Doch dann bekam ich an einem Samstag Blutungen. Wir entschieden, sofort ins Krankenhaus zu fahren.
Dort wurde ein Ultraschall gemacht, mit unserem Baby war alles gut. Also fuhren wir nach Hause.
In der Nacht wurde ich wach und alles war voller Blut. Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren in die Klinik. Dort sagte man, ich hätte mich vielleicht beim Einführen der Vaginaltablette verletzt, denn mit dem Baby sei alles total in Ordnung.
Ich solle mich übers Wochenende hinlegen und am Montag nochmal zu meiner Gynäkologin zur Kontrolle fahren. Das tat ich montags auch, allerdings mit starken Schmerzen im unteren Rücken. Als ich in der Praxis ankam, wurde ich direkt ins Behandlungszimmer auf den Stuhl gepackt und da geschah es:
Ein Riesenschwall Blut kam aus mir heraus. Der Gesichtsausdruck der Ärztin sagte mir: Das wars. Mein Baby geht.
Ich war mittlerweile im fünften Monat angekommen. Auch sie machte wieder einen Ultraschall, unser Baby war fit und kugelte sich in meinem Bauch herum. Es war ein Kämpfer.
Ich wurde ins Krankenhaus eingewiesen zur Beobachtung. Im Laufe des Montages wurden die Blutungen weniger und man sagte uns: ,Wenn die Blutungen aufhören, haben Sie und Ihr Baby es geschafft.‘
Da war sie, die Hoffnung. Zumindest für ein paar Stunden.
Denn am frühen Morgen des Dienstags wurde ich von höllischen Schmerzen wach. Ich klingelte und man sagte mir, dass die Ärztin gleich käme. Es vergingen Minuten, für mich gefühlt Stunden. Ich musste die Schmerzen richtig veratmen, also klingelte ich wieder. Es hieß: ,Die Ärztin ist bei der Übergabe und gleich bei Ihnen!‘
Dann musste ich auf die Toilette und ein lautes Klatschen unter mir sagte mir: Jetzt ist es passiert! Aber es war nur ein dicker Blutklumpen. Ich klingelte wieder, die Ärztin kam hereingerannt und das, was dann passierte, rauschte wie ein falscher Film an mir vorbei: Ultraschall, keine Herztöne mehr, ab in den Kreißsaal.
,Sie müssen pressen!`Zwei- oder dreimal – und da war er.
Er, unser kleiner Junge. 12cm groß und 50gr schwer. Er fliegt bei den Engeln und passt auf uns und seine Geschwister auf.
Fünf Monate danach wurde ich wieder schwanger. Auch diese Schwangerschaft war nicht leicht und durch eine Plazentaablösung standen mein und das Leben unseres Babys auf dem Spiel. Mein Regenbogenbaby ist nun zweieinhalb Jahre alt und liegt gerade neben mir. Seit seiner Geburt genieße ich die kleinen Momente mit meinen Kindern umso mehr, denn ich weiß: Es ist nicht selbstverständlich, dass ich sie noch erleben darf.
Ich bin Gott dankbar für meine 3 wundervollen, gesunden Kindern und dankbar dafür, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, diese aufwachsen zu sehen.“
Liebe Maren, vielen Dank, dass du uns deine Geschichte anvertraut hast. Wir wünschen dir und deiner Familie alles, alles Liebe für die Zukunft!
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WIR FREUEN UNS AUF DEINE GESCHICHTE!
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„Als ich das Gesicht der Ärztin sah, wusste ich: Mein Baby geht.“
Von
Laura Dieckmann
1. Juli 2025