„Bitte verurteilt mich nicht, ich habe alles getan, was ich konnte.“

Echte Mamas ist zu einer riesigen Online-Community von Müttern geworden, in der tausende Mamas täglich Rat suchen. Ich lese jeden Tag viele Fragen und Kommentare, aber ein Satz von einer Mutter namens Karen ist bei mir wirklich hängengeblieben:

Sie schrieb am Ende ihrer Frage: „Bitte verurteilt mich nicht, ich habe alles getan, was ich konnte.“

Sie wollte wissen, welches Milchpulver aus der Erfahrung der anderen Mamas das Beste sei, weil sie ihre fünf Monate alte Tochter abstillen wollte.

Es geht jetzt nicht darum, ob jede Mama stillen kann, und nur 2% wirklich nicht, dass man es nur lange genug probieren, durchhalten muss, oder dass Muttermilch das Beste ist, oder das 1er und 2er Milch Mist wäre und man nur Pre-Milch geben soll. Es geht darum, dass die Mama Rat suchte, weil ihr kleines Baby die Flasche bekommen sollte, und solche Angst hatte, dafür von anderen Mamas verurteilt zu werden.

Dabei wissen wir doch alle, wie hart das Mama-Leben sein kann. Unsere Kinder machen alle das gleiche. Sie haben keinen Bock auf lange Autofahrten. Sie schmeißen ihr Essen um, sie nörgeln, sie trödeln, sind trotzig und rauben einem den letzten Nerv. Und wir alle verzweifeln, wenn das Stillen nicht klappt oder sie nicht schlafen wollen.

Und trotzdem können wir nicht glauben, was wir für ein Glück haben. Weil wir sie lieben, wie nur eine Mama lieben kann. Deshalb wollen wir alle das Gleiche für unsere Kinder: Nur das Beste.

Aber manchmal ist das Leben im Weg, die Umstände. Manchmal ist unsere Geduld aufgebraucht. Wir vergessen, dass das Kind noch keine Zähne geputzt hat. Manchmal will man mit seinem Kind einen lustigen Abend haben und ein Fast Food Happy Meal mit einem kleinen Geschenk bestellen, dass die Augen leuchten lässt. Dabei kauft man sonst vielleicht nur bio. Vielleicht würde man aber auch gern bio kaufen und kann es sich nicht leisten. Wer weiß das schon? Ganz sicher nicht die Person, die die Mama im Fastfood-Laden verurteilt. Oder die Mama verurteilt, die abstillt und einen Rat braucht, welche Pulvermilch die Beste ist. Vielleicht quälte sich Karen seit Monaten wegen des Stillens, hat hunderte Euro für Stillhütchen, -Einlagen -Kompressen und Salben ausgegeben, Milchpumpen bestellt und Stillberaterinnen konsultiert. Und bricht trotzdem jedes Mal in Tränen aus, wenn ihr Baby sich mit Hunger meldet. Wer weiß es schon?

Man hat in solchen Momenten immer die Wahl: Entweder man bringt noch mehr Negativität in die Situation, oder etwas Licht.

Lächle der Mama bei McDonalds zu, reich ihr eine Serviette wenn das Kind die Pommes zerpflückt. Wärme der Fläschchen-Mama das Wasser auf. Sag etwas Nettes, verurteile nicht. Du hast keine Ahnung, wie ihr Leben aussieht, du siehst nur eine winzigkleine Momentaufnahme.

Sei eine coole Mama. Denn #coolmomsdontjudge: Coole Mamas helfen sich einfach gegenseitig, und verurteilen sich nicht. Das fühlt sich so viel besser an!

#coolmomsdontjudge ist eine Kampagne von Löwenzahn organics. Die Mütter hinter der Firma Löwenzahn organics, Liz Sauer-Williamson und Carmen Lazos Wilmking haben eine Forsa Studie in Auftrag gegeben, die 1010 Mütter befragt hat, ob sie sich schon einmal für ihre Entscheidungen verurteilt gefühlt haben. Die Ergebnisse unterstreichen das Gefühl, das Liz und Carmen hatten, und viele von uns auch: 77% sind schon mal für den Umgang mit ihren Kindern kritisiert worden. 72 % davon fühlten sich deshalb schon mal als schlechte Mutter. Und 89% wünschen sich mehr Toleranz und Unterstützung von Müttern untereinander.

Studie #coolmomsdontjudge von Löwenzahn Organics

 89%! Das sind doch fast alle Mütter in Deutschland! Wir alle wollen also das Gleiche – die bestmögliche Mama für unsere Kinder sein, und nicht für unsere Bemühungen verurteilt werden. Wir sind vielleicht keine perfekten Mütter, aber wir tun alles, was wir können. Tausendmal am Tag streicheln wir kleine Wangen und verteilen Küsse. Wir begleiten beim Einschlafen und trösten und halten kleine Händchen. Und wir geben Liebe, das wichtigste von allem. Wichtiger als Stillen oder nicht, Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, Reboarder oder herkömmlicher Kindersitz, oder oder oder.

Unterstützt wird die Kampagne von Lucie MarshallLittle YearsSmag, Mummy MagMumlifeNew2Berlin, Primer&Lacquer, der Hebamme Maria,  Oh Wunderbar, Ivy und Johnnys Papa Blog.

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