert, wenn ich dafür etwas zahlen hätte müssen.
Aber es zeigt doch mal wieder: Statt sich in Unsummen zu stürzen, ist weniger doch oft einfach mehr.