Es geht wieder los! Bald sind die Sommerferien in allen Bundesländern vorbei. Für die meisten Kinder (und Eltern!) ist der Start nach den sechs Wochen ganz schön hart. So kannst du ihn deinen Kids erleichtern:

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    Eine Mutter berichtet uns: „Aufstehen, die Ferien sind vorbei!“ Als sie ihre Kinder vor ein paar Tagen morgens mit diesem Satz geweckt hat, kannte die Begeisterung keine Grenzen. Denn der Wecker zeigte gerade mal 7 Uhr an. Viel zu früh für die beiden!

    Wo sind die sechs Wochen eigentlich geblieben?

    Und ich kann es so gut verstehen. Denn auch wenn es schon eine Weile her ist, weiß ich noch genau wie die Sommerferien sich für mich angefühlt haben. Am Anfang dachte man noch: „Wow, sechs Wochen, das ist ja ewig!“ Und am Ende ging die Zeit doch so schnell vorbei, dass man sich fragte, wo sie eigentlich geblieben ist.

    Der Übergang war jedes Mal hart. Statt Ausschlafen, Spielen, und Faulenzen standen plötzlich wieder frühes Aufstehen, Lernen und ungeliebte Hausaufgaben auf dem Plan. Und für viele Kinder beginnt damit auch wieder der Druck.

    Kein Wunder also, dass die Motivation nach den Ferien nicht gerade ihren Höchststand erreicht.

    10 Tipps, um deinem Kind nach den Ferien den Start in Schule oder Kita zu erleichtern

    Was wir tun können, ist unseren Kindern den Übergang zu erleichtern. Dabei geht es gar nicht darum, sie mit allen Mitteln für den Schul- oder Kita-Start zu begeistern. Viel wichtiger ist, ihnen Sicherheit zu geben, kleine Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und den Druck herauszunehmen. Auch Bildungsexpertin Ulrike Lichtinger rät dazu, nach den Ferien mit kleinen, machbaren Schritten zu starten.

    • Nicht auf den letzten Drücker starten

      Ein paar Tage vor dem Start die Schlafenszeit anpassen und den Wecker etwas früher stellen. So kann sich der Körper langsam wieder an den neuen Rhythmus gewöhnen. Auch morgens hilft es, genug Zeit einzuplanen. Ein gemeinsames Frühstück in Ruhe ist schließlich ein deutlich schönerer Start in den Tag, als wenn alle nur hektisch durch die Wohnung rennen.

    • Vorfreude statt Leistungsdruck

      Gemeinsam Schulranzen, Hausschuhe oder Kita-Rucksack vorbereiten, Kleidung aussuchen und vielleicht den Weg zur Einrichtung noch einmal gehen. Dabei darf die Botschaft ruhig sein: Du musst dich nicht sofort freuen – Aufregung und ein bisschen Bauchweh sind völlig okay. Und warum nicht gemeinsam neue Materialien aussuchen? Schöne neue Stifte, kleine Sticker, Hefte oder andere Dinge können durchaus dabei helfen, ein bisschen Vorfreude auf den Neustart zu wecken.

    • Abschiede vorher besprechen

      Gerade jüngere Kinder profitieren davon, wenn sie wissen, wie der Abschied abläuft: Wer bringt mich? Wo verabschieden wir uns? Wann werde ich abgeholt? Ein kurzer, verlässlicher Abschied ist meist hilfreicher als langes Hinauszögern.

    • Gefühle ernst nehmen

      „Du brauchst keine Angst zu haben“ ist gut gemeint, hilft aber nicht immer. Besser: „Ich merke, dass du ein bisschen nervös bist. Das kann ich verstehen.“ Kinder müssen nicht davon überzeugt werden, dass alles toll wird – sie dürfen mit gemischten Gefühlen starten.

    • Kleine Selbständigkeit üben

      Jacke anziehen, Trinkflasche öffnen, Schuhe wechseln, Sachen einpacken: Was im Alltag der Einrichtung selbstständig klappt, gibt Sicherheit. Dabei lieber spielerisch üben als kurz vor dem Start ein Trainingsprogramm daraus machen.

    • Nicht zu viel auf einmal planen

      Nach dem ersten Kita- oder Schultag brauchen viele Kinder erst einmal Ruhe. Termine, Hobbys und Verabredungen können in den ersten Tagen ruhig etwas reduziert werden.

    • Nach dem Tag fragen – aber nicht ausfragen

      „Wie war’s?“ bringt oft nur ein „Gut“. Offene, konkrete Fragen funktionieren besser: „Was war heute lustig?“ oder „Gab es etwas, das schwierig war?“ Und wenn das Kind gar nicht erzählen möchte: ebenfalls okay.

    • Mit einem kleinen Ritual Sicherheit schaffen

      Ein besonderer Frühstücksmoment, ein Herz auf der Hand, ein kleiner Glücksbringer im Ranzen oder eine feste Begrüßung nach dem Abholen können den Übergang erleichtern. Solche Rituale geben Kindern das Gefühl: Auch wenn heute etwas neu ist, manches bleibt vertraut.

    • Eltern dürfen ihre eigene Nervosität im Blick behalten

      Kinder spüren häufig, wenn Erwachsene besonders angespannt sind. Das bedeutet nicht, dass Eltern ihre Gefühle verstecken müssen. Hilfreich ist vielmehr, Zuversicht auszustrahlen: „Ich weiß, dass der Abschied schwer sein kann – und ich weiß auch, dass du das schaffen kannst.“

    • Der Start muss nicht perfekt sein

      Tränen, Müdigkeit, schlechte Laune oder ein chaotischer erster Morgen bedeuten nicht, dass die Eingewöhnung oder der Schulstart misslungen ist. Gerade nach einer langen Ferienpause brauchen manche Kinder einige Tage oder Wochen, bis der neue Alltag wieder vertraut ist.

    Erst mal wieder reinkommen: Nach den Ferien braucht das manchmal ein bisschen Zeit.
    Erst mal wieder reinkommen: Nach den Ferien braucht das manchmal ein bisschen Zeit. Foto: pexels

    Wenn der Start trotzdem schwerfällt?

    Dann heißt es vor allem: keinen zusätzlichen Druck machen. Vorwürfe oder Sätze wie „Reiß dich zusammen“ helfen meist nicht weiter. Besser sind kleine, machbare Schritte, bei denen dein Kind merkt: Ich kann das.

    Gerade bei Schulkindern kann es helfen, nicht gleich den ganzen Lernstoff oder einen großen Hausaufgabenberg anzugehen, sondern einfach mit der ersten Aufgabe zu starten. Ein kleines Erfolgserlebnis kann schon reichen, damit die Motivation langsam wiederkommt.

    Denn Motivation lässt sich nicht erzwingen. Und wenn der erste Morgen chaotisch läuft, ist das auch kein Drama. Ein bisschen Müdigkeit, schlechte Laune und Ferienweh gehören zum Neustart dazu.

    Wie klappt bei euch der Einstieg in die Schule nach den Ferien? Was sind eure Tipps und wie bekommt ihr die ersten Tage gut hin? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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