Bevor der Urlaub überhaupt beginnt, haben viele Mamas ihn schon hundertmal im Kopf durchgespielt. Sie denken an die Sonnencreme, die Lieblingskuscheltiere, passende Sandalen, die Reisepässe, die Medikamente, die Snacks für unterwegs und daran, was passieren könnte, wenn irgendetwas vergessen wird. Außerdem soll noch der Wäscheberg verschwinden, die Wohnung sauber und der Kühlschrank am besten leer und abgetaut sein.
Klar, der eigene Haaransatz müsste auch noch kurz nachgefärbt werden und eine Pediküre wäre auch mal wieder fällig – nur wann?
Während andere sich auf die Erholung freuen, tragen Mamas oft die unsichtbare Verantwortung für all die kleinen Dinge, die den Familienurlaub erst möglich machen.
Und genau deshalb beginnt der Urlaub für viele Mamas nicht am Flughafen, im Auto oder am Strand – eher Wochen vorher, in ihren Gedanken. Weil sie nicht nur an die Reise denken, sondern an die Menschen, die sie lieben.
Wie stressig und überfordernd es kurz vor dem Verreisen zugeht, teilt jetzt Influencerin Agnes Rode ehrlich mit ihren Followern und stößt auf großes Verständnis. Sie sagt:
Die drei Tage vor dem Urlaub sind die schlimmsten – jede Mama weiß es, aber niemand spricht darüber.
In ihrem Post offenbart die Content Creatorin: „Ich bin ganz ehrlich mit euch. Der Tag heute war furchtbar. Ich habe mindestens dreimal geheult und gesagt, ich fahre nicht mit! Nicht nur wegen den ganzen Dinge, die vorher erledigt werden müssen, sondern weil sich die Kinder permanent streiten, ich das Gefühl habe, dass alles nur auf meinen Schultern lastet.“
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Das kennen viele Mamas nur zu gut: In den meisten Familien liegt das Kofferpacken auch heute noch überwiegend in ihrer Verantwortung. Doch damit ist es längst nicht getan. Schon Wochen vor der Reise beginnt die Planung: Was ziehen die Kinder an? Ist für jedes Wetter etwas dabei? Passt die Kleidung noch oder muss noch etwas besorgt werden?
Die Urlaubsvorbereitung bedeutet oft weit mehr als nur Koffer zu packen. Sie ist geprägt von unzähligen kleinen Entscheidungen, Listen und Gedanken, die im Hintergrund mitlaufen. Dieser Mental Load ist allgegenwärtig – und bleibt leider noch immer viel zu oft an den Mamas hängen.
Uns erzählt Agnes im Gespräch: „Ich möchte mit meinem Post die Dinge zeigen, wie sie wirklich sind. Nicht nur Hochglanz, wir fahren in den Urlaub und die Marken-Koffer sind gepackt und die Dame des Hauses trägt ein perfektes Sommer-Outfit mit Sonnenhut, der Mann hält die Frau glücklich im Arm. Bei uns ist das nämlich nicht so, das ist mir bewusst geworden als ich von einem Geschäftstermin zurückkam und anschließend mit meiner Tochter zu einem Konzert gehen wollte, um bewusst Zeit zu verbringen – all das vor dem Urlaub und da ist mir aufgefallen, wie viele Dinge wir Frauen so beiläufig erledigen, einfach ganz selbstverständlich – und wir sprechen nicht darüber. Es sind aber so viele Kleinigkeiten.“
Noch bevor es los geht, sind die meisten Mamas im absoluten Stress. Urlaubs-Vorfreude? Fehlanzeige!
„Drei Tage vor der Abreise. Für alle anderen fängt der Urlaub erst an, für mich ist er längst Arbeit. Diese Tage sieht niemand, und trotzdem kennt sie jede Mama. Ich bin jedes Mal total überfordert und denke mir, das nächste Mal wird es anders. Wird es das?“
Agnes Rode
Influencerin Agnes Rode spricht damit tausenden Müttern aus der Seele
Unter ihrem Beitrag reihen sich Kommentare wie „Geheult habe ich! Am Tag der Abreise!“ oder „Sehe ich komplett genauso! Das ist einfach immer ein Riesen Rattenschwanz zu organisieren, bevor man das Haus verlässt! Das sind die Tage an denen ich mich dann frage, warum man so viel hat, worum man sich kümmern muss… und das Komische ist, du kommst nach dem Urlaub nach Hause und hast trotzdem wieder so viel Nacharbeit…alles was du vorher so gründlich wegorganisiert hast ist doch wieder voll: Schreibtisch, Wäsche, Termin Kalender.“
Agnes erzählte uns auf unsere Nachfrage, dass sie noch auf keinen Post so viel Resonanz erhalten habe und von den Kommentaren wirklich überwältig wurde. So wie ihr geht es vielen anderen.
