Anzeige

Ohne diese Narbe wären mein Kind und ich gestorben – sie erinnert mich jeden Tag daran, welches Glück wir hatten

Jede Geburt hinterlässt Spuren. Spuren auf der Seele, die man als vollkommenes Glück betrachtet. Aber auch Spuren auf der Haut, die man nicht immer leicht akzeptieren kann. „Bilder, die die Kinder von innen malen“ nennen manche sie liebevoll, oder „Tigerstreifen“, weil wir Mamas so stark sind. Aber nicht jede Mutter kann diesen Erinnerungen an die Schwangerschaft etwas Positives abgewinnen. Für manche Mütter sind die Narben oder überschüssige Haut Makel – sie trauern bei jedem Blick in den Spiegel ihrem alten Körper nach.

Es fällt ihnen schwer, diesen ’neuen‘ Körper anzunehmen. Ihre Haut wieder wertzuschätzen und zu lieben.

Es ist leichter gesagt, als getan, daran etwas zu ändern. Aber jede Mutter sollte sich immer daran erinnern, dass ihr Körper Großartiges geleistet hat.

Jede Spur auf der Haut ist ein Zeichen dafür, dass einem neuen Menschen das Leben geschenkt wurde. Und am Ende gibt es mehr im Leben als das, was das Auge sieht.

Jede Narbe erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte, die zeigt, dass wahre Schönheit unter der Haut liegt.

Wie im Fall von Sandra aus Nürnberg, die uns für eine gemeinsame Kooperation mit Dove von ihrem Schicksal berichtet hat.

Dove unterstützt echte Frauen darin, sich stark und schön zu fühlen und setzt dabei mit der neuen Kampagne ein weiteres Zeichen. Für sie hat Dove einzig und allein auf die „innere Schönheit“ von Frauen gesetzt und die Botschafterinnen der Kampagne nur aufgrund ihrer spannenden Geschichten ausgewählt, ohne sie vorher gesehen zu haben. Denn Schönheit ist – genau wie unsere Haut – nicht nur eine Oberfläche, sondern im wahrsten Sinne „vielschichtig“.

Wenn Sandra ihre kleine Tochter Emma im Arm hält, ist ihr Glück perfekt – und für sie nicht selbstverständlich. Während ihrer Schwangerschaft gab es eine Notsituation, die sie und ihr Baby beinahe das Leben gekostet hätte. Heute erinnert sie eine auffällige, senkrechte Kaiserschnittsnarbe an diesen dramatischen Tag.

Doch Sandra hat ihre Narbe nicht nur akzeptiert – sie guckt sie mittlerweile mit liebevollen Gefühlen an. Sie ist der Grund, weshalb ihre Tochter sie jeden Tag anlächeln kann. Ohne die Narbe gäbe es das kleine Mädchen nicht. Ohne die Narbe gäbe es Sandra heute nicht. Ohne die Narbe wären sie beiden gestorben.

„Es war mein letzter Arbeitstag vor dem Mutterschutz, ich war in der 32. Schwangerschaftswoche und freute mich sehr auf die kommende Zeit. Endlich ganz entspannt ,nur schwanger‘ sein, schon mal die Kliniktasche packen und ganz in Ruhe auf unseren kleinen Schatz warten.

Aber ein paar Minuten vor Feierabend bekam ich dann plötzlich starke, stechende Schmerzen im Oberbauch. Sie kamen und gingen – sollten das Wehen sein?

Es war mein erstes Kind, ich hatte doch keine Ahnung!

Irgendwann musste ich mich zusätzlich übergeben. Es ging mir unglaublich schlecht und ich bekam große Angst. Mein Mann holte mich schnell ab und fuhr mich zum Arzt. Dieser machte ein Ultraschall und schickte mich direkt weiter ins Krankenhaus. Verdacht: HELLP-Syndrom – eine der schwersten Schwangerschaftserkrankungen überhaupt, bei der die Blutgerinnung und Leberfunktionen gestört sind.

Inzwischen wurden die Schmerzen, die immer noch in Wellen kamen, immer stärker.

