Seien wir mal ehrlich: Der Alltag mit zwei Kindern, Job und allem, was dazu gehört, ist einfach mega anstrengend. Als eine Freundin mir dann von ihrer Mutter-Kind-Kur erzählte, die sehr erholsam war, blieb der Gedanke direkt in meinem Kopf. Denn die Aussicht auf eine 3-wöchige Auszeit, um endlich mal wieder durchzuatmen, klang sehr verlockend für mich.
Aber wie das leider viel zu oft so ist, habe ich das Thema immer wieder vor mir hergeschoben.
Ich habe immer mal wieder zwischendurch im Internet geschaut, doch was ich gefunden habe, hat mich nicht wirklich motiviert. Ganz im Gegenteil. Der Gang zum Arzt, Formulare für den Antrag, der Austausch mit der Krankenkasse, die Suche nach einer (oft monatelang im Voraus ausgebuchten) Klinik, all das klang nach ganz schön viel Aufwand. Und meine Energiereserven kratzen sowieso schon an ihren Grenzen.
Auch die Erfahrungsberichte anderer Mamas waren relativ gemischt, einige waren begeistert, andere hatten die Kur nach wenigen Tagen abgebrochen. Dazu las ich immer wieder von Wartezeiten von einem bis zu zwei Jahren, überfüllten Kliniken (besonders in den Ferien) und abgelehnten Anträgen.
Als ich mich schließlich durchgerungen hatte, zu meiner Ärztin zu gehen, kannte sie sich leider so gar nicht mit dem Thema aus.
Außerdem stellte ich mir die Frage: Kann ich mich wirklich erholen, wenn ich 3 Wochen mit meinen Kindern unterwegs bin? So richtig vorstellen konnte ich mir das ehrlich gesagt nicht.
Das alles zusammen hat mich tatsächlich etwas abgeschreckt.
Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los. Und durch eure Fragen aus der Echte Mamas Community habe ich gemerkt, dass viele Mütter die gleichen oder zumindest ähnliche Themen beschäftigen.
Deshalb habe ich schließlich einen Termin bei einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerks hier in Hamburg gemacht – und alle Fragen rund um den Antrag und Co. mitgenommen. Dabei stellte sich heraus: So kompliziert ist es gar nicht, und die allermeisten Anträge werden auch direkt genehmigt. (Übrigens: Den Artikel findet ihr hier: Mutter-Kind-Kur: So klappt es mit deinem Antrag!)
Das Gespräch hat mich ermutigt, meinen eigenen Antrag auch endlich in Angriff zu nehmen.
Und was soll ich sagen? Es war einfach die beste Entscheidung.
Es gab ein Muster-Formular für den Antrag, das wir gemeinsam telefonisch durchgesprochen haben. Damit bin ich dann zu meiner Ärztin gegangen. Im Anschluss habe ich einfach alle notwendigen Formulare an die Beratungsstelle geschickt – und dort wurde sich um alles weitere gekümmert: Der Antrag an die Kasse geschickt, ein freier Klinikplatz gesucht usw.
Tatsächlich hatte ich nur knapp zwei Wochen nach Antragstellung schon die Bewilligung meiner Krankenkasse, und für die Märzferien war ein Platz in einer Klink für mich reserviert. Das Ganze war Ende August, also konnte es rund sechs Monate später schon losgehen!
Meine Vorfreude war riesig – doch sie bekam Dämpfer.
Einige Wochen vor dem Start der Mutter-Kind-Kur kam ein Brief von der Klinik. Mit einem Berg an Informationen, jeder Menge Formulare und dem Hinweis, sie innerhalb von fünf Tagen ausgefüllt zurückzuschicken, sonst würde der Anspruch auf den Platz verfallen.
Ganz ehrlich, diese Frist löste in meinem Kopf sofort Stress aus. Ich verstehe natürlich, dass die Klinik rechtzeitig Bescheid wissen muss, ob wirklich alle anreisen. Trotzdem:
Wenn eine Mutter eine Kur beantragt, gehören Stress und Mental Load häufig zu den Hauptgründen. Ob es da die beste Idee ist, einen Berg an Formularen zu schicken und eine relativ knappe „Deadline“ zu setzen. Vermutlich eher weniger.
