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Studie: Spielen macht Familien glücklicher und entspannter

Foto: The LEGO Group

Jeden Tag, wenn meine Tochter aus dem Kindergarten kommt, ist ihre erste Frage an mich: „Spielen wir was zusammen?“ Ich stehe dann immer vor dieser Entscheidung: Zähle ich ihr jetzt all die Dinge auf, die ich eigentlich noch erledigen müsste und vertröste sie auf später? Oder mache ich hier und jetzt eine bewusste Pause, lasse alles stehen und liegen und gönne uns eine Stunde gemeinsame, ablenkungsfreie Zeit?

Zu erledigen ist am Nachmittag ja immer was. Einkaufen, die Wäsche sortieren, Briefe zur Post bringen – die Liste reißt nie ab. Ich fühle mich dabei wie in einem Karusell, das sich immer weiter drehen muss, damit der Alltag funktioniert. Deshalb fällt es mir unglaublich schwer, eine Pause einzulegen.

Dabei spricht Vieles dafür, dass sie nicht nur meinem Kind sondern auch mir selbst viel geben kann.

Wir sind glücklicher, wenn wir gemeinsam spielen:

Das bestätigt zum Beispiel eine Umfrage unter rund 13.000 Eltern und Kindern in neun Ländern, die von der The LEGO Group durchgeführt und kürzlich veröffentlicht wurde: Durch gemeinsames Spielen seien Familien glücklicher, enger miteinander verbunden und weniger gestresst, so das Ergebnis der Studie.

Neun von zehn Familien, die mehr als fünf Stunden in der Woche zusammen spielten, gaben an, glücklich zu sein. Bei den Familien, die weniger als fünf Stunden Spielzeit hatten, bezeichneten sich nur sieben von zehn als glücklich, also rund 13 Prozent weniger.

Schade, dass uns trotzdem oft die Zeit fehlt:

Die Studie zeigte allerdings auch, dass immer mehr Eltern und Kindern die Zeit zum Spielen schlicht fehlt. In vielen Familien sind heute beide Elternteile berufstätig und Kinder haben schon früh mehrere feste Termine in der Woche. Der Alltag ist in den meisten Familien derart durchgetaktet, dass es für kleine gemeinsame Auszeiten kaum noch Gelegenheiten gibt.

Dabei sind diese so wichtig, denn das Spielen bewirkt noch viel mehr als das besagte Familienglück. Kinder lernen beim Spielen ganz viele Dinge. Schon Babys und Kleinkinder saugen dabei Wissen über erste Wörter, Farben, Tiere, Formen und Mengen auf. Werden sie größer, trainieren sie im Spiel ihre Feinmotorik, logisches Denken und auch soziale Kompetenzen.

Spielen ist daher nicht nur ein netter Zeitvertreib – es ist die schönste Art und Weise der Frühförderung.

Mit dem LEGO© DUPLO© Zahlenzug kann man schon ab 1,5 Jahren spielerisch Zählen lernen. Foto: The LEGO Group

Aber wann und wo mit dem Spielen anfangen?

Für mich ist eine Stunde intensive Spielzeit am Tag realistisch – am liebsten gleich nach dem Kindergarten. Damit ich nicht versucht werde, sie auszulassen, bereite ich mich schon vor dem Abholen vom Kindergarten darauf vor. Ich schreibe mir die To Dos auf, um meinen Kopf freizukriegen. Zuhause lasse ich dann die Handtasche im Flur stehen und schalte das Handy aus.

Das Schöne ist, dass ich so nicht mehr von dem schlechten Gewissen geplagt bin, das jedes „Später, mein Schatz“ begleitet. Und auch meine Tochter spürt, dass ich in diesem Moment ganz ihr gehöre. Wenn wir gemeinsam malen, puzzeln, Memory spielen oder ihren LEGO© DUPLO© Bauernhof aufbauen, wird alles um uns herum unwichtig.

Das Spielen bringt uns näher zusammen und schafft Erinnerungen, die ein ganzes Leben lang bleiben. Und immer öfter ist es so, dass beim gemeinsamen Spielen die Zeit für einen Moment stehenzubleiben scheint.

Erst mein knurrender Magen erinnert mich dann daran, dass schon längst Zeit fürs Abendbrot ist.