Aber wie kann es denn entspannter zugehen, sodass wir Mamas nicht völlig erschöpft in den Urlaub fahren?
So könnte es etwas fairer verteilt werden:
Erst einmal hilft es sich zu sagen: „Ich kann das nicht komplett alleine schaffen und darf abgeben“. Natürlich ist das nicht immer möglich – Alleinerziehende können in den meisten Fällen nichts einfach abgeben, aber vielleicht kann die Oma, die Nachbarin oder eine Freundin vorher auf die Kinder aufpassen, sodass man beim Packen nicht noch einen Geschwisterstreit schlichten muss, sondern einmal in Ruhe die Packliste durchgehen kann.
Auch diese Tipps könnten helfen:
Aufgabenbereiche statt Einzelaufgaben verteilen: Statt „Sag mir, was ich machen soll“ übernimmt jede Person einen kompletten Bereich. Zum Beispiel kümmert sich eine Person um die Reiseunterlagen und Anreise, die andere um Kleidung und Gepäck.
Gemeinsame Packliste erstellen: So wird sichtbar, was alles erledigt werden muss. Die Liste kann anschließend aufgeteilt werden, sodass nicht eine Person alles im Kopf behalten muss.
Mental Load sichtbar machen: Oft wird unterschätzt, wie viel Organisation hinter einem Urlaub steckt. Ein gemeinsames Gespräch darüber, welche Gedanken und To-dos im Hintergrund laufen, schafft Verständnis und erleichtert eine gerechtere Aufteilung.
Priorisieren, was wirklich wichtig ist: Nicht alles, ist gleich wichtig und manchmal hilft es, es sich das aufzuschreiben und auch die eigenen Wünsche dabei nicht zu vergessen. Vielleicht ist eine Pediküre nicht überlebenswichtig, aber sie kann dafür sorgen, dass du dich wohler fühlst – dagegen muss vorher wahrscheinlich nicht noch die komplette Abseite aufgeräumt werden.
Kinder bei Freund:innen unterbringen oder Oma und Opa einspannen: Das geht nicht immer, doch manchmal braucht man einfach Ruhe und Zeit zum Packen, zum Organisieren und zum Waschen – ohne, dass nebenbei im Kinderzimmer immer weiteres Chaos produziert wird.
Ansprüche hinterfragen: Nach dem Urlaub wird es wahrscheinlich in Windeseile wieder chaotisch aussehen, die Wäscheberge werden sich türmen, sodass man den blitzeblanken Boden kaum erkennen kann.
Vor dem Urlaub auch schon über die Rückkehr sprechen: Wenn man die Urlaubsvorbereitungen aufteilt, am besten schon gleich die Rückkehr mitplanen und auch dort einteilen, wer sich darum kümmert, dass die Koffer zurück in den Keller kommen, wer die Wäsche wäscht und wer direkt zum Einkaufen düst, um Lebensmittelnachschub zu besorgen.
Ich kenne zum Beispiel auch Familien, die von der Strandliege aus sich die Lebensmittel mit einem Lieferservice für die Ankunft nach Hause bestellen, damit dieses To-Do abgehakt wäre. Und das kann genauso gut der oder die Partner:in übernehmen.
Letztlich bedeutet faire Urlaubsvorbereitung nicht, dass beide exakt gleich viele Aufgaben erledigen. Fair ist sie dann, wenn beide Verantwortung übernehmen, mitdenken und die organisatorische Last gemeinsam tragen. So kann der Urlaub für alle schon vor der Abreise etwas entspannter beginnen – und auch die Wiederkehr wird nicht zum Kraftakt.
Und auch wenn sich dieses Jahr noch nicht die direkt die perfekte Lösung finden lässt:
Manchmal tut es einfach gut zu wissen, dass man nicht die einzige Mama ist, die vor dem Urlaub an tausend Dinge gleichzeitig denkt. Dieses Gefühl, verstanden zu werden und nicht allein mit der Verantwortung zu sein, kann bereits ein kleines Stück Last von den Schultern nehmen. Es soll ja auch für uns Mama heißen: Schönen Urlaub!
Empfindest du die drei Tage vor dem Urlaub auch als extrem stressig – oder hast du Tipps, wie du das Vorbereitungschaos vermeidest? Verrate es uns in den Kommentaren.
Die drei Tage vor dem Urlaub sind die Schlimmsten für uns Mamas
Von
Marie Kahle
22. Juli 2026