5 Tipps zur Babypflege, die du garantiert noch nicht kennst

Du berührst fast nichts lieber als Babyhaut. Wie weich sie sich anfühlt, wie gut sie duftet!

Doch was darf eigentlich an die empfindliche Haut eines Neugeborenen oder Kleinkindes – außer deine zarten Berührungen?

Hier findest du die spannendsten Empfehlungen zur Babypflege nach dem aktuellen medizinischen Forschungsstand:

1. Die Wasserhärte überprüfen, um Ekzemen vorzubeugen

Die Qualität des Leitungswasser hat tatsächlich einen Einfluss darauf, wie gesund die empfindliche Babyhaut ist. Forscher vom King’s College in London fanden heraus, dass sehr kalkhaltiges Wasser das Risiko um rund 87 Prozent erhöht, dass ein rund drei Monate altes Baby ein Ekzem bekommt.

Dein Kind hat bereits Hautprobleme? Dann lohnt es sich, hier ein Blick auf die durchschnittlichen Wasserhärten in deutschen Städten und Regionen zu werfen. Ist das Wasser an deinem Wohnort sehr hart, kann es Sinn machen, einen Wasserfilter oder Trinkwasser-Entkalker zu kaufen und nur das gefilterte Wasser zum Baden und Waschen deines Schatzes zu nehmen.

2. Speckfalten täglich checken, um wunde Stellen zu vermeiden

Ob am Hals, in der Ellenbeuge oder am Übergang vom Oberschenkel zum Rumpf: Speckfalten sind einer der Hauptgründe für wunde Stellen, da sich in ihnen gerne Allerlei sammelt. Deshalb solltet du sie gut und gerne ein Mal am Tag reinigen.

So geht’s: Eingetrocknete Milch oder Fusseln kannst du mit einem Tuch und einem Tropfen Babyöl entfernen, wenn du die Falten sanft mit den Fingern auseinander ziehst. Am Hals ist das schon schwieriger. Tipp: Rolle ein kleines Handtuch zusammen und lege dieses vorsichtig unter die Schultern deines Babys. Dadurch überstreckt sich der Hals deines Kindes leicht – die Betonung liegt auf „leicht“ – und du kommst besser an die Falten.

3. Eine milde Pflege wählen, weil Babyhaut fünf Mal dünner ist als Erwachsenenhaut

Gerade kein Baby-Shampoo zur Hand? Dann lieber nicht zum Eigenen greifen. Kinderpflegeprodukte unterscheiden sich durchaus von denen von Erwachsenen – schließlich haben sie es mit viel empfindlicherer Haut zu tun. Sie enthalten zum Beispiel mildere Waschsubstanzen und verzichten auf potenzielle Hautreizer wie Parfum und Konservierungsstoffe. Sie enthalten auch wesentlich weniger Inhaltsstoffe als vergleichbare Erwachsenen-Produkte, um Hautreaktionen zu vermeiden. P.S. Umgekehrt kannst du natürlich Kinderprodukte verwenden, wenn du deren Duft etc. liebst.

Auch bei der Anzahl der Kinder-Produkte gilt: Weniger ist mehr. Für die Pflege von Babys und Kleinkinder reichen drei, vier Produkte völlig aus. Von Bella Baby Happy gibt es zum Beispiel ein Shampoo, eine Kombi aus Waschlotion & Shampoo, eine Pflegecreme für den gesamten Körper und ein Baby-Öl. Alle Inhaltsstoffe sind möglichst natürlich, reizarm und trocknen die Haut nicht aus, auch wenn dein Schatz ein Wasserfrosch ist.

Das „Baby-Shampoo“ und das „Baby Waschgel für Körper und Haare“ reinigen, ohne die Haut auszutrocknen. Sie sind auch besonders mild, so dass es bestimmt keine Tränen gibt, wenn mal etwas ins Auge geht. Von Bella Baby Happy, ab ca. 1,99 Euro. Foto: Echte Mamas

4. Reine Pflanzenöle erst nach den ersten Wochen großflächig einsetzen

Diesen Tipp geben Forscher der University of Manchester, die eine Studie mit 115 Neugeborenen durchführten. Dabei rieben sie die Hälfte der Babys zwei Mal täglich mit ein paar Tropfen Oliven- oder Sonnenblumenöl ein – die andere Hälfte nicht. Die Untersuchung lief über einen Zeitraum von vier Wochen.

Das Ergebnis: Das Öl hemmte die Entwicklung von Fettlamellen in der Hornschicht – und verzögerte damit die Entwicklung der natürlichen Hautschutzbarriere. Zwar sorgte das Öl dafür, dass sich die Feuchtigkeit besser in der Haut hielt, aber dieser Vorteil konnte oben genannten Nachteil nicht wettmachen. Achtung: Dieser Tipp ist nur in den ersten Lebenswochen relevant. Ist der Säureschutzmantel der Haut ausgebildet, tun ein paar Tropfen Öl durchaus gut.

5. Kleine Pickel am besten unbehandelt belassen

Es ist nur natürlich, dass du jedes kleine Pickelchen bzw. jede kleine raue Stelle deines kleinen Babys am liebsten sofort wieder gesund pflegen möchtest. Doch halt, greife nicht instinktiv nach Salben & Co.! Kleine Rötungen am Anfang sind normal, schließlich muss sich die Haut nach Monaten im Fruchtwasser erst an die luftige Umgebung gewöhnen.

Und die Hautunreinheiten? Diese kommen oft daher, dass das Baby noch Hormone verarbeitet, die es von der Mutter mitbekommen hat. Bis zum dritten Monat ist dieser Prozess meist abgeschlossen und die Haut von selbst wieder glatt.

Wenn dein Baby größere und länger dauernde Hautreizungen hat oder dir etwas nicht geheuer vorkommt, dann ganz schnell ab zum Kinderarzt.

Damit sich dein Schatz bald wieder wohl fühlt in seiner Haut. 

Echte Mamas

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