Du bist schwanger? Dann kommen hier fünf ehrliche Dinge, die viele erst später verstehen – und die dich vielleicht vorbereiten.

Inhalt dieses Artikels

    Vielleicht hast du schon lange darauf gewartet oder hältst plötzlich völlig überrascht den positiven Test in der Hand. Du liest, vergleichst, hörst dir Geschichten an, scrollst durch Social Media – und trotzdem, wenn es so weit ist, gibt es diese Momente, in denen man denkt: Warum hat mir das eigentlich niemand vorher gesagt?

    Hier sind fünf Dinge, die viele Mamas erst während oder nach der Schwangerschaft wirklich verstehen:

    So viel Zeit braucht dein Körper nach der Schwangerschaft

    In der Schwangerschaft passiert so viel gleichzeitig im Körper. Hormone stellen sich um, Organe verschieben sich, alles arbeitet auf dieses eine große Ziel hin. Und nach der Geburt? Da geht es nicht einfach „zurück“. Auch dein Babybauch ist nach der Geburt noch deutlich zu sehen, auch wenn dein Baby schon in deinen Armen liegt.

    Viele hören den Satz „9 Monate kommt er, 9 Monate geht er“ – und da steckt viel Wahrheit drin. Der Körper braucht Zeit, um sich zu regenerieren, Muskeln und Gewebe müssen sich zurückbilden. Also, habe etwas Geduld mit dir.

    Du musst nicht wirklich „für zwei essen”

    Der Satz hält sich hartnäckig – dabei stimmt er so nicht. Dein Körper braucht zwar mehr Energie, aber deutlich weniger, als viele denken.

    Gerade im ersten Trimester steigt der Bedarf in der Schwangerschaft kaum, später sind es nur ein paar hundert Kalorien zusätzlich am Tag. Viel wichtiger als die Menge ist die Qualität: Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft versorgt dein Baby mit allem, was es braucht – ganz ohne doppeltes Essen.

     

    Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit.
    Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit. Foto: Pexels

    Hormone beeinflussen Risiko von Früh- und Fehlgeburten

    In der Schwangerschaft übernimmt der Körper die komplette Steuerung – vor allem über Hormone. Eines davon ist Progesteron, das eine wichtige Rolle dabei spielt, die Schwangerschaft zu unterstützen und zu stabilisieren.

    Gerade in den ersten Wochen kann es Situationen geben, in denen Ärzt:innen Progesteron gezielt einsetzen, zum Beispiel, um die Einnistung des Embryos zu unterstützen, eine Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz) auszugleichen und das Risiko von Fehl- oder Frühgeburten zu senken

    Viele Frauen hören davon zum ersten Mal, wenn sie bereits schwanger sind. Dabei kann es hilfreich sein, schon vorher zu wissen, welche Rolle solche Hormone spielen und dass es medizinische Unterstützungsmöglichkeiten gibt, wenn der Körper sie braucht. Erkundige dich am besten bei deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt danach.

    Gut zu Wissen

    Das Hormon „Progesteron“ wird auch als „Schwangerschaftshormon“ bezeichnet. Sein Name leitet sich aus dem Lateinischen pro (für etwas sein) und gestatio (tragen, trächtig sein) ab, denn die Bedeutung von Progesteron für die Fruchtbarkeit und eine stabile Schwangerschaft ist essenziell. So sorgt das Hormon für eine Lockerung und verbesserte Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut und ermöglicht damit die Einnistung des Embryos.

    Nicht jede Schwangerschaft fühlt sich automatisch „magisch“ an

    Manche Frauen genießen jede Minute – andere kämpfen mit Schwangerschaftsübelkeit, Erschöpfung oder emotionalen Tiefs. Beides ist normal.

    Es ist völlig okay, wenn du deine Schwangerschaft nicht durchgehend liebst. Gefühle dürfen ambivalent sein. Wichtig ist nur, dass du dich ernst nimmst und dir Unterstützung holst, wenn du sie brauchst.

    Niemand kann dich darauf vorbereiten, wie es ist, Mama zu sein

    Die ganze Schwangerschaft über stellst du dir vor, wie es sein wird, dein Baby das erste Mal im Arm zu halten – und niemand wird dich auf dieses Gefühl vorbereiten können. Für manche ist es die große Liebe auf den ersten Blick, bei anderen Mamas wächst sie langsam von Tag zu Tag.

    Die einzigartige Beziehung zu deinem Kind wird dein ganzes Leben auf den Kopf stellen und dafür gibt es keine Bedienungsanleitung. Und das ist okay, manche Dinge versteht man erst, wenn man mittendrin ist.

    Was hättest du gern vor deiner Schwangerschaft gewusst? 

    6 Kommentare

  1. User Avatar
    Lauraa

    Wow, was für ein toller Artikel! Besonders den Abschlussatz finde ich super: NIEMAND kann dich darauf vorbereiten, wie es ist Mama zu sein! 

    • User Avatar
      Lena

      Ja, das bleibt eine Überraschung, die größte des Lebens wahrscheinlich  😍 

  2. User Avatar
    Hanna

    Ich hätte mich mehr auf mein Bauchgefühl verlassen sollen.Bei jeder neuen Information ganz gleich zu welchem Thema um schwangerschaft und Geburt, sowie von Diagnosen seitens der Ärzte Und hebammen, habe ich mich so verunsichern lassen, dass ich manchmal so eine Wut auf mich selbst und meinen Körper hatte.Im Nachhinein handle ich jetzt mehr nach meinem Bauchgefühl und hole mir nur im Notfall eine 2,3 Meinung ein.

    • User Avatar
      Lena

      Ah, hier hast du meine Frage beantwortet  🥰  Freut mich zu hören, dass du deine Schlüsse daraus gezogen hast und heute selbstbewusster als Mama bist. Gilt das auch für andere Lebensbereiche?