Influencerin Charlotte Weise spricht offen über ihre Fehlgeburt – und darüber, warum dieses Thema kein Tabu sein darf.

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    Es gibt Momente im Mama-Leben, die man sich einfach nicht vorstellen will. Und wenn sie dann doch passieren, fühlt es sich an, als würde kurz alles stehen bleiben. Genau so beschreibt es auch Influencerin Charlotte Weise, die kürzlich öffentlich gemacht hat, dass sie ihr Baby verloren hat.

    „Ich musste meinem Sohn sagen, dass sein Geschwisterchen nicht kommt“

    Auf ihrem Instagram-Account teilt sie offen, was passiert ist – und findet sehr ehrliche Worte:

    „Heute steht meine Welt still. Ich musste heute das tun, wovor ich unglaubliche Angst hatte: Ich musste meinem Sohn erklären, dass sein Geschwisterchen nicht kommen wird.“

     

    Die Fehlgeburt ereignete sich früh in der Schwangerschaft. Charlotte berichtet, dass sie morgens plötzlich Blutungen hatte und anschließend zur Ärztin gegangen ist. „Plötzliche Blutungen nach dem Aufwachen (7. SSW) und dann die Untersuchung bei der Frauenärztin. Kein Baby zu sehen“, schreibt sie auf Instagram.

    Besonders schwer sei für sie gewesen, ihrem Kind diese Nachricht zu überbringen.  Ein Moment, den viele Mamas wohl sofort nachempfinden können.

    Einen Tag später meldet sich Charlotte erneut zu Wort und beschreibt noch einmal, wie sehr sie der Verlust trifft.

    „Ich war immer der Meinung, dass wenn das Baby am Anfang abgeht, es mich nicht groß mitnehmen wird – aber jetzt hab ich es selber erlebt und es ist ganz egal, in welcher Woche es abgeht. Es ist immer schlimm.“

    Sie erklärt auch, warum: „Weil man sich ab Sekunde 1 auf das Kind freut.“ Gerade wenn es bereits ein Geschwisterkind gibt, werde der Schmerz oft noch einmal greifbarer. „Vor allem mit Geschwisterkindern, die sich auch schon freuen, ist es ganz traurig, sie dann doch enttäuschen zu müssen.“

    Auch körperlich belastend

    Neben der emotionalen Belastung spricht Charlotte auch offen darüber, wie es ihr körperlich geht. „Ich hab trotzdem Schmerzen, blute stark, mir ist schwindelig und muss mich ausruhen.“

    Sie habe Glück gehabt, dass kein medizinischer Eingriff notwendig war – dennoch sei die Situation alles andere als leicht.

    Ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird

    Charlotte nutzt ihre Reichweite ganz bewusst, um auf etwas aufmerksam zu machen, das oft im Verborgenen bleibt: „Was viele nicht wissen oder worüber wir viel zu selten sprechen: Jede 6. bis 8. Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt.“ Und genau deshalb teilt sie ihre Geschichte: „Ich teile das heute nicht für Mitleid, sondern weil dieses Thema kein Tabu sein darf.

    Ihr Wunsch ist klar: mehr Offenheit, mehr Austausch – und weniger Gefühl, allein zu sein.

    „Wir müssen aufhören zu schweigen, damit wir uns gegenseitig halten können.“

    Besonders bewegt zeigt sich Charlotte von den vielen Nachrichten anderer Frauen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. „Es hat mich sehr berührt, wie viele von euch betroffen waren und sind… so viele Sternenkinder.“

    Am Ende bleibt eine Botschaft, die viele Mamas gerade jetzt brauchen: Wenn du auch ein Sternchen hast, dann bist du nicht alleine!

    Hast du selbst schon Erfahrungen mit dem Thema gemacht – oder wünschst du dir, dass darüber viel offener gesprochen wird?

    8 Kommentare

  1. User Avatar
    gina_0712

    Es braucht Mut, so offen über einen Verlust zu sprechen! Fehlgeburten sind kein Randthema, sondern Realität für viele Familien und ich finde es schön und wichtig, dass auch so ein Thema in der Öffentlichkeit geteilt wird. Meinen größten Respekt an Charlotte, dass sie das teilt!  ❤️ 

  2. User Avatar
    Chelly

    Es ist wirklich wichtig, dass darüber gesprochen wird. Schön, dass auch bekannte Influencerinnen da vorangehen.

  3. User Avatar
    Andrea Woersdoerfer

    Ganz viele Freundinnen in meinem Bekanntenkreis hatten Fehlgeburten. Auch eine Freundin, die damals in den USA lebte. Dort geht man ganz offen mit dem Thema um. Hier in Deutschland haben dieFrauen, die eine Fehlgeburt erleiden immer das Gefühl was „falsch“ gemacht zu haben. Weil eben keiner drüber spricht. Das ist anscheinend in anderen Ländern wie USA sehr viel offener und die Frauen fühlen sich nicht so alleine. Vielen Dank für die Offenheit!

  4. Marie Pfeiffer

    Die Arme, das tut mir wirklich arg leid für sie und ihre kleine Familie. Aber ich finde es toll, dass sie es so offen teilt und nicht schweigt und es mit sich selbst ausmacht. Das macht anderen doch Mut.

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