Dazu gab es eine Packliste, bei der mir auffiel, dass ich doch noch einiges besorgen musste – wieder ein toDo mehr auf meinem Zettel.
Außerdem bekam ich jede Menge Infos zur Klinik und den Abläufen.
Und ja, ich gebe zu, einige Dinge schmälerten meine Vorfreude doch ein bisschen:
- Die Ankündigung eines „verbindlichen“ Therapieplans – dabei habe ich mir am meisten nur eines gewünscht: Zeit für mich und endlich mal Ruhe.
- Abends „kaltes“ Essen, also Brot und Co. – für meine Kinder (und mich) definitiv eine Umstellung („Mama, Brot ist langweilig!“)
- Kinder dürfen sich am Buffett nichts selbst nehmen – ich sah mich also schon 78x hin- und herlaufen und hungrig schlafen gehen.
- Kein Fernseher – dabei hatte ich mich in meiner Vorstellung schon abends zum Abschalten entspannt vor dem TV gesehen.
- Ein Gemeinschaftskühlschrank – da kommt der Monk in mir durch. Ich möchte nicht mit „fremden“ Menschen einen Kühlschrank teilen. Und einen Mini-Kühlschrank mitzunehmen, schied auch direkt aus, denn elektrische Geräte waren in den Zimmern nicht erlaubt.
- Kein zuverlässiges WLAN – man solle ggf. ein LAN-Kabel mitbringen. Willkommen in den 90ern!
- Ein Parkplatz für 85 € – beim Supermarkt um die Ecke.
- Wenn man die Kur vorzeitig beenden/abbrechen möchte, muss man die Kosten für die restliche Zeit selbst tragen – ganz ehrlich, dieser Punkt hat mich mit am meisten irritiert. Denn was mache ich, wenn es mir oder den Kindern einfach nicht gefällt?
Auf den ersten Blick war das doch einiges, was mich irritiert hat. Aber ich kann an dieser Stelle schon mal sagen: Die meisten Befürchtungen waren einfach völlig unbegründet.
Mein Learning an dieser Stelle: Abwarten, anschauen und nicht direkt abschrecken lassen. Oft ist alles gar nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick scheint.
Der Anreisetag zur Kur war dann erst einmal chaotisch.
Wir sollten mittags da sein, als die Zimmer noch nicht bereit waren. Also erst einmal alles ausladen und in der Halle lagern. Das Auto wegfahren – der Parkplatz war nebenbei gesagt nur 5 Minuten zu Fuß entfernt und völlig okay!
Dann ging es direkt zum ersten Arzttermin mit den Kindern, danach hieß es für die zwei direkt: Ab in die Betreuung. An dieser Stelle war ich froh, dass sie beide schon älter und zu zweit sind, für jüngere Kinder stelle ich mir das tatsächlich schwierig vor.
Für mich ging es weiter mit einer Hausführung – bei der mir mit als erstes ein Magen-Darm-Set Für den Notfall in die Hand gedrückt wurde. Na herrlich, da steigt die Vorfreude direkt! Lieferte aber auch die Erklärung, warum Kinder sich nichts (mehr) selbst vom Buffett nehmen dürfen.
Nach dem nächsten Arztgespräch habe ich schnell die Kinder wieder abgeholt, alles hochgeschleppt, ausgepackt, und dann mussten wir uns dringend um etwas zu essen kümmern. Abends waren wir alle erledigt und ja, ich war auch gestresst. Aber der Ausblick aus dem Fenster hat das direkt wieder wettgemacht.
Und den Fernseher habe ich wirklich kein einziges Mal vermisst.
Denn die Klinik lag direkt am Strand, und wir konnten die Wellen rauschen hören.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich enzspannt das fast schon automatisch. Dazu gab es einen eigenen Zugang zum Strand, den wir oft genutzt haben, um abends noch mal frische Luft zu schnappen und den Sternenhimmel zu beobachten.
