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Ein Papa erzählt: „Wie ich meiner Frau beim Stillen half.“

Foto: Bigstock

Männer kommen heutzutage mit in den Kreissaal und schieben stolz den Kinderwagen mit Nachwuchs. Doch ein Mann, der seine Frau beim Stillen unterstützt? Das ist vielen noch fremd. Die häufigste Frage, die Papa Lorenz aus Franken zu hören bekam, war deshalb: „Echt jetzt? Wie hast du das überhaupt gemacht?“ Warum und Wie der 31-Jährige beim Stillen angepackt hat, erklärt er hier:

„Gleich vorab: Ich habe mir nicht schon während Nadjas Schwangerschaft vorgenommen, ihr danach beim Stillen zu helfen. Ich dachte nicht groß darüber nach, als wir unser erstes Kind erwarteten. Die Aussicht, bei der Geburt dabei zu sein, war schon aufregend genug für mich. Stillen war für mich immer Frauensache. Nichts, womit ich mich beschäftigen musste oder wollte.

Wie es dann dazu kam, dass ich bei den Milch-Mahlzeiten meines Sohnes Adrian oft dabei war? Es hat sich langsam und natürlicherweise entwickelt – und zwar, weil meine Frau Probleme beim Stillen hatte.

Meine Frau wurde direkt nach der spontanen Geburt operiert, weil sie Risse in der Gebärmutter hatte. Sie konnte Adrian deshalb das erste Mal erst zwei Stunden danach anlegen. Sie war so groggy, dass er in einer ungünstigen Position trank. Adrian nahm nur die Brustwarze in den Mund und nicht den kompletten Vorhof, so dass meine Frau innerhalb von zwei Tagen große Schmerzen hatte.

Als wir zu Hause waren, schickte sie mich zuallererst los, um ihr Wollfett und diese kleinen kühlenden Pads für die Brustwarzen zu besorgen. Obwohl sie wirklich starke Schmerzen hatte, kämpfte sie sich durch, da sie um die Vorteile des Stillens wusste. Sie bat mich aber, zwischendurch unseren Sohn zu halten und ihn bei mir auf der Schulter sein Bäuerchen machen zu lassen.

Ich hatte mir sowieso zwei Monate Elternzeit genommen, so dass wir in den ersten schwierigen Wochen zumindest nicht unter Zeitdruck waren. Zum Glück hatten wir auch eine nette Hebamme, die regelmäßig vorbeikam, uns Tipps gab und Mut machte.

Da sich meine Frau wegen der Schmerzen und Angst vor dem nächsten Anlegen verspannte, riet uns die Hebamme, vor dem Stillen gemeinsam auf dem Sofa zu kuscheln. Ich dachte erst, dass so ein bisschen Kuscheln doch bestimmt keinen Unterschied macht. Machte es aber! Nach den ersten Kuscheleinheiten stand ich immer auf, wenn Nadja zum Stillen anfing.

Irgendwann blieb ich einfach sitzen – ich war todmüde und es war einfach so bequem. Irgendwann drifteten wir alle drei in den Schlaf. Es klingt kitschig, aber es fühlte sich so friedlich an. Nur wir drei, der Rest der Welt war ausgeblendet. Noch heute denke ich gerne an diese gemeinsamen Stunden zurück.

Nach rund vier Wochen war Nadja ein echter Still-Profi. Sie genoss jetzt auch die intimen Momente mit Adrian. Mir blieb dabei nicht mehr viel übrig, als ihr das Stillkissen zu bringen und rund um sie das Sofa oder Bett gut aufzupolstern. Vorbei die Zeiten, als sie nach der richtigen Stillposition suchte oder mich bat, ihr beim Anlegen zu helfen.

Meiner Frau beim Stillen zu helfen, war anfangs zwar ungewohnt, aber auch irgendwie berührend. Symbolfoto: Bigstock

Sechs Wochen nach der Geburt stand der Junggesellinnenabschied von Nadjas bester Freundin an – zum Glück „nur“ in der nächstgrößeren Stadt. Nadja wollte für ein paar Stunden dabei sein und fragte mich, ob ich mir zutrauen würde, den Kleinen mit einem Fläschchen zu füttern. Eine Freundin würde ihr eine elektrische Milchpumpe leihen, so dass sie vorher abpumpen könne. Außerdem gebe es praktische „Naturnah“-Fläschchen für Still-Babys, die einen der Brustwarze nachempfundenen Sauger haben, so dass sich die Kinder nicht groß umstellen müssten

Gesagt, getan! Eine Woche vor dem Junggesellinnenabschied pumpte meine Frau das erste Mal ab. Es klappte gleich von Anfang an und sie drückte mir nach einer halben Stunde die Flasche mit der warmen Milch in die Hände. Das war – wie soll ich sagen – schon etwas gewöhnungsbedürftig, eine Flasche mit Muttermilch in der Hand zu halten.

Dann verließ Nadja das Wohnzimmer und meinte, ich solle mal machen. Ich habe ihr natürlich nicht gesagt, dass mein Puls in dem Moment hochschnellte. Klar, hatte ich meinen Sohn oft auf dem Arm, aber Füttern war noch mal eine andere Sache. Adrian hatte Hunger und schrie erstmal. Nicht so gut für meine Papa-Nerven! Ich legte ihn in meinen Arm und strich mit dem Sauger über seinen Mund. Erst drehte er den Mund weg, dann fing er an auf dem Mundstück rumzunuckeln. Nach gefühlt endlosen Sekunden nahm er endlich seinen ersten Schluck aus der Flasche.

Er trank und trank und trank, bis das Fläschen leer war und machte dann das größte Bäuerchen, dass man sich vorstellen kann. Meine Frau und ich waren überglücklich. Schon lustig, worüber man sich als Eltern freut!

Meine Frau stillte insgesamt ein Jahr lang und kaufte sich schließlich ihre eigene Milchpumpe. Meistens gab sie Adrian jedoch die Brust, weil sie die Zeit mit ihm so genoss. Rund zwei Mal im Monat war ich der Still-Papa, der seinem Sohn das Fläschchen mit der Muttermilch gab. Auch ich wurde also Still-Profi. Meine Freunde wunderten sich, als ich ihnen irgendwann sagte, dass mir das nicht nur nichts ausmachte, sondern dass ich es auch genoss.

Es sind einfach Momente im Leben eines Vaters, die nicht wiederkommen.“

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Unter anderem gibt es jetzt die „Ultra Comfort“-Milchpumpe von Philips Avent mit 20 Prozent Rabatt. Foto: PR

Die Vorteile der Milchpumpe: Man kann sich beim Abpumpen zurücklehnen statt sich vorbeugen zu müssen. Der Aufsatz massiert die Brüste vor jedem Stillen, damit der Milchfluss gut ist. Und, na klar: Papa kann mit einem Fläschchen auch mal ran ans Kind – und die Mama hat eine Pause.