Diesen Satz sollten Mamas nie sagen, weil er einfach nicht stimmt

Mit jedem Kind werden auch Träume geboren. Träume, wie dieses kleine unschuldige Bündel der Liebe einmal sein wird, wenn es größer ist. Wie es als perfektes, freundliches und intelligentes Wesen seinen Weg gehen und welch große Errungenschaften es vielleicht einmal vollbringen wird.

Ganz klar ist auch, dass unser Kind bestimmte Dinge natürlich nicht machen wird. Weil wir es schließlich liebe- und rücksichtsvoll großziehen. Warum also sollte gerade UNSER Kind Dummheiten begehen, wenn es einst ein Schulkind, Teenager, junger Erwachsener sein wird?

Also lassen wir uns hinreißen zu diesem einen Satz: „Unser Kind würde so etwas niemals tun!“

Ach, wie gut dieser Satz einem selbst tut. Und mit welcher Gewissheit er sich als Mama eines Kleinkindes noch sagen lässt.

So dachte ich also über meine Tochter (6) und unsere Familie – und äußerte es auch mehr als ein Mal. Bis ich eines Tages Zeugin einer Dummheit wurde, die ich so nicht erwartet hatte. Nicht von diesem vernünftigen Teenager-Mädchen mit den liebevollen Eltern, mit denen wir schon so lange befreundet waren. Das Mädchen hatte übers Internet einen Jungen kennengelernt und war für ihn in die benachbarte Kleinstadt gefahren, ohne jemandem Bescheid zu geben. Zum Glück kam sie wohl behalten zurück, aber was für ein Albtraum!

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Ich dachte stets, solange es bei uns einigermaßen so läuft wie in dieser befreundeten Familie, kann doch gar nichts schiefgehen. Doch siehe da, selbst in einer Familie, bei der man unter den Satz „Unser Kind würde so etwas niemals tun““ ohne zu zögern seine persönliche Unterschrift setzen würde – selbst in so einer Familie sind Dummheiten möglich.

Wie das sein kann? Ganz einfach, weil wir alle Menschen sind. Und Menschen machen Fehler. Ständig. Vor allem dann, wenn in der Pubertät die Hormone verrückt spielen – aber nicht nur dann.

Das ist nun mal so und kommt in den besten Familien vor. Wie in der unserer Freunde.

Für mich war dies ein echter Schlüsselmoment. Aus „Unser Kind würde so etwas niemals tun!“ wurde in meinem Kopf plötzlich ein „Was würde ich machen, wenn unser Kind so etwas tun würde?“

Wie viel anders ist seit diesem Moment mein Blick auf unsere Tochter geworden. Wie viel menschlicher, authentischer und ehrlicher nehme ich sie seitdem wahr. Wie viel besser fühle ich mich seitdem innerlich bereit für ihre Entwicklung zu einer selbständigen, selbstbewussten Persönlichkeit, die auch mal grobe, schreckliche, peinliche Fehler begehen wird.

Den Herausforderungen werden mein Mann und ich uns stellen, denn ich bin inzwischen sicher, dass sie auch unserem Kind in der einen oder anderen Form sehr wahrscheinlich passieren werden.

Genau, wie sie uns als einstigen Teenies früher einmal passiert sind. Und wie sie uns auch jetzt als Eltern immer wieder passieren. Die Dummheiten sind zwar andere, aber nicht weniger gravierende – und gleichzeitig nicht weniger menschliche.

Und weil wir eben Menschen sind, können wir damit auch umgehen, wenn wir unsere Menschlichkeit zulassen.

Deshalb findet der Satz „Unser Kind würde so etwas nie tun!“ bei uns nicht mehr statt. Auch wenn er sich momentan noch gut anfühlt. Auch wenn es bedeutet, dass all meine Träume davon, wie meine Tochter einmal sein wird, ein wenig ihren Glanz einbüßen und realistischere Farben annehmen.

Doch auch in realistischen Farben liebe ich mein Kind über alles. Und egal, was sie einmal für Dummheiten begehen wird: Sie wird mich auch dann stets an ihrer Seite haben, wenn sie mich braucht.

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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