Auch meine Befürchtungen zum Therapieplan lösten sich schnell in Luft auf.
Die Ärztin machte mir einige Vorschläge, zum Beispiel Walken, AquaFit, Massage, Stressbewältigung, Yoga, Qi Gong und einiges mehr.
Allerdings fragte sie mich direkt, was ich mir wünschen würde. Ich habe ehrlich gesagt, Ruhe und Zeit für mich, und das wurde bei meinem Plan dann auch berücksichtigt.
Dafür war ich super dankbar!
Und keine Sorge: Man konnte auch jederzeit sagen, wenn man einen Kurs oder eine Anwendung nicht machen wollte. Das Wohlbefinden von uns Mamas stand (zumindest in dieser Klinik) sehr weit oben auf der Prio-Liste.
Dazu gab es viele zusätzliche, kostenlose und freiwillige Angebote.
Der Eintritt zum Schwimmbad im Ort war inklusive, es gab eine Saune, einen Fitnessraum, einen Bewegungsraum und einiges mehr. Außerdem wurden Bastel- oder Fotokurse angeboten, Ausflugsmöglichkeiten ausgehängt usw. Also alles, wozu man oft im normalen Mama-Alltag nicht kommt.
Meine Kinder waren als Begleitkinder angemeldet und hatten daher kein festes Programm.
Dafür gingen sie tagsüber in die Betreuung. Um 9 ging es los, in der ersten Woche bis 14 Uhr, ab der zweiten Woche bis 15 Uhr. Zwischendurch gab es Mutter-Kind-Aktionen, die etwas früher starteten. Am ersten Wochenende gab es ebenfalls Betreuung, die anderen beiden Wochenenden waren „frei“, um gemeinsame Zeit zu verbringen.
Uns hat für einen Tag immer der Papa besucht, das war der Vorteil daran, dass die Klinik nicht weit weg war.
Mein Tipp
Falls eure Kinder sehr anfällig für Heimweh sind, solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr Besuch bekommen möchtet. Denn bei einigen Familien flossen sehr viele Tränen, als Papa wieder gefahren ist.
Die Betreuung an sich hat meinen Kids gut gefallen. Es wurde viel gebastelt, gespielt und draußen getobt. Der angeschlossene und eingezäunte Spielplatz hatte für jedes Alter passende Beschäftigungsmöglichkeiten parat.
Für alle Schulkinder gab es tägliche Hausaufgaben-Betreuung.
Meine Kinder hatten Glück: Durch die Hamburger Märzferien verpassten sie nur 7 Tage in der Schule. Die Lehrer*innen haben uns Materialien mitgegeben, die sie während der Hausaufgabenbetreuung auch gut geschafft haben. Zum Glück! Denn ehrlich gesagt klappt das gemeinsame Lernen mit Mama zumindest bei meinem Sohn nicht wirklich optimal.
Andere Schulkinder, die keine Ferien hatten, saßen oft auch nachmittags noch an ihren Aufgaben. Wirklich sehr schade für die Kids, aber ich wüsste auch nicht, wie man es anders lösen könnte.
Ab nachmittags waren wir dann meistens draußen unterwegs.
Und diese Zeit mit den Kindern habe ich wirklich sehr genossen. Endlich mal kein Gehetze zwischen Schule, Hausaufgaben und Hobbys. Sondern einfach freie Zeit für uns zusammen. Und mit den anderen Mamas und Kindern.
Wir waren jeden Tag am Strand unterwegs, haben Muscheln und Steine gesucht, gekeschert, oder die beiden haben auf dem riesigen Spielplatz direkt auf dem Gelände getobt.

Aus meinen entspannten Abenden allein wurde übrigens eher nichts. Denn die Kids waren deutlich später im Bett als zuhause. Aber das war die meiste Zeit okay!
Denn tagsüber hatte ich wirklich viel Zeit für mich allein.
