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Flecken-Panik? Mit diesen Tipps kriegst du alles sauber!

Foto: Bigstock

Mit dem Baby zieht auch eine ungeahnte Vielfalt an Flecken in den Familienhaushalt ein: auf der Kleidung, in der Bettwäsche, auf dem Teppich und später gern auch auf Möbeln und Gardinen! Doch keine Panik, für fast alle „Flecken des Schreckens“ gibt es passende Mittel, meist sogar ganz ohne Chemie.

Wir haben für euch im Netz Putztipps für die sechs schlimmsten Flecken-Fiaskos gesammelt:

Tipp 1: Erbrochenes auf Polster oder Teppich

Wenn sich Babys und Kleinkinder übergeben müssen, passiert das ohne jegliche Vorwarnung. Da bleibt keine Zeit, einen Eimer zu holen oder zur Toilettenschüssel zu laufen.

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Doch Flecken von Erbrochenem auf Teppich, Matratze oder Polstermöbel ist kein Grund zur Panik. Es lässt sich nämlich sehr einfach mit Katzenstreu aufnehmen. Ist das „Grobe“ damit erst einmal entfernt, kann der verbleibende Fleck mit Spiritus oder Essigwasser entfernt werden.

Essigwasser bindet dabei auch den unangenehmen Geruch. Bei empfindlichen oder nicht farbechten Textilien ist Rasiergel die schonende Alternative. Reichlich davon auftragen und ca. zehn Minuten einwirken lassen, dann mit einem feuchten Schwamm oder Tuch die Rückstände abwischen.

Tipp 2: Obst- und Gemüse-Flecken auf der Kleidung

Die ersten Beikostversuche sind für Babys eine faszinierende neue Erfahrung. Sie lernen neue Geschmacksrichtungen kennen und experimentieren mit Händchen, Gaumen und Zunge mit den unbekannten Texturen des Essen.

Leider ist das auch immer eine ziemliche Sauerei, bei der trotz Lätzchen die Kleidung oft etwas abkriegt. Wichtig bei so gut wie allen Lebensmittel-Flecken ist, sie nicht eintrocknen zu lassen:

Je eher die Flecken behandelt werden, desto größer die Chance, ihn wieder loszuwerden.

Frische Flecken mit Wasser anfeuchten, dann für 10 Minuten in Gallseife einweichen. Anschließend wie gewohnt waschen, jedoch ohne Weichspüler. Ist die Kleidung noch nicht sauber, wiederhole den Vorgang direkt mit dem noch feuchten Wäschestück.

Leichte Schatten der Flecken verschwinden auch mit UV-Strahlung, das Kleidungsstück also einfach in der Sonne trocknen.

Wenn du eine größere Menge fleckiger Babykleidung hast, lasse sie über Nacht in Flecken-Mittel und ein wenig Waschpulver in der Waschmaschine einweichen. Dazu einfach am Abend die Maschine ein- und nach 10 Minuten wieder ausschalten. Morgens kannst du das Programm dann zu Ende laufen lassen.

Extratipp: Gib statt Weichspüler ein wenig Essig oder Essigessenz ins Weichspülerfach deiner Waschmaschine. Das ist nicht nur die umweltfreundlichere Alternative, Essig macht zudem die Wäsche ebenso weich, wirkt gegen Kalk im Wasser und entfernt Gerüche. Vom Essig selbst riecht man in der gewaschenen Kleidung übrigens nichts mehr.

Tipp 3: Stuhl-Flecken in Wäsche oder Matratze

Wenn die Windel mal wieder ihr Limit erreicht hat oder die ersten Versuche beim Trockenwerden sprichwörtlich in die Hose gehen, ist – wie bei den Obst- und Gemüse-Flecken – Schnelligkeit angesagt. Den Stuhl direkt abspülen und die Flecken in reichlich Gallseife einweichen, danach direkt waschen.

Gegebenenfalls muss der Vorgang wiederholt werden. Auch bei Stuhl-Flecken hilft die UV-Strahlung der Sonne, um eventuell verbleibende Schatten auszubleichen.

Wenn es die Matratze des Bettchens erwischt hat, zieh den Bezug ab und behandele ihn genau wie die Kleidung. Für die Matratze selbst verwende einen sogenannten Enzymreiniger*. Den gibt es in der Drogerie oder auch in der Zoohandlung, wo er speziell für die Entfernung von Katzenurin und -kot ausgelobt ist.

Sprühe den Enzymreiniger auf ein Tuch und tupfe ihn damit großzügig direkt auf den Fleck. Nachdem er 15 Minuten eingewirkt ist, entferne die Reste mit einem sauberen Lappen, den du mit klarem Wasser angefeuchtet hast.

