Albträume: Warum Kinder sie haben und was man dagegen tun kann

Albträume kommen bei Kindern extrem häufig vor – und niemand weiß so richtig, warum. In den Kleinkindjahren fangen Kinder langsam an zu verstehen, dass es im Leben Dinge gibt, die ihnen wehtun können, und verarbeiten dann ihre Emotionen im Traum. Ob sie etwas Gruseliges in der KiTa, in den Nachrichten oder in einem Film gesehen haben, oder auch Stress zwischen den Eltern – alles, was die Kinder „aufregt“ und verunsichert kann im Schlaf zurückkehren. Meist haben kleinere Kinder eher Angst vor Monstern, während ältere Kinder eher von „realen“ Gefahren wie Einbrechern oder Unfällen träumen.

Du kannst aber viel tun, um deinem Kind zu helfen:

1. Ein regelmäßiges Einschlafritual ist jetzt besonders wichtig, es gibt Kindern ein Gefühl der Sicherheit. Ein Bad, ein Buch, Traumspray sprühen – Hauptsache immer zur selben Zeit und im gleichen Ablauf. Vermeide Filme oder Kinderserien vor dem Einschlafen, in denen Tiere oder Situationen vorkommen, vor denen sich dein Kind fürchtet.

2. Erkläre deinem Kind, dass es nicht allein ist mit mit seinen Ängsten. Auch anderen Kindern geht es so. Es gibt Bücher, die helfen, die Angst zu nehmen. Zum Beispiel Rudi Zonster und das Träumemonster von Miriam Mack.

In diesem detailreich illustrierten Kinderbuch jagt Traumhüter Rudi die Monster in den Kinderträumen und verwandelt sie in lustige Spielkameraden. Besonders das Quabbelblubb-Monster will ihm immer entwischen, aber der Traum-Polizist lässt sich nicht unterkriegen und verwandelt am Ende auch den dicken Quabbelblubb in einen lustigen Abenteuergefährten, der die Kinderträume verschönert.

Rudi jagt das Quabbelblubb-Monster, das immer wieder entkommt

Schon fast hat er Quabbelblubb gefangen, da zerspringt es in 1000 Blubberblasen!

Aber am Ende gelingt es Rudi natürlich doch, auch Quabbelblubb zu entmonstern – und in einen lustigen Spielkameraden zu verwandeln

Auf 30 Seiten begleiten die Kinder Rudi auf seinen Abenteuern, und wer sieht, wie der lustige Traumhüter alle Monster in den Kinderträumen mit seinem Zauberstab „entmostert“, hat sicher keine Angst mehr vor dem Einschlafen. Es ist ein Buch für Kinder ab drei Jahren, und eine schöne Einschlafgeschichte – ganz egal, ob das Kind von Albträumen geplagt wird oder nicht.

Es ist aber auch gut, dieses Buch am Tag zu lesen, und es als Anlass zu nehmen, über die Monster und Ängste, die dein Kind nachts heimsuchen, zu sprechen. Versichere ihm, dass alles gut ist. Du da bist, wenn es sich fürchtet. Nimm dein Kind ernst, tu den Traum nicht ab mit „hier ist doch gar nichts, gibt keinen Grund für Angst“. Je kleiner das Kind, desto realer fühlt sich der Traum nach dem Aufwachen noch an. Ältere Kinder können besser verstehen, dass sie „nur geträumt“ haben, aber das macht die Angst auch nicht unbedingt kleiner.

Zu kaufen gibt es das Buch hier.

4. Auch ein Nachtlicht (nicht zu hell, dass es die Kinder am Einschlafen hindert) und ein „Sicherheits-Kuscheltierchen“, dessen Aufgabe es ist, zu beschützen, kann helfen. Bindet es in die Buchgeschichte ein, dass es Rudi hilft, die Monster zu fangen!

Wir wünschen allen Kindern eine ruhige Nacht!

Echte Mamas

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