Corona: Dieses Jahr wird Ostern anders… Aber trotzdem schön!

Ich liebe Ostern. Ehrlich gesagt hab ich mit dem religiösen Hintergrund nicht so viel am Hut, aber diese vier Tage, an denen ganz oft schönes Wetter ist, man aber auf jeden Fall den Frühling schon riechen kann, finde ich einfach wunderbar.

Erst recht, seit unsere Tochter auf der Welt ist.

Kinder machen Feiertage noch viel schöner, oder? Der Höhepunkt von Ostern ist es natürlich, wenn sie im Garten von Oma und Opa sucht, was der Osterhase dort versteckt hat. Wir Erwachsenen sitzen bräsig und vollgefuttert vom Osterbrunch auf den alten Gartenstühlen, fiebern mit und tun total überrascht, wenn sie „Noch etwas!!!????“ findet.

Tja, und da fängt sie ja nun an. Die Problematik mit Ostern an diesem Jahr.

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, gibt es in ganz Deutschland Kontaktsperren. Und Oma und Opa soll man ja sowieso nicht sehen, weil sie zur Risikogruppe gehören.

Das ist ja nun schon im Alltag schwierig – an Ostern ist das irgendwie richtig traurig.

Uns geht es da wie vielen: An den Feiertagen besinnt man sich auf sein Herz und hat deswegen Sehnsucht nach seiner Familie, oder?

Bei unserer Tochter sind auch schon ein paar Tränchen geflossen, als sie begriffen hat, dass „dieses Corona“ auch an Ostern gefährlich ist!

Aber da das alles ja für einen sehr wichtigen Zweck ist und sein muss, haben wir drei nun beschlossen, das Beste daraus zu machen: Ostern wird dieses Jahr anders, klar – aber es liegt doch an uns, es uns trotzdem schön zu machen.

Neue Rituale müssen her!

Statt Osterbrunch machen wir am Ostersonntag morgens ein Picknick im Wohnzimmer… Mit deutlich weniger Leckereien als bei Oma, dafür aber mit Schokolade zum Frühstück und selbstbemalten Eiern.

Wir haben uns schon Verstecke in unserer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung ausgedacht, die nicht auf den ersten Blick zu entlarven sind. Das hat richtig Spaß gemacht!

Ich habe mir Oster-Bastelideen und Techniken, Eier zu bemalen, aus dem Internet herausgesucht. Hab ich sonst nie gemacht, weil meine Tochter ja schon in der Kita superviel coole Sachen gebastelt hat.

Wir haben Eierlikör selbst gemacht, versucht (!), einen Osterzopf zu backen – klar, man hat ja mal richtig Zeit für so etwas.

Und ganz allmählich ist es gar nicht mehr soooo schlimm, dass unsere üblichen Osterrituale ein Jahr Pause machen.

Denn wir haben uns drei und ganz viel Osterschmuck in einer kleinen Wohnung verteilt und vier Tage ganz ohne Arbeit und Termine vor uns. Wann hat man das schon?

Nur Oma und Opa – die vermissen wir natürlich trotzdem.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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