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Gesunde, entspannte Beikost: Die 5 besten Tipps von Nina Bott

Foto: Bigstock

Puh, Beikost ist schon so eine Sache für sich. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Start gekommen, was schmeckt meinem Baby, was gehört rein in einen richtig gesunden Brei? Hier haben Mamas oft viele Fragen und Unsicherheiten.

Schauspielerin Nina Bott hat sich durch ihre beiden Kinder ausgiebig mit dem Thema Beikost beschäftigt und ein tolles Buch dazu geschrieben (s. Ende des Textes).

Fünf ihrer super Tipps haben wir aber schon herausgesucht und wollen sie euch nicht vorenthalten:

1. Den richtigen Zeitpunkt für die Beikosteinführung zeigt dir dein Baby selbst

Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Deshalb gibt es auch keinen festen Zeitpunkt, wann du mit der Beikost beginnen solltest. Es gibt aber eine kleine Checkliste, mit deren Hilfe du beurteilen kannst, ob dein Baby bereit ist. Kannst du mehrere Punkte mit „Ja!“ beantworten, kannst du bedenkenlos mit der Beikost beginnen:

    1. Dein Baby ist fünf Monate oder älter.
    2. Mit Unterstützung kann es gerade sitzen und den Kopf alleine halten.
    3. Es beobachtet aufmerksam die Erwachsenen oder seine Geschwister beim Essen – vielleicht ahmt es dabei sogar die Kaubewegungen nach.
    4. Es wird immer aktiver und braucht daher mehr Energie.
    5. Der angeborene Zungenreflex wird schwächer. Achtung: Trotzdem schieben viele Babys anfangs den Brei wieder aus dem Mund, das ist normal.
    6. Dein Baby greift nach dem Essen und öffnet den Mund für Nahrung.

2. Sich nicht zu schnell entmutigen lassen – und ruhig ein wenig hartnäckig sein

Ich kann dich beruhigen und dir folgenden Tipp geben: Sei kreativ und geduldig, denn gerade in den Anfängen läuft nicht immer alles nach Plan. Babys und ihre Geschmäcker sind eben unterschiedlich und nur selten halten sie sich an die empfohlenen Zugaben. Wenn dir dein Baby also die Möhrchen wieder entgegenspuckt, bleib cool! Probiere entfach etwas Neues, so findest du schnell heraus, was dein Baby liebt. Und: Manchmal muss man auch etwas hartnäckig bleiben. Meine Tochter Luna hat oft beim ersten Löffel das Gesicht verzogen. Ich dachte, sie mag den Brei nicht. Aber ich habe mich an folgenden Tipp gehalten: Biete denselben Brei an sieben aufeinanderfolgenden Tagen an. Und? Nach ein paar weiteren Versuchen konnte sie oft nicht mehr genug davon bekommen.

3. Spare Zeit und biete deinem Kind trotzdem etwas Gesundes, „Hausgemachtes“ an

Du möchtest deinem Baby nur das Beste anbieten, es verweigert fertige Breigläschen – aber du hast einfach keine Zeit (und Lust), drei Mal am Tag verschiedene Breie zu kochen? Das verstehe ich am besten. Die Lösung: Vorkochen und Einfrieren. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe verbleiben in den Lebensmitteln, wenn du sie dampfgarst oder dünstest. Kochen ist natürlich auch möglich, aber hier lösen sich viele Nährstoffe und bleiben dann im Kochwasser zurück. Da nicht jeder einen Dampfgarer oder einen Dampfeinsatz hat, ist das Dünsten von Gemüse und Co. am praktikabelsten. Hierfür werden die Lebensmittel im eigenen Saft oder mit nur ganz wenig Wasser bei etwa 100 Grad Celsius in einem normalen Topf gegart. Es gehen nur wenige Nährstoffe in die Flüssigkeit über – und diese kannst du dann am Ende sogar mit in den Brei geben. Den fertigen Brei kannst du dann gut portionsweise in Silikonförmchen einfrieren. Er ist dann etwa 6 Monate haltbar. Zum Auftaue gibt es dann drei Möglichkeiten: Entweder langsam, über Nacht, im Kühlschrank, in einem Glas im Wasserbad oder einem speziellen Beikostwärmer oder aber in der Mikrowelle. Hier musst du aber unbedingt darauf achten, dass du durch gutes Umrühren für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme sorgst. Sonst drohen einzelne „Hitze-Nester“.

Foto: Bigstock

4. Deinen selbstgemachten Babybrei kannst du überall mit hinnehmen

Wenn du deinen Brei (noch gefroren oder schon im Kühlschrank aufgetaut) in ein dichtes Glas füllst, kannst du ihn bedenkenlos überall mit hinnehmen. Er sollte dabei aber nur Temperaturen bis zu 7 Grad Celsius ausgesetzt sein. Das klappt aber wunderbar, wenn du ihn ein eine kleine Kühltasche mit ein, zwei Kühlelementen packst. Jetzt musst du nur noch einen Löffel und ein Lätzchen einpacken – und dann den Gastgeber oder aber das Servicepersonal darum bitten, dir das Glas kurz zu erwärmen. Übrigens: Ich bin beruflich viel mit dem Flugzeug unterwegs. Babybrei – in der Menge, die du für den Flug brauchst – ist von den Sicherheitsvorschriften für Flüssigkeiten an Bord ausgeschlossen. Allerdings dürfen die Kühlakkus nicht mit an Bord! Ich habe meine Breigläser daher in diesen Situationen immer mit Eiswürfeln in Tiefkühlbeuteln gekühlt und diese dann vor der Sicherheitskontrolle entsorgt.

5. Zwei wichtige „Toppings“ runden den Babybrei gesund ab

Im Bauch ihrer Mama bauen sich Babys einen Eisenspeicher auf, der ab ihrem sechsten Lebensmonate langsam zur Neige geht. Deswegen benötigen sie Eisen aus ihrer Beikost, sie bekommen es aus Gemüse und Fleisch. Vitamin C hilft dem Körper bei der Aufnahme des Eisens. Aus diesem Grund wird empfohlen, Gemüse- und Fleischbreien etwa 1,5 Esslöffel Saft hinzuzugeben. Aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts ist Orangensaft super. Allerdings ist er ziemlich säurehaltig, deswegen solltest du auf den Hinweis „milder Orangensaft“ achten oder extra Babysaft kaufen. Außerdem solltest du in Gemüse- und Fleischbreie 1 Esslöffel und in Getreide-Obst-Breie 1 Teelöffel Öl mischen, am besten geeignet sind raffinierte Speiseöle wie Rapsöl. Kalt gepresste Öle gehen auch, allerdings haben sie einen starken Geschmack, den Babys oft ablehnen. Das Öl hilft, alle wertvollen, fettlöslichen Vitamine aufzunehmen – und liefert selbst viele Nährstoffe. Wichtig: Sowohl der Fruchtsaft als auch das Öl sollten nie mit eingefroren werden – sondern erst kurz vor dem Verzehr unter den Brei gerührt werden.

 

Schauspielerin und Moderatorin Nina Bott ist Mama von zwei Kindern. Beide haben Babygläschen verweigert – und so wurde Nina schnell zum Profi in Sachen Babybrei vorkochen und einfrieren. In ihrem Buch „Baby-Beikost Vorkochen, Einfrieren. Entspannen.“ hat sie zusammen mit Co-Autorin Josephine Bayer ihre besten Tipps und Rezepte gesammelt. (z. B. bei Amazon*16.95 Euro).

 

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