Leben

Achtung: Iberogast nicht länger für Schwangere und Stillende zugelassen!

Foto: Hersteller

Es ist der Klassiker unter den pflanzlichen Arzneien gegen Magen- und Darmbeschwerden: Iberogast.

Besonders Schwangere und stillende Mamas greifen bei Sodbrennen und ähnlichen Beschwerden gerne zu dem Mittel, mit dem guten Gefühl, ein schonendes und natürliches Präparat zu sich zu nehmen.

Allerdings ist besonders das enthaltene Schöllkraut im Fokus des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Es kann zu schweren Nebenwirkungen führen.

Schon lange drängt das Institut darauf, dass Hersteller Bayer Warnhinweise für Schwangere, Stillende und Leberkranke anbringt. Hintergrund sind Berichte von Ärzten über Leberschädigungen ihrer Patienten im Zusammenhang mit der Anwendung von Iberogast.

Nach einem Todesfall durch Leberversagen fügt sich Bayer dem nun: Es wurde „verbindlich zugesichert, die vom BfArM angeordneten Änderungen der Produktinformationen für Iberogast innerhalb von vier Wochen vollständig umzusetzen“, teilt die Behörde mit.

Konkret muss Bayer nun laut der Behörde in den Beipackzettel schreiben: „Iberogast darf von Schwangeren und Stillenden nicht eingenommen werden. Iberogast darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an Lebererkrankungen leiden oder in der Vorgeschichte litten.“

Aber was können Schwangere und Stillende denn nun stattdessen nehmen? Die Deutsche Apotheker-Zeitung hat einen kleinen Ratgeber online gestellt: Alternative zu Iberogast bei Schwangeren.

Außerdem hilfreich, für jedes Medikament: Ein Blick auf Embryotox, ein Portal der Berliner Charité.