Danach kannst du den Fleck noch mit Natron einstreuen, denn es spaltet Säuren auf und entfernt Gerüche. Lasse es mindestens 30 Minuten, besser mehrere Stunden auf dem Fleck trocknen und sauge es anschließend einfach mit dem Staubsauger wieder ab.

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Genau so wie hier beschrieben kannst du übrigens auch bei Urinflecken in der Matratze vorgehen.

Tipp 4: Fettflecken in Textilien

Wie schnell ein paar kleine Kinderhändchen sein können, wissen Eltern spätestens, wenn ihr Goldschatz beim Essen Butter, Frischkäse oder sonstige fetthaltige Aufstriche verteilt. Gerade noch auf dem Butterbrot, ist das Fett ruckzuck überall in Armeslänge verteilt.

Aus der Kleidung bekommst du Fett-Flecken, indem du möglichst sofort den Großteil davon mit Küchenpapier aufnimmst und das Kleidungsstück direkt danach in eine Schüssel mit möglichst warmem bis heißem Wasser legst.

Rühre einen Esslöffel Waschmittel oder Spülmittel in das Wasser und wasche die Flecken darin gründlich aus. Anschließend mit warmem, klarem Wasser spülen und in der Waschmaschine mit der für das Kleidungsstück empfohlenen Maximal-Temperatur waschen.

Tipp 5: Gras- und Schlamm-Flecken in der Kleidung

Beim Krabbeln, spielen und toben in der Natur sind sie stets vorprogrammiert: Gras- und Matsch-Flecken. Sie sind bei Eltern ganz besonders gefürchtet, denn häufig ist hier selbst die Gallseife machtlos. Was jedoch helfen soll: Die Flecken zunächst mit Butter (!) einreiben, dann mit (Gall-)Seife behandeln und zuletzt mit sehr heißem Wasser spülen. Danach in die normale Maschinenwäsche geben.

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Tipp 6: „Kunstwerke“ auf Möbeln

Wasserfeste Filzstifte sind ein beliebtes Werkzeug kleiner Künstler, deren Spuren den Eltern regelmäßig die Haare zu Berge stehen lassen. Doch keine Sorge, auch hier gibt es Mittel, um Möbel und Wände wieder in ihren Ausgangszustand zu bringen.

Filzstift-Flecken auf glatten Oberflächen oder Böden zunächst mit Schmutzradierer behandeln. Haarspray oder weiße Zahnpasta (ohne Gel) in Kombination mit feuchtem Nachwischen soll Stiftspuren auf glatten Wänden oder Fliesen super entfernen.

Auf Holz hilft Reinigungsalkohol oder auch weiße Zahnpasta, eventuell sind hier jedoch mehrere Reinigungsgänge nötig.

Aus Polstermöbeln und Textilien kriegst du die Flecken, indem du sie mit einer Mischung aus 1 EL Waschpulver oder farblosem Spüli, 2 EL hellem Essig und zwei Tassen Wasser betupfst. Auch Reinigungsalkohol kann bei Polstermöbeln helfen. Auch hier kann es gut sein, dass du den Vorgang einige Male wiederholen musst, bis die Flecken ganz verschwunden sind.

Wachsmaler lässt sich übrigens mit etwas Öl von Wänden und Möbeln entfernen. Das Öl anschließend mit Spülmittel und warmem Wasser abwischen.

Nagellack ist ebenso sehr beliebt bei den kleinen Künstlern. Bei empfindlichen Oberflächen solltest du für die Entfernung auf acentonfreien Nagellackentferner zurückgreifen. Für Nagellack-Flecken auf der Kleidung brauchst du jedoch pures Aceton*.

Lege das Kleidungsstück auf einige Lagen Küchenpapier. Der Fleck ist dabei unten, liegt also direkt auf dem Küchenpapier auf. Tupfe nun immer wieder einen mit Aceton getränkten Wattebausch auf den Fleck.

Zwischendurch die betroffene Stelle immer wieder mit klarem Wasser auswaschen und danach frisches Küchenpapier unterlegen. Dann wieder Aceton auftupfen. Das Ganze wiederholst du, bis der Fleck verschwunden ist bzw. das Küchenpapier keinen Nagellack mehr aufnimmt.

Kugelschreiber-Spuren sollen mit Essigessenz sehr einfach verschwinden. Dazu den Fleck in Essigessenz tauchen, ein wenig mit einer weichen Nagelbürste bearbeiten und anschließend ganz normal in der Maschine waschen.

Buntstift-Zeichnungen lassen sich in der Regel gut mit dem Schmutzradierer oder einem Dampfreiniger entfernen.

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Extratipp: Mach ein Foto vom Kunstwerk, bevor du dich an die Entfernung der Flecken machst, am besten mit der kleinen Künstlerin bzw. dem Künstler daneben. Was dich jetzt nämlich vielleicht zur Weißglut bringt, wird dir später garantiert ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern.

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