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Hebammen-Tipps: Was ein natürliches Babyöl alles kann

Foto: Bigstock

Was braucht die Haut meiner Tochter? Das war eine der wichtigsten Fragen, die mich als Neu-Mama beschäftigten. Benötigte ich ein Babyöl oder eine Creme für mein Kind? Und wenn ja, welches Produkt?

Ich kannte die Empfehlung von Hautärzten, dass man in den ersten Monaten mit der Hautpflege eher abwarten und vorsichtig sein sollte. Es ist nämlich normal, dass Neugeborene oft schuppige Haut haben. Schließlich haben sie fast zehn Monate im Bauch verbracht  – und zwar schwimmend im Fruchtwasser. Die oberste Hautschicht ist also auf Wasser und nicht auf Luft gepolt. Deshalb muss erst neue Haut nachwachsen, die besser mit der Umgebung zurechtkommt.

Die Körperhaut meiner Tochter regulierte sich auch relativ schnell. Ihre Gesichtshaut dagegen war leider nicht so unempflindlich, ebenso wie der Po. Sie war rund drei Monate alt, als es Winter wurde. Obwohl ich sie bei kalten Temperaturen gut eincremte, bekam sie rissige Stellen auf den Wangen, die eine Art ungleichmäßiges Schachbrettmuster bildeten. Wenn sie in die Hose machte, war ihr Po sofort rot.

Mein Glück war, dass ich um die Zeit endlich einen Platz in einem Babymassage-Kurs bekam. So war auch die Hebamme diejenige, die mir gleich in der ersten Stunde weiterhelfen konnte. Denn was hatte sie für uns Mamas dabei? Genau, ein Babyöl! Ohne etwas Flüssigkeit würde man die sensible Babyhaut beim Massieren unweigerlich zu stark rubbeln.

Die Hebamme verteilte ihre Flasche in die Runde, so dass jede von uns zehn Müttern ausreichend Babyöl zum Massieren ihres Kindes hatte. Und natürlich löcherte ich sie mit Fragen rund um die Verwendung von Babyöl. Hier ihre besten Tipps:

1. Weniger ist mehr
Man sollte es im ersten Jahr nicht mit der Babypflege übertreiben (Ausnahme: Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis, die eine Spezialpflege erfordern). Kinder vertragen aber schon ab circa sechs Wochen eine regelmäßige Massage mit ein paar Tropfen Babyöl. Babyöl enthält aufeinander abgestimmte, natürliche Öle mit einem hohen Anteil an Linolsäure (zum Beispiel Sonnenblumenöl), das den Aufbau der Hautbarriere bei Kindern fördert.

2. Alternative zu Feuchttüchern
Eine gute Alternative zu Feuchttüchern sind saubere Papiertücher, auf die man etwas Babyöl gibt. Damit kann man nicht nur raue Stellen abtupfen, sondern auch den Windelbereich reinigen. Wirkt besonders beruhigend bei wundem Po.

3. Pflege bei Kopfgneis oder Milchschorf
Im Normalfall muss man gegen Kopfgneis, die schuppigen Stellen auf dem Babyköpfchen, nichts tun. Das ist eine weit verbreitete, aber harmlose Hautveränderung und wohl eine Anpassungsreaktion an die Umwelt. Ein Fall für den Kinderarzt werden Kopfschuppen jedoch, wenn sie jucken, nässen, sich entzünden oder sich stark ausbreiten. Dann könnte es sich um Milchschorf oder eine beginnende Neurodermitis handeln. In beiden Fällen kann eine sanfte Massage mit einem entsprechenden Babyöl helfen (zum Beispiel von frei öl.) Danach das Köpfchen mit warmem Wasser abwaschen und trocken tupfen.

4. Praktischer Badezusatz
Ein paar Tropfen Babyöl im Badewasser schützen zarte Kinderhaut vor dem Austrocknen und pflegen sie gleichzeitig.

Tolle Hebammen-Tipps! Passenderweise war ich nach dem Massage-Kurs sowieso auf dem Weg zur Apotheke und konnte so direkt vor den Regalen mit den Babyölen Halt machen.

Ich entschied mich schließlich für das „BabyÖl“ von frei öl. Warum? Ich konnte es erst nicht glauben, doch es stimmt: Das Babyöl ist so natürlich und sanft, dass man es theoretisch essen könnte. Warum theoretisch? Alle Inhaltsstoffe sind zwar unter Einhaltung der Lebensmittelstandards ausgewählt, aber trotzdem ist das Produkt nicht als Lebensmittel ausgewiesen.

Drin sind zum Beispiel Bio-Sonnenblumenöl, das rückfettend wirkt. Oder Zwetschenkernöl, das vor Wundwerden im Windelbereich schützt.

Das „BabyÖl“ von frei öl wurde zusammen mit Müttern und Apothekern entwickelt. Es enthält keine  Konservierungsmittel, Mineralöle (Paraffine), Parfüm, PEG/PEG-Derivate und Silikone. In Apotheken, 140 ml ca. 9,99 €. Foto: Echte Mamas

Und wie erging es meiner Tochter? Sie genoss die Babymassage im Hebammenkurs so sehr, dass ich sie nun auch fast täglich zu Hause massierte. Auch nach dem Baden rieb ich ihr Gesicht dünn mit Babyöl ein. Das half vor allem, wenn ihre Wangen vom Wind, von Sandkörnern oder der inzwischen warmen Frühlingsluft gerötet war (Dabei hatte ich sie am Morgen mit einer leichten Pflege- und Sonnencreme geschützt).

Vor kurzem steckte sie sich auch einen öligen Finger in den Mund, als ich einen Moment nicht aufpasste. Aber zum Glück war in dem Babyöl ja nicht viel drin – außer natürliche Öle.