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Tragen ist pure Liebe – und viel unkomplizierter, als Mama manchmal denkt

Foto: Echte Mamas

Tragen – ein Thema, das heiß diskutiert wird: Tuch oder doch lieber Tragesystem, und welche Marke ist wirklich gut? Wie muss die korrekte Haltung der Beinchen aussehen – und wie die des Rückens? Droht meinem kleinen Schatz ein Hüftschaden, eine Reizüberflutung, eine zu knappe Luftzufuhr?

All die verschiedenen Meinungen und Informationen, auf die man hier trifft, können Mamas wahnsinnig verunsichern. Und ihnen im schlimmsten Fall sogar die Lust aufs Tragen nehmen.

Wie schade! Denn zumindest in einem Punkt sind sich dann ja doch alle einig: Tragen ist etwas Wunderbares, Tragen ist pure Liebe.

Sarah Söldner ist Expertin für das Tragen von Babys, Vorsitzende des Tragenetzwerk e.V und hat in Hamburg die Familienwiege gegründet, in der sie mit umfassenden Angeboten junge und werdende Eltern unterstützt. Wir haben sie gefragt: Was sind aus Expertensicht die Vorteile des Tragens?

„Für das Baby ist das Getragenwerden eine Wohltat, denn es kann seine physiologische Haltung einnehmen, spürt wieder Begrenzung, Wärme und Herzschlag.“ Das Baby fühlt sich an Mamas Brust geborgen und sicher. Besonders für Neugeborene ist das Leben außerhalb der Gebärmutter eine echte Umgewöhnung: Es ist hell, laut, kühl. Ziemlich fies also. Dicht an Mamas oder Papas Körper getragen zu werden, erleichtert das Ankommen in der Welt ungemein! Das Bedürfnis nach Körperkontakt wird gestillt, das Urvertrauen gestärkt. Und auch die körperliche Gesundheit des Babys profitiert: Der Bewegungsapparat des Kindes arbeitet beim Tragen immer etwas mit, das hilft, die Rücken- und Halsmuskulatur auszubilden. Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Kreislauf – all diese wichtigen Vorgänge werden angeregt und Mamas Körper hilft dem Kind bei seiner Wärmeregulation.

Kinder lieben es, getragen zu werden! Sie bekommen aus dieser Perspektive einfach viel mehr von der Welt mit – und wenn sie genug gesehen haben, können sie ganz behütet wegdösen.

Foto: Echte Mamas

Und nicht zu guter Letzt: Tragen ist auch für Mamas, Papas, Omas und Opas wunderschön – und noch dazu so praktisch! Sie haben beide Hände frei und können sich ohne sperrigen Kinderwagen fortbewegen. Und da das Kind so viel zu gucken, riechen und hören hat von seinem Logenplatz aus, muss es auch nicht durchgehend bespaßt werden. Man schafft es tatsächlich mal wieder, etwas zu erledigen! Und: „Durch die gleichmäßige Gewichtsverteilung kann der Träger eine aufrechte Haltung einnehmen, gerade für Mamas nach Schwangerschaft und Geburt unerlässlich, um die in Mitleidenschaft gezogenen knöchernen Strukturen und Muskeln zu schützen.“ sagt Sarah Söldner.

Es gibt also mehr als genug wunderbare Gründe für das Tragen. Und, jetzt mal ganz ehrlich: So furchtbar viel falsch machen kann man dabei gar nicht. Denn wenn sich Eltern und Baby wohlfühlen mit einer Tragelösung, ist man auch schon fast auf der sicheren Seite. Genau deswegen sollte man sich beim Kauf einer Babytrage aber auch Zeit nehmen und in aller Ruhe unterschiedliche Marken und Formen ausprobieren. Denn so verschieden Familien sind, so verschieden sind auch Babytragen. Es gibt für jeden die passende, versprochen!

Neben seinem Gefühl gibt es tatsächlich nur einige wenige fachliche Dinge, auf die man achten sollte. Die gelten grundsätzlich für alle Babytragen – wir zeigen sie euch anhand der Babytrage One Air von BabyBjörn. Die Babytrage aus weichem, atmungsaktivem Mesh ist ergonomisch geformt, sehr individuell einstellbar und für Kinder von 0 bis 3 Jahren geeignet.

Diese drei Punkte helfen dir, dass das Tragen für euch bequem wird:

1. Das Gewicht sollte eher auf deinen Hüften lasten

„Den Bauchgurt oberhalb der Hüfte auf einer bequemen Position schließen, er sollte eng anliegen, ohne einzuschnüren.“ Sitzt er richtig, spürt man erstaunlich wenig von dem Gewicht des Kindes. Eine Wohltat!

Bauchgurt oberhalb der Hüfte tragen. Fotos: Echte Mamas

Extra-Tipp der Expertin: „Wenn du deinen Kopf frei bewegen kannst und dein Baby dein Sichtfeld (Sturzgefahr!) nicht beeinträchtigt, ist die Höhe gut.“

2. Die physiologische Wirbelsäulenentwicklung sollte berücksichtigt werden

„Der Rücken des Babys sollte gestützt und unterstützt sein, je nach Entwicklungsstufe deines Babys.“ Der Rücken eines Neugeborenen hat am Anfang eine C-Form. Diese verändert sich nach und nach mit dem Wachstum des Kindes zu einer S-Form. Eine Babytrage muss während dieser Entwicklung durchgehend eine gute Stütze für den Rücken bieten.

3. Die Beinchen sollten bis kurz vor den Kniekehlen gestützt werden

Aaawww, zum Anbeißen süß, diese kleinen Waden, oder? Sarah Söldner bringt auf den Punkt, worum es hier eigentlich geht: „Babys Beinchen sollten ab Knie abwärts frei beweglich sein, der Oberschenkel wird gut unterstützt, das Rückenpanel geht dabei etwa ein Fingerbreit von der Kniekehle entfernt zu Ende.“

Und das wars dann auch schon! Der Rest ist eine Frage des Geschmacks und des Wohlfühlens. Daher unser Rat an alle Mamas, die sich fürs Tragen interessieren: Lasst euch bitte nicht verunsichern – Tragen ist etwas Wundervolles. Und dabei gar keine so große Wissenschaft, wie es häufig erscheint. Solltet ihr professionelle Unterstützung benötigen oder unsicher sein, so findet ihr zum Beispiel beim Tragenetzwerk e.V. Beraterinnen in eurem Umkreis sowie viele weitere Informationen zum Thema Tragen von Babys und Kleinkindern.

Und, sitzt deine Babytrage perfekt? Dann kann es ja losgehen auf große Entdeckungstour. Sarah Söldner hat noch einen Tipp für Kinder, die mehr von ihrer Umgebung sehen wollen: „Die sind auch auf Mamas oder Papas Rücken gut aufgehoben!“ Viele Babytragen lassen sich problemlos sowohl vorne als auch hinten tragen, so auch die BabyBjörn Babytrage One Air.