Kinder

„Mama, unter meinem Bett wohnt ein Monster!“ 10 Sätze, die deinem Schatz die Angst vor der Dunkelheit nehmen

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Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass meine Tochter mal Angst vor der Dunkelheit haben könnte. Lange spazierte sie – ohne zu zögern – in jedes dunkle Zimmer hinein, um von dort etwas zu holen und schlief ohne jegliche Lichtquelle die ganze Nacht friedlich in ihrem Bett, auch wenn sie sicher zwischendurch öfter mal kurz wach wurde.

Aber irgendwann war alles anders: Sie brauchte ganz lange zum Einschlafen. Sie rief abends häufiger nach uns. Sie kam nachts in unser Bett getapst, sobald sie wach wurde. Oftmals weinend. Und irgendwann hörte ich dann heraus, dass sie Angst im dunklen Zimmer hatte.

Ist ja irgendwie auch kein Wunder… So gaaaanz wohl fühle ich mich ja auch nicht, wenn ich beispielsweise alleine im Dunkeln unterwegs bin. Und kleine Kinder wissen eben noch nicht so ganz genau, dass es zu Hause in ihrem Zimmer schön sicher ist. Nach und nach erleben sie außerdem, dass es gefährliche Dinge auf der Welt gibt und hören noch dazu allerlei Geschichten von Hexen und Monstern. Im Dunkeln sieht das Zimmer zudem so ganz anders aus, freundlich grinsende Kuscheltiere fletschen plötzlich die Zähne, die Schatten des Baumes vor dem Fenster sehen wirklich gespenstisch aus… Was ist wahr, was ist reine Fantasie? Für Kinder ist das nicht immer einfach zu unterscheiden.

Und genau deswegen sollten wir die Angst unserer Kinder auch ernst nehmen, ihnen zuhören und für sie da sein.

Mit diesen zehn Sätzen zum Beispiel können wir einfühlsam versuchen, ihre Furcht zu lindern:

  1. Ich verspreche, dass ich auf dich aufpassen werde!

Wahrscheinlich der Satz, der uns Mamas sowieso automatisch über die Lippen kommt. Denn so viel wir auch jeden Tag zu tun haben – der Schutz unserer Kinder hat oberste Priorität für uns, ganz klar. Aber wir wissen nicht, ob das unseren Kindern selbst auch immer so klar ist. Deswegen sagen wir es ihnen, wann immer es geht!

2. Du bist so mutig!

Studien haben gezeigt, dass wir unser Gehirn in gewissen Maße selbst umprogrammieren können. Eine positive Bestätigung bringt uns häufig dazu, dieser auch zu glauben. Sagen wir unseren Kleinen, dass sie mutig sind und diese Situation super bewältigen werden, werden sie wahrscheinlich schon bald gelassener in die Dunkelheit blicken.

3. Erzähle mir doch, was dich gerade so erschreckt hat

Das kennen wir doch auch: Manchmal hilft es schon, wenn man sich etwas von der Seele redet. Zumal wir richtig reagieren können, wenn wir das genaue Grausen unseres Kindes kennen.

4. Komm in meine Arme!

Ebenfalls automatisch nehmen wir unseren Schatz zum Trost in den Arm. Super! Es ist schon lange erwiesen, dass körperliche Nähe unseren Körper sofort beruhigt und sich Kinder und Erwachsene dabei bestens entspannen.

5. Was kann ich tun, damit du dich sicherer fühlst?

Vielleicht reicht es unserem Kind schon, wenn wir die Tür einen Spalt offen lassen. Oder ein (anderes) Nachtlicht aufstellen. Manchmal ist es ganz einfach, unserem Kind die Nacht ein wenig angenehmer zu machen.

6. Komm, wir atmen zusammen

Hört sich vielleicht erstmal ungewöhnlich an, aber Angst hat tatsächlich eine Auswirkung auf unsere Körperfunktionen. Die Herzfrequenz steigt, die Atmung wird flacher… Bringen wir unseren Kindern bei, diesen Zustand zu erkennen und ein paar tiefe, ruhige Atemzüge zu nehmen. Und schon hat man die Angst besser im Griff.

7. Komm, das untersuchen wir jetzt mal

Manchmal ist eine nächtliche Safari mit der Taschenlampe nötig, um sicherzugehen, dass das Zimmer sicher ist. Der Lichtkegel beweist: Da ist kein Monster unter dem Bett. Der Blick aus dem Zimmer zeigt: Die komischen Schreie kamen von den Nachbarskatzen.

8. Du hast recht, die Dunkelheit ist schon ein bisschen gruselig…

Schlimmer als die Ängste allein ist für Kinder, wenn diese nicht ernstgenommen werden. Ob es nun stimmt oder wir die Nacht sogar eher lieben: Signalisieren wir unserem Kind, dass wir es gut verstehen können.

Ich bin bei dir, du kannst ganz in Ruhe schlafen. Foto: Bigstock

9. Ich werde sofort hören, wenn etwas nicht stimmt

„Ich bin Mama – und was sind deine Superkräfte?“ Jaa, okay, der Spruch ist vielleicht oll. Aber doch irgendwie wahr, oder? Zumindest haben wir Mamas ein fast schon überirdisches Gehör entwickelt, das uns sofort wach werden lässt, wenn uns unser Kind nachts braucht. Während Papa noch selig neben uns schnarcht. Und deswegen ist es auch nicht gelogen, wenn wir unserem Schatz versprechen, dass wir sofort mitbekommen, wenn nachts Monster oder andere gruselige Gestalten in unserer Wohnung ihr Unwesen treiben.

10. Ich freue mich schon so sehr darauf, wenn wir uns morgen früh wiedersehen!

Kinder leben absolut im jeweiligen Moment. Und haben deswegen kaum auf dem Zettel, dass die Dunkelheit schon bald wieder vorbei ist. Erinnern wir sie doch daran! Schon bald ist startet der neue Tag und die Welt sieht schon wieder anders aus.

Solche Gespräche geben unserem Kind die Sicherheit, dass wir da sind für sie und irgendwann ist auch die Angst vor der Dunkelheit passé. Und – natürlich ist die Dunkelheit so viel weniger gruselig, wenn man bei Mama und Papa im Bett liegen darf!

Wie sieht es denn bei euren Kindern aus? Haben sie Angst vor dem Dunkeln und habt ihr noch gute Tipps, wie man ihnen helfen kann?