Echte Mama Geschichten

Mama Jenny erzählt: „Was ich bei der nächsten Mutter-Kind-Kur anders machen würde“

Foto: BIgstock

Mama Jenny aus unserer Community hat bereits eine Mutter-Kind-Kur erlebt. Auch wenn ihr die Gespräche und der Austausch mit anderen Müttern sehr gut getan haben, beendete sie die Kur mit gemischten Gefühlen.

Der Grund: Ihre zweijährige Tochter kam während der drei Wochen deutlich zu kurz, denn es gab kaum gemeinsame Mutter-Kind-Angebote. Auch die Fremdbetreuung machte ihrer Zweijährigen zu schaffen, trotz aller Mühe der Erzieherinnen.

Aus ihrem Kuraufenthalt hat Jenny deshalb fünf Tipps mitgebracht, die sie allen Mamas ans Herz legt, die gerade eine Mutter-Kind-Kur planen:

Mutter-Kind-Kur – Tipp 1: Fahr erst, wenn auch dein Kind bereit dazu ist

„Meine Tochter war erst zwei Jahre alt, als ich die Kur beantragt habe. Als wir dann in der Kurklinik waren, merkte ich, dass der Aufenthalt dort eine Zumutung für sie war. Die fremden Erzieher, die unbekannten Kinder und die neuen Abläufe fordern so einem kleinen Menschen nämlich sehr viel ab.

Deshalb rate ich anderen Müttern, erst dann zu fahren, wenn ihr Kind drei Jahre oder älter ist, sich gut von der Mutter lösen kann und bereits Erfahrungen mit der Fremdbetreuung in der Krippe, Kita oder bei einer Tagesmutter hat.

Informiert euch auch gut, was die Kinderbetreuung zu bieten hat, wie sie euer Kind eingewöhnen werden und welchem pädagogischen Konzept sie folgen. Am besten sollte alles so ähnlich wie möglich zu dem sein, was euer Kind von zuhause kennt. Denn wenn euer Kind unglücklich ist, wirkt sich das natürlich unmittelbar auf euch als Mamas aus und der Stress ist vorprogrammiert.“

Mutter-Kind-Kur – Tipp 2: Erkundige dich nach kindgerechten Angeboten der Kurklinik

„Die Organisation der Kur war wirklich unkompliziert. Ich durfte selber aussuchen wann und wohin ich fahren wollte. Von der Klinik bekam ich ein paar Wochen nach der Anmeldung alle Informationen, die ich zu brauchen glaubte: Wie der erste Tag abläuft, wie meine Tochter während der drei Wochen betreut werden würde etc.

Leider stellte sich jedoch heraus, dass es nur zwei oder drei Angebote während der gesamten Kur gab, die ich mit meiner Kleinen zusammen machen konnte. Den Rest der gemeinsamen Zeit mit ihr musste ich selber gestalten, was nicht wirklich erholsamer war als der Alltag zuhause. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir im Vorhinein besser überlegt, wie ich die freie Zeit zwischen den Terminen mit meiner Tochter verbringen möchte.

Mein Tipp ist deshalb, vorab nachzufragen, was die Kurklinik an gemeinsamen Aktivitäten für Mutter und Kind anbietet und dann gegebenenfalls selbst ein paar Unternehmungen einzuplanen oder sich zumindest mental darauf vorzubereiten, dass man eben auch viel Zeit mit dem Kind allein verbringt.“

Mutter-Kind-Kur – Tipp 3: Erkundige dich über den Kurort

„Das bringt mich direkt zum nächsten Tipp: Erkundige dich am besten, was es am Kurort für Angebote, Sehenswürdigkeiten oder kindgerechte Einrichtungen wie Spielplätze, Schwimmbad, Kinderkultur wie Puppentheater, Zirkus, Ponyreiten oder ähnliches gibt. So kannst du vorab vielleicht selbst schon das eine oder andere Highlight organisieren, bei dem du und dein Kind dann während der Kur gemeinsam einfach nur eine gute Zeit habt.“

Mutter-Kind-Kur – Tipp 4: Plane eure Freizeit vor

„Für mich wurde die plötzliche Freizeit mit meiner Tochter echt zum Stressfaktor, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass wir so oft auf uns gestellt sein würden.

Bei der nächsten Kur würde ich mir deshalb vorher überlegen, was mir während der Zeit besonders gut tun würde und ich würde dann auch entsprechend packen. Zum Beispiel bequeme Schuhe und wetterfeste Kleidung für entspannte Spaziergänge oder Kinderbücher, Kuschelkissen und ruhige Musik für ganz viel Nähe und Kuscheleinheiten.

Wenn man es ein wenig vorbereitet, lässt sich das Zusammensein und die gegenseitige Aufmerksamkeit dann viel besser genießen.“

Mutter-Kind-Kur – Tipp 5: Tu dich mit anderen Müttern zusammen

„Am besten gefiel mir während der Kur der Austausch mit anderen Müttern. Ich glaube, wenn ich mir einen Ruck gegeben hätte, die eine oder andere auch in der Zeit zwischen den Kurangeboten zum Beispiel nach einem gemeinsamen Spaziergang zu fragen, wäre alles viel entspannter gelaufen.

Die Kinder hätten sich gegenseitig besser beschäftigt und wir hätten unsere guten Gespräche noch intensiver fortsetzen können. Also Mamas, habt Mut und tut euch während der Kur mit anderen Mamas zusammen! Schließlich sind alle aus demselben Grund dort, es gibt also keine Ausrede, schüchtern zu sein.“