Kinderwunsch

Fruchtbarkeitstest: Wie lange kann ich schwanger werden?

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Heute möchten viele Frauen erst relativ spät Mutter werden. Das birgt vor allem ein Problem: Mit zunehmendem Alter nimmt die Fruchtbarkeit einer Frau ab. Es wird immer schwieriger, schwanger zu werden. Bis es irgendwann gar nicht mehr klappen kann. Dieser Zeitpunkt ist bei jeder Frau individuell, das liegt an der ganz persönlichen „Biologie“ des Körpers. Ein Fruchtbarkeitstest kann ganz genau zeigen, wie der Stand des eigenen Körpers ist: Wie lange ist eine Schwangerschaft noch möglich?

Um schwanger zu werden, muss sich im Eileiter der Frau eine reife Eizelle befinden. Diese verbindet sich dann im „Fall der Fälle“ mit einer Samenzelle des Mannes.

Die Eizellen der Frau werden tatsächlich schon gebildet, wenn sie selbst noch ein Embryo ist. In einer unvorstellbaren Menge, die sich aber bis zur Pubertät hin enorm verringert. Am Ende bleiben der Frau genug Eizellen für eine Fruchtbarkeit von rund 35 Jahren.

Himmelschreiend ungerecht daran: Männer bilden bis ins hohe Alter befruchtungsfähige Spermien. Immer wieder neu. Frauen dagegen… haben schon ab 30 Jahren immer mal wieder Zyklen ohne Eisprung, sprich, ohne Eizelle, die befruchtet werden könnte.

Die Durchschnittswerte sehen folgendermaßen aus: Mit etwa 35 Jahren ist es die Regel, dass pro Jahr drei bis fünf Zyklen ohne Chance auf eine Befruchtung vorkommen – mit 40 Jahren sind es schon etwa sieben Zyklen.

Doch keine Panik, wir alle kennen Frauen, die auch mit 35 oder über 40 noch völlig problemlos schwanger werden. Das alles ist natürlich möglich – es wird nur eben immer unwahrscheinlicher.

Alle Frauen, die über ihre Kinderplanung nachdenken, soll nun der Fruchtbarkeitstest Ovascore helfen. Er lässt eine Voraussage der persönlichen Fruchtbarkeits-Entwicklung zu und kann so die brennendsten Fragen der neugierigen Frauen beantworten: Kann ich auch noch später ein Kind bekommen? Oder: Wir möchten noch ein Geschwisterchen für unser erstes Kind, hat das noch Zeit oder sollten wir uns sputen?

Habe ich noch genug fruchtbare Zeit, um in Ruhe ein zweites Kind zu planen? Foto: Bigstock

So funktioniert der Fruchtbarkeitstest:

Um den fünften Zyklustag herum schaut sich der Arzt die Eierstöcke per vaginalem Ultraschall an. Dabei begutachtet er ihre Größe und die Anzahl der Eibläschen. Zudem schaut er, wieviel Bindegewebe sich in den Eierstöcken befindet. Je mehr Bindegewebe als „Füllstoff“ sich bereitgemacht hat, desto weniger Eizellen befinden sich dort noch.

Direkt nach dieser schnellen Ultraschall-Untersuchung wird der Eierstock schnell nach seinen Reserven beurteilt.

Schließlich ergänzt eine Hormonuntersuchung des Blutes den Ultraschallbefund. Wichtig sind hier die Gehalte an LH und FSH, zwei Hormone, die im Zusammenspiel die Eizellreifung anstoßen. An ihrer Verteilung im Blut kann der Arzt Rückschlüsse auf die Aktivität der Eierstöcke ziehen.

Das Tolle am Fruchtbarkeitstest: Die Frau bekommt ihr Ergebnisse meist noch am selben Tag. Und: Die Prognose hat für die nächsten drei bis fünf Jahre Bestand!

Wenn du Interesse an dem Fruchtbarkeitstest hast, sprich deinen Frauenarzt an. Viele Praxen können ihn durchführen. Die Kosten liegen im Schnitt bei 40 Euro (ohne Gewähr), mit weiteren hilfreichen Untersuchungen kann sich die Rechnung schließlich auf rund 150 Euro belaufen.