Meine Zeit war natürlich auch in diesem Jahr nicht mehr geworden, deswegen hatte ich ganz rechtzeitig angefangen, mich darum zu kümmern.
Stolz war ich! Ich hatte einen in meinen Augen guten Mix aus Süßigkeiten, kleinen Spielsachen und Gutscheinen für kleine Erlebnisse zusammen. Ich freute mich so sehr auf Benjis Reaktion.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Gleich am ersten Tag hatte ich ein kleines Highlight eingepackt, eine Dinofigur. Es ging gut weiter, bis er am vierten Tag ein Überraschungsei auspackte.
Sagen wir mal so: Das finde ich auch nicht wenig für einen Adventskalender. Mein Sohn allerdings, den ich ansonsten nicht als allzu verwöhnt bezeichnen würde, zog ein langes Gesicht und sagte wirklich wütend zu mir: „Öh, das ist ja nur Schokolade!“ Auch die Schokodragees an Tag fünf waren für ihn kein Grund zur Freude mehr.
Es mag euch albern vorkommen, aber ich war tatsächlich etwas erschrocken. So schnell ging es, dass er sich an etwas „größere“ Adventskalender-Türchen gewöhnte?
Mir war die Freude an dem Adventskalender wirklich vermiest. Denn auch, wenn sich jetzt wieder alle paar Tage richtig tolle Sachen wie ein Gutschein für einen Kinoabend zu Hause oder auch ein Päckchen Sammelkarten in den Leinensäckchen verbargen – war die Freude nur von kurzer Dauer. Dann lagen sie unbeachtet herum.
Ich erwartete sicher keine ewige Dankbarkeit, versteht mich nicht falsch. Aber ich habe gemerkt, wie schnell kleine Präsente gewöhnlich werden und nur durch größere getoppt werden können. Das fand ich ganz schlimm.
Auch in diesem Jahr habe ich den Kalender wieder selbst gefüllt. Aber ,nur` mit kleinen Süßigkeiten. Und das klappt viel besser.“
Liebe Kim, vielen Dank, dass du uns deine Geschichte erzählt hast. Wir wünschen dir alles Liebe für die Zukunft!
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„Der selbstgefüllte Adventskalender lässt mein Kind maßlos werden.“
Von
Laura Dieckmann
2. Dezember 2024