Ich habe mich einfach mit einem Buch ans Meer gesetzt, bin am Strand spazieren gegangen, zum Hafen gelaufen…herrlich. Keine Termine im Kopf (außer der Anwendungen), nichts zu organisieren, (fast) niemand, der etwas möchte – und endlich Zeit, etwas für mich zu tun und über einige Dinge nachzudenken.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel Zeit und Ruhe hatte – und ich habe es sehr genossen.
Dazu gab es ein Aktivitätstagebuch, damit man sich bewusst damit auseinandersetzt, etwas für sich zu tun, und das auch sichtbar macht. Eine wirklich gute Sache!
Also ja, ich konnte mich definitiv auch erholen!

Auch ein sehr wichtiger Punkt: Wir hatten wirklich Glück mit unserer Gruppe!
Alle Mamas waren sehr nett, und ich habe viele tolle Gespräche geführt. Die Kinder haben schnell Anschluss und neue Freund*innen gefunden. Und abends saßen einige Mamas und Kinder oft noch im Gemeinschaftsraum und haben gespielt oder gequatscht.
Ich glaube, das ist wirklich ein wichtiger Punkt, den man leider selbst nicht beeinflussen kann. Aber ich bin mir sicher, dass man sich zumindest auch arrangieren könnte, falls es mit der ein oder anderen Mama so gar nicht passen sollte.
Kleiner Wermutstropfen: das Essen.
Ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste, den ihr aus eurem Kopf streichen könnt: euch um das Essen zu kümmern. Denn das ist bei einer Mutter-Kind-Kur „inklusive“. Allerdings war es bei uns tatsächlich noch ausbaufähig. Aber meine Kinder sind auch eher kritisch bei dem Thema.
Das Frühstück war grundsätzlich okay: Brötchen, Obstsalat und Porridge, sonntags ein Ei, dazu eine kleine Auswahl an Wurst und Käse. Allerdings leider sehr oft das Gleiche und mit Truthahn. Leberkäse, Champignonwurst und Co. waren auch nicht unbedingt „kinderfreundlich“. Abends sah es ähnlich aus, mit Brot statt Brötchen und einem frischen Salat dazu. Die meisten Mamas haben den Supermarkt in der Nähe genutzt und selbst noch etwas mitgebracht.
Allerdings: Nach einigen Tagen gab es einen Feedback-Bogen, in den man seine Wünsche eintragen konnte. Und wenig später fand man Lieblingskäse und Co. (wenn möglich) am Buffett. Also: Nachfragen lohnt sich!
Mittags haben Mamas und Kinder übrigens getrennt gegessen, da gab es etwas Warmes, das sehr an Kantinenessen erinnert hat. Aber grundsätzlich okay!
Ist eine Mutter-Kind-Kur wirklich so günstig? Jein.
Ein Punkt, der glaube ich für viele Mamas wichtig ist: die Kosten. Für die Kur an sich zahlt man normalerweise einen Zuschuss von 220 €. Für drei Wochen vollkommen okay, finde ich! Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Es kann relativ schnell mehr zusammenkommen, als man vorher denkt.
Beim Blick auf die Packliste habe ich zum Beispiel festgestellt, dass ich noch einiges besorgen muss. Außerdem kamen in meinem Fall 85 € für den Parkplatz dazu.
Außerdem 3 € pro Waschmaschinen-Ladung und 3 € pro Trockner. Wenn es euch mit dem Essen ähnlich geht, solltet ihr für Einkäufe ein zusätzliches Budget einplanen.
Natürlich haben die Kinder nachmittags auch Hunger, also haben wir noch einiges in Brötchen, Kuchen, Eis und Pommes investiert. Und auch die Ausflüge gingen mit der Zeit ganz schön ins Geld. Dazu muss ich sagen, an der Ostsee gab es natürlich auch viele Möglichkeiten.
Mein Tipp
Wenn die 220 € zu viel für euch sind, gibt es auch die Möglichkeit, einen Zuschuss zu bekommen, oder sogar eine komplette Kostenübernahme. Am besten direkt bei der Beratungsstelle nachfragen!
Und auch die Fahrtkosten könnt ihr euch grundsätzlich anteilig erstatten lassen – egal ob ihr mit Bus, Bahn oder Auto anreist.
