Weder Einkommen noch Bildung entscheidend
Gemeinsam mit Forschungsteams aus zwölf Ländern ließ sie Babys und Kleinkinder kleine Audiorekorder tragen, die ihren Alltag mitgeschnitten haben – also, wie viel sie selbst plapperten, aber auch, wie viel in ihrer Umgebung gesprochen wurde.
Das überraschende Ergebnis: Weder das Einkommen der Eltern noch deren Bildungsgrad hatten einen Einfluss darauf, wie viel die Kinder sprachen. Entscheidend war einzig und allein – wie viel mit ihnen gesprochen wurde. Ob beim Wickeln, Spielen oder Kochen: Kinder, die oft Sprache hören, reden früher und mehr.
Je mehr gesprochen wurde, desto größer der Wortschatz
Die internationale Studie zeigt also: Egal ob in Europa, Asien, Afrika oder Südamerika – und ganz unabhängig davon, wie eine Familie lebt: Kinder reden mehr und flüssiger, wenn die Erwachsenen um sie herum viel mit ihnen sprechen. Insgesamt wurden über 1.000 Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren an insgesamt 2.865 Tagen begleitet. Das Ergebnis: Je mehr gesprochen wurde, desto größer war der Wortschatz der Kinder.
Jedes Kind hat sein eigenes Tempo
Kinder entwickeln sich individuell – und auch stillere Kinder können sich in einem sprachlich reichen Umfeld entfalten. Es geht nicht um Leistung oder Tempo, sondern um das Gefühl, wirklich gesehen und gehört zu werden.
Unser Alltag ist der Ort, an dem Vertrauen und Sprache wachsen. Unsere Stimme, unser Blick, unser Zuhören prägen mit, wie sicher sich ein Kind im Ausdruck fühlen kann.
Wenn du dein Kind bei der Sprachentwicklung unterstützen möchtest, findest du HIER die richtigen Tipps.
Dein Kind quasselt ohne Ende? Wir wissen jetzt, woran das liegt!
Von
Lena Krause
10. Juni 2025