5 Stillpositionen, in denen deine Milch am besten fließt

Auch wenn es die natürlichste Sache der Welt ist, kann das Stillen am Anfang eine echte Herausforderung sein. Denn längst nicht bei jeder Mama fängt die Milch einfach an zu fließen – trotz Hilfsmittel wie warme Umschläge, Stillhütchen oder Milchpumpe. Doch es gibt noch eine Geheimwaffe, die oft unterschätzt wird: Die richtige Stillposition!

Die beste Starthilfe für das Stillen ist dabei die Entspannung. Bist du gestresst und verkrampft, hemmt das die Ausschüttung des Hormons Oxytocin, welches unter anderem eine Rolle beim Milchausstoß spielt. Je entspannter die Stillposition für dich und dein Baby ist, desto besser sind die Voraussetzungen, dass es mit dem Stillen klappt.

Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Laut einer Studie von Philips Avent konnten mehr Mütter mehr Milch abpumpen, nachdem sie eine Entspannungsübung gemacht hatten. An der Studie nahmen 48 stillende Mamas teil.

Klar ist da manchmal leichter gesagt als getan, wenn du müde bist, dein Baby vor Hunger schreit und dir all die Stilltipps im Kopf herumschwirren, die du von Säuglingsschwestern, Hebammen, Ärzten und Familienmitgliedern bekommen hast.

1. Auf die Vorbereitung kommt es an!

Lass alles los – und konzentriere dich auf den Moment. Schaffe dir eine ruhige, reizarme Atmosphäre und mache es dir auf dem Sofa, in einem Sessel oder im Bett gemütlich. Baue dir mit Stillkissen, Sofakissen und Kopfkissen bequeme Stützen für Rücken, Kopf und Arm, so dass du für die Haltung keine extra Muskelkraft brauchst.

Nun atme tief durch und finde deine innere Ruhe. Nimm dein Baby auf den Arm, das im Idealfall noch nicht so hungrig ist, dass es deswegen weint. Halte es ganz nah bei dir, aber so, dass du dennoch zurückgelehnt und entspannt bleibst. Dein Baby hat es bequem, wenn sein Kopf ein wenig gestreckt ist und mit Schultern und Hüfte eine Linie bildet. Deine Brustwarze liegt nun genau vor seinem Mündchen? Super, dann bist du startklar! Denn es gilt:

Bringe das Baby zur Brust, und nicht die Brust zum Kind!

Wenn du dies beachtest, sind bereits die besten Voraussetzungen erfüllt, um deine Milch schnell zum Fließen zu bringen. Wenn du noch ein wenig Extrahilfe brauchst, kannst du mit warmen Umschlägen oder dem Anpumpen mit einer elektrischen Milchpumpe Milchfluss anregen. Letztere ist vor allem für Mütter geeignet, die schon etwas Routine im Stillen haben und die ihre Milchproduktion und die Reaktion ihres Babys gut einschätzen können.

Bei modernen elektrischen Milchpumpen kann man auch zurückgelehnt abpumpen, statt sich vorbeugen zu müssen. Einige Modelle wie die „Ultra Comfort“-Milchpumpe von Philip Avent stimulieren auch die Milchdrüsen zu Beginn mit kurzen Saugfrequenzen und massieren die Brust. Foto: PR

Hier die entspanntesten Stillpositionen:

Stillpositionen – Nr. 1: Der Wiegegriff

Foto: Bigstock

Er ist der Klassiker unter den Stillpositionen. Dafür setzt du dich bequem und mit Kissen ausgepolstert auf Sofa oder Sessel und nimmst den Kopf deines Babys in die Ellenbogenbeuge. Stütze deine Brust bei Bedarf mit einer gerollten Mullwindel oder einem Handtuch, so dass die Brustwarze genau auf Mundhöhe deines Babys ist, ohne dass dein Baby oder du euch verbiegen müsst. Damit dein haltender Arm nicht müde wird, stützte auch ihn unbedingt mit einem Kissen, so dass er ohne Kraftaufwand auf der richtigen Höhe ist.

Der Rücken deines Schatzes wird in dieser Position von der Hand des „Haltearms“ gestützt, die andere Hand ist frei, um die Brustwarze „anzureichen“. Kopf, Bauch und Hüfte deines Babys sind dir zugewandt und liegen parallel zu deinem Oberkörper.

Stillpositionen – Nr. 2: Der überkreuzte Wiegegriff

Foto: Bigstock

Wenn dein Neugeborenes Schwierigkeiten hat, die Brustwarze richtig zu packen, kannst du ihm in dieser Stillposition etwas helfen.

Dein Baby liegt mit Gesicht, Bauch und Hüfte deinem Oberkörper zugewandt auf einem (Still-)Kissen. Sein Hinterkopf wird nun von deiner offenen Hand gestützt, die Füßchen zeigen Richtung Ellenbogen.