Die Ärztin im Krankenhaus sah mich an und erklärte mir, sie glaube, meine Schmerzen hätten nichts mit der Schwangerschaft zu tun. Aber sie würde mir vorsichtshalber eine Lungenreife-Spritze geben, falls sie meine Tochter holen müssten.

Am späten Abend ging es rapide bergab. An die folgenden Ereignisse habe ich kaum noch Erinnerungen, ich verbrachte Stunden in einem Nebel aus Schmerzen und Medikamenten. Ich schrie und übergab mich. Ich flehte meinen Mann an, er möge machen, dass es aufhört. Sie sollten unsere Tochter holen, sich um sie kümmern und mich dann sterben lassen. Denn ich wollte nur noch, das diese Schmerzen aufhören. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte nicht mehr.

An meinen Blutwerten konnten die schließlich Ärzte erkennen, dass etwas mit meinem Darm nicht stimmte. Ein Spezialist wurde aus einer anderen Klinik angefordert.

Irgendwann kamen dann drei Schwestern ins Zimmer und holten mich in den OP. Mein Mann und ich fielen aus allen Wolken, davon hatte uns keiner etwas gesagt. Sie entgegneten, dass sofort operiert werden müsse. Das Ganze sei ein Notfall, es bleibe auch keine Zeit für die Aufklärung zwecks Narkose etc….

Eigentlich lag ich mitten im Sterben.

Ich erinnere mich an den Abschied von meinem Mann. Es war ein Kuss auf seine Wange, die sehr feucht war. Ich erinnere mich noch, dass ich zu meiner Tochter sagte: Es wird alles gut. ‚Mama geht es nach der OP besser und dann gehen wir nach Hause‘. Ich erinnere mich an das Gesicht des Anästhesisten, der mir sagte, dass ich das super mache… und ich dachte nur: Fangt bitte endlich an, ich kann nicht mehr.

Eine blonde Schwester begrüßte mich: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Frühchen-Mama. Ihrer Tochter Emma geht es gut soweit ich weiß!“

Wie? Mama? Ich war nicht mehr schwanger? Was war? Ich war so verwirrt und noch nicht ganz da von der Narkose. Ich hatte einen Darmverschluss. Zuerst versuchten die Ärzte noch, um das Ungeborene herumzuoperieren. Aber dann stellte sich heraus, dass das nicht ging.

Und so wurde meine kleine Emma bei SSW 31+6 geholt. Viel zu früh musste sie das Licht der Welt erblicken, damit wir beide überleben konnten. Sie war 42 cm groß und wog 1505 Gramm.

Meine Tochter so winzig auf der Frühchenstation zu sehen, war hart für mich. Ich haderte zuerst mit meinen Mama-Gefühlen und dachte nur, das ist alles nicht richtig so. Sie sollte doch noch in mir sein. Mich treten. Wir sollten Zuhause sein und den Umzug vorbereiten. Sie lag insgesamt sieben Wochen in der Klinik.

Der Anblick im Spiegel war anfangs furchtbar. Die Narbe ist natürlich keine übliche Kaiserschnitt-Narbe, sondern extrem groß. Sie beginnt über dem Nabel und führt senkrecht bis tief in den Intimbereich. Ich konnte sie nicht selbst pflegen, fühlte mich hässlich und entstellt. Mein Mann war immer für mich da und half mir, wo er nur konnte. Er sagte, diese Narbe gehört zu mir. Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir überlebt haben. Ein Zeichen dafür, wie stark ich bin. Und er hatte keine Scheu, sie zu versorgen. Er war großartig.

All das ist jetzt anderthalb Jahre her und es geht mir und meiner Tochter gut. Wir sind beide vollkommen gesund.

Beim Blick in den Spiegel finde ich meine Narbe ganz sicher nicht immer wunderschön – aber ich habe mir fest vorgenommen, dass ich sie irgendwann richtig lieben werde. Ich habe mich mit ihr ausgesöhnt, denn ohne sie wären sowohl ich als auch meine Tochter jetzt nicht hier.

Meine Narbe gehört zu mir, und steht für unseren stürmischen Start in ein Familienleben zu dritt.“

Diese echte Geschichte ist in Zusammenarbeit mit Dove entstanden.