Leben

Kinder-Weinen: So lustig reagieren Eltern auf die Beschwerde der Nachbarn

Fotos: Bigstock

Wir alle wissen es: Obwohl Babys und Kleinkinder nicht besonders groß sind, haben sie ein ganz schön lautes Organ. Und da sie ihre Wünsche und Sorgen noch nicht anders äußern können, weinen sie ganz schön häufig. Dieses Schreien kann Wände durchdringen – und so haben oft auch die Nachbarn etwas davon, gerade in Mehrfamilienhäusern.

Dass das auf Dauer etwas (oder auch etwas mehr!) nerven kann, kann sich jede Mama vorstellen. Aber: Was zur Hölle soll man denn machen!!!!????

Zum Glück sind viele Familien mit verständnisvollen Mitmietern gesegnet, die im schlimmsten Fall einfach müde lächelnd zu Ohrstöpseln greifen und wissen, dass sie irgendwann (so etwa in 18 Jahren) wieder eine himmlische Ruhe genießen werden.

Doch einige Nachbarn reagieren auch anders. Sie beschweren sich, führen Lärmprotokolle, machen den jungen Familien das Leben zur Hölle – oder rufen direkt die Polizei.

Letzteres ist jetzt so in Berlin passiert. Ob sich die Nachbarn einer kleinen Familie in Charlottenburg nun Sorgen um deren 14 Monate alte Tochter gemacht haben oder schlichtweg genervt waren: Statt einmal bei der Familie zu klingeln und sich zu erkundigen, warum die Kleine denn gerade so viel weine, griffen sie direkt zum Telefonhörer und riefen die Polizei an.

Der überraschende Besuch der Beamten ging den Eltern so richtig auf die Nerven. Und deshalb reagierten sie auf eine clevere, lustige Art auf den Notruf der Nachbarn. Sie ließen quasi ihre Tochter selbst „zu Wort kommen“.

Der Blog „Notes of Berlin“ hat den Brief des 14 Monate alten Mädchens veröffentlicht:

In der kindlichen Stellungnahme zu dem täglichen Geräuschpegel heißt es unter anderem:

„Manchmal klappt das Laufen nicht so gut (ich glaube, die Füße sind zu groß) und ich falle hin und weine.“

„Manchmal habe ich ganz schlechte Laune, da muss ich immer schreien. Windeln wechseln mag ich zum Beispiel gar nicht, da meckere ich.“

„Die letzten Tage war es wirklich heiß, Mama hat extra die Fenster aufgemacht, aber irgendwie war mir trotzdem warm und da musste ich schreien.“

Und eine kleine Belehrung konnte sich das kluge Kind auch nicht verkneifen: Das alles sei sein gutes Recht, denn „nach vielen Gesetzen darf ich so viel schreien, wie ich möchte!“.

Einen Besuch der Polizeibeamten möchte die Kleine daher nicht noch einmal erleben, die hätten so viele komische Fragen gestellt. Viel lieber wäre es ihr, wenn man einfach persönlich miteinander reden könnte.

Hoffentlich besitzen die Nachbarn eine gute Portion Humor und nehmen sich den Brief ihrer kleinen, lauten Nachbarin zu Herzen.