Lenke das Köpfchen mit deiner Hand sanft in Richtung Brustwarze, jedoch ohne es zu drehen oder zu überstrecken. Achte auch darauf, dass die kleinen Nasenlöcher frei bleiben und nicht gegen die Brust gepresst werden. Stütze mit der anderen, freien Hand gegebenenfalls deine Brust von unten, bis dein Baby richtig „angedockt“ ist.

Stillpositionen – Nr. 3: Der Achselgriff

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Dieser Griff ist optimal, wenn du besonders große Brüste hast. Doch auch für Mamas mit allen anderen Körbchengrößen ist sie eine angenehme Abwechslung, da in dieser Position die Milchkanäle an den Außenseiten besonders gut geleert werden.

Lege dir im Sitzen ein Stillkissen seitlich um die Taille. Dein Baby liegt darauf wieder mit dem Körper zu dir gewandt, allerdings sind seine Füßchen in dieser Stillposition unter deiner Achsel. Und zwar unter der rechten Achsel, wenn du ihm die rechte Brust gibst, und unter der linken, wenn die linke Seite dran ist.

Der Rücken deines Babys ruht auf deinem Unterarm, welcher wiederum vom Stillkissen gestützt wird. Das Köpfchen kannst du mit der Hand des haltenden Arms stützen. Die andere Hand bleibt frei.

Stillpositionen – Nr. 4: Liegend

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In dieser Position musst du so gut wie Nichts machen. Stütze dich mit ausreichend Kissen bequem in der Seitenlage ab, am besten so, dass der untere Arm nicht einschlafen kann.

Deine untere Brust ruht auf der Matratze. Lege dein Kind davor ab, so dass es gerade und dir zugewandt auf der Seite liegt und sein Mund genau vor deiner Brustwarze liegt. Stütze seinen Rücken oder das Köpfchen sanft mit deinem freien Arm. Sehr wahrscheinlich wird dein Schatz so ganz allein „andocken“ und die Milch wird leicht fließen, denn alles was du tun musst, ist entspannt zu liegen.

In der Nacht kannst du so mit geringstem Aufwand stillen. Dein Baby und du finden dann auch einfacher wieder in den Schlaf zurück.

Doch nicht nur nachts ist diese Stillposition perfekt, sondern auch, um deinem Baby beim Stillen die Regie zu überlassen. Wenn es anfangs in den anderen Stillpositionen einfach nicht richtig klappen will, kann das oftmals die Rettung sein. Schließlich weiß dein Kind instinktiv, was zu tun ist.

Stillpositionen – Nr. 5: Rückenlage

Foto: Bigstock

Auch diese Position eignet sich für den Anfang prima. Dein Baby kann sehr selbständig andocken und du hast es extra bequem.

Lege dich vom Kopfkissen gestützt in die Rückenlage. Dein Baby nimmst du auf deinen Bauch oder leicht seitlich in die Mulde zwischen Oberkörper und Oberarm – so, dass es deine Brustwarze einfach erreichen kann, ohne sein Köpfchen heben oder verdrehen zu müssen. Lass es am besten ganz allein „andocken“ und bleibe einfach entspannt liegen, während dein Schatz trinkt.

Mit diesem Wissen werden du und dein Baby sicher bald ein eingespieltes Stillteam sein. Wenn ihr eure liebsten Stillpositionen gefunden habt, ist es übrigens ratsam, diese immer im Wechsel durchzuführen. So werden nämlich die Milchgänge auf allen Seiten gleichmäßig beansprucht und geleert, was die Gefahr eines Milchstaus reduziert.

Eine Verwirrung bei deinem Baby musst du deshalb nicht befürchten. Es ist ja immer an deiner Brust, der „Saugapparat“ in Form deiner Brustwarze bleibt derselbe. Die wechselnden Positionen können sogar vorteilhaft für seine geistige und motorische Entwicklung sein. Außerdem bleibst auch du entspannter, wenn du nicht immer in der gleichen Stellung verharren musst. Du siehst, ein wenig Abwechslung schadet also nicht – ganz im Gegenteil!

Die „Ultra Comfort“-Milchpumpe von Philips Avent gibt es jetzt mit 20 Prozent Rabatt. Foto: PR

Apropos Abwechslung: Auch eine elektrische Milchpumpe kann dich gut beim Stillen unterstützen. Du suchst gerade eine?

Dann ist dieses Angebot perfekt für dich:

Philips Avent gibt jetzt 20 Prozent auf sein Stillsortiment (ausgenommen Schnuller, Baby-Thermometer, Babyphones und Stillsets). Um zum Beispiel die „Ultra Comfort“-Milchpumpe von Philips Avent (siehe Foto) günstiger zu bekommen, musst du nur den Rabattcode Whateverworksforyou eingeben. Mit im Set: eine „Naturnah“-Flasche, deren Mundstück den Brustwarzen nachempfunden ist. Die Aktion läuft bis zum 23. August 2018. Viel Spaß beim Auswählen!

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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