Insgesamt hatten wir bei der Mutter-Kind-Kur eine wirklich schöne Zeit.
Natürlich ändern die drei Wochen nicht alles. Aber das sollen sie auch gar nicht! Es geht darum, kleine Ideen und Anstöße für sich zu finden, was man ändern möchte und kann – und was man eben vielleicht nicht mehr möchte. Mein Alltag ist auch nach der Kur noch stressig. Trotzdem habe ich einiges aus den 3 Wochen für mich mitgenommen. Zum Beispiel gehe ich jetzt regelmäßig Walken, am liebsten noch vor der Arbeit. Ich habe ehrlicherweise ewig keinen Sport gemacht, merke aber, wie gut mir das tut. Und es hilft mir, den Kopf freizubekommen.
Außerdem habe ich gelernt, mir auch im Alltag meine kleinen Pausen zu nehmen. Selbst wenn es nur der Kaffee zwischendurch ist oder der kurze Spaziergang um den Block in der Mittagspause. Ohne ständig den Gedanken im Kopf, was ich stattdessen in der Zeit erledigen müsste/könnte.
Aber das Schönste: Ich habe zwei tolle Mama-Freundinnen „mitgebracht“.
Eine davon wohnt sogar nicht weit weg, und die zweite ist auch häufiger mal in Hamburg. Wir haben uns schon einige Male getroffen, und es passt einfach super.
Auch die Gespräche und der Austausch mit den anderen Müttern haben wirklich gut getan. Es ist einfach immer wieder schön zu hören, dass man nicht allein ist, und andere mit den gleichen Themen kämpfen.
Mein Fazit: Ich würde es jederzeit wieder machen!
Wenn ich das alles vor zwei Jahren gewusst hätte, hätte ich mich viel früher um die Kur gekümmert. Und ich würde es jederzeit wieder machen! Leider wird das in meinem Fall eher schwierig, weil die meisten Kliniken Kinder nur bis 12 Jahre aufnehmen. Meine Tochter ist gerade 11 geworden, und eine Mutter-Kind-Kur grundsätzlich nur alle vier Jahre vorgesehen. Einige Mamas haben mir erzählt, dass sie schon nach zwei Jahren die nächste Kur bewilligt bekommen haben. Dafür gibt es aber spezielle Voraussetzungen.
Zum Schluss habe ich noch ein paar Dinge gesammelt, die mir im Vorfeld geholfen hätten:
Tipps für alle Mamas, die eine Mutter-Kind-Kur machen möchten:
Lasst euch unbedingt vorher beraten!
Macht einen Termin bei einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerks (Link). Dort werden alle eure Fragen beantwortet, und ihr bekommt sehr viel Hilfe. Unter anderem alle notwendigen Formulare und ein Muster des Antrags, das ihr mit der Beraterin durchsprechen könnt. Dann seid ihr für das Gespräch mit eurem Arzt bzw. eurer Ärztin top vorbereitet.Lasst die Beratungsstelle den Antrag für euch stellen – das spart viel Zeit und Nerven.
Das hat bei mir super geklappt und ist wirklich die einfachste Lösung. Wenn der Antrag einmal ausgefüllt ist, müsst ihr euch erst einmal um nichts mehr kümmern. Und auch, wenn ihr vor der Kur noch Fragen habt, bekommt ihr jederzeit Unterstützung.Viel Papierkram vor der Anreise? Lasst euch nicht entmutigen!
Ich weiß, Papierkam kann unendlich nerven. Vor allem, wenn kann sowieso schon so viele Dinge im Kopf hat und erledigen muss. Trotzdem: einmal die Zähne zusammenbeißen und alles ausfüllen. Und wenn ihr mit der Zeit so gar nicht hinkommt, einfach kurz bei der Klinik anrufen.Skeptisch bei der Klinik? Seid offen – vieles ist gar nicht so dramatisch, wie es vielleicht klingt.
Ja, ich war auch bei einigen Punkten wirklich skeptisch. Aber im Nachhinein kann ich sagen: Es lohnt sich wirklich, sich erst einmal darauf einzulassen. Klar, vieles ist erst einmal neu und vielleicht ungewohnt. Aber das heißt ja nicht unbedingt, dass es schlecht sein muss. Und ganz ehrlich: Wenn es euch gar nicht gefällt, findet sich bestimmt auch eine Möglichkeit.Nicht begeistert vom Essen? Sucht euch einen Plan B!
Ja, die Begeisterung hielt sich bei uns auch etwas in Grenzen. Aber wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Das heißt nicht, dass man jeden Tag essen gehen muss. Uns hat es schon geholfen, im Supermarkt um die Ecke ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, die die Kinder mögen. Einfach mit zum Buffet nehmen, schon passt es auch für die Kids.Das Zimmer ist zu klein oder nicht komfortabel genug? Probiert es erst mal aus!
Ganz ehrlich, vor unserer Anreise war ich auch eher skeptisch. Auf der Website der Klinik sahen die Zimmer nach Jugendherberge aus – oder nach Kaserne. Ich war nicht sicher, ob wir uns dort wirklich drei Wochen wohlfühlen würde. Aber: Es war völlig okay! Es ist eine therapeutische Maßnahme und kein Urlaub im 4-Sterne-Hotel. Und ehrlich: Die meiste Zeit ist man eh nicht auf dem Zimmer, zumindest war das bei uns so.Der Therapieplan zu voll oder gefällt euch nicht? Sprecht es offen an!
Natürlich wird es immer etwas geben, dass ihr euch anders vorgestellt habt oder gewünscht hättet. Einige Mütter hatten wirklich volle Pläne und wollten eigentlich nur Zeit für sich. Aber sie haben es direkt angesprochen, und die Pläne wurden angepasst. Denn bei der Kur steht im Vordergrund, dass ihr auch wohlfühlt und erholen könnt. Aber nicht vergessen: Es ist und bleibt eine medizinische Maßnahme – und kein Urlaub.Kosten: Höher als man vielleicht denkt – aber auch hier gibt es Hilfe!
Damit eine Mutter-Kind-Kur nicht an den Kosten scheitert, gibt es verschiedene Hilfs- und Unterstützungsangebote. Fragt am besten bei der Beratungsstelle nach, die Mitarbeiterinnen kennen die Möglichkeiten am besten.Sind die Kinder bereit für die Betreuung?
Das ist ein wirklich wichtiger Punkt, denn die Kinder müssen relativ schnell allein in die Betreuung gehen. Für eine lange Eingewöhnung ist bei drei Wochen leider keine Zeit. Bei vielen der jüngeren Kinder gab es Tränen, als Mama gegangen ist, auch wenn die Erzieherinnen wirklich sehr liebevoll waren. Ihr solltet also relativ sicher sein, dass eure Kids bereit dafür sind.Ihr müsst für eine Kur keinen Urlaub nehmen!
Weil es viele vielleicht gar nicht unbedingt wissen: Für eine Kur müsst ihr grundsätzlich keinen Urlaub nehmen. Ihr habt einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass euer Arbeitgeber euch für die drei Wochen freistellt – und ganz normal euer Gehalt weiterzahlt.Nutzt unbedingt die Chance!
Mit der Erfahrung, die ich gemacht habe, kann ich nur jeder Mama raten: Nutzt die Chance auf eine Mutter-Kind-Kur! Sie kann zwar keine Wunder vollbringen, aber drei Wochen aus dem Alltag raus zu sein, hat mir zumindest wirklich gutgetan – und meinen Kindern auch. Und der Weg dahin ist wirklich einfacher, als man vielleicht denkt.
Und jetzt bin ich neugierig: Wer von euch war denn schon mal bei einer Mutter-Kind-Kur – und wie hat es euch gefallen? Schreibt es mir in die Kommentare, oder tauscht euch in unserem Forum aus.
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Was für ein toller, ausführlicher Bericht zu so einem wichtigen Thema. Danke für die wertvollen Tipps!
Liebe Akua, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar – das freut mich sehr ❤️