Leben

„Eine Narbe ist ein kleines Opfer:“ Eine Zwillingsmama spricht offen über ihren Körper

Die Britin Emily Marson ist seit Dezember die stolze Mama von supersüßen Zwillingen. Ihre Schwangerschaft war nicht ohne, mehrmals musste sie wegen verschiedener Komplikationen ins Krankenhaus – und schließlich wurden ihre beiden Jungs zu früh geboren und haben das Licht der Welt par Kaiserschnitt erblickt.

Jetzt hat Emily auf ihrem Instagram-Account ein sehr persönliches Foto veröffentlicht. Es zeigt ihre beiden Babys, die neben dem nackten Bauch ihrer Mama liegen.

Okay, this is quite a personal post but I am now 4 months postpartum and beginning to embrace what my body has become, I’ve housed two beautiful babies for 36 weeks and breastfed for 5 weeks. My pregnancy wasn’t exactly an easy ride these boys wanted to come out early and I was hospitalised a few times because of dehydration and early contractions, our bodies go through a lot, a lot of change and your body is put through an enormous amount and I am so proud of myself that I carried such beautiful children and gave them food, warmth and most importantly all the love that I never thought I had. With a scar that I will have for the rest of my life is a tiny sacrifice for a lifetime of beautiful memories with my family. Your stretch marks DO NOT define you, your scar DOES NOT define you, your flab DOES NOT define you. You are incredible, you are a mother and you are the light of your babies eyes. I wanted to share this to show the reality of our bodies and that it’s okay not to be perfect because in their eyes you are exactly that. #identicaltwins #twins #csectionrecovery #babies #brave #scar #csectionstrong #stretchmarks #beautiful #perfect

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Der Bauch zeigt Spuren der Zwillingsschwangerschaft und die Narbe des Kaiserschnitts. Emily schreibt dazu: „Vier Monate nach der Geburt bin ich dabei, zu begreifen, was aus meinem Körper geworden ist. Unsere Körper machen viel durch. Ich bin so stolz auf mich selbst, dass ich so schöne Kinder in mir getragen habe und ihnen Nahrung, Wärme und vor allem all die Liebe gegeben habe, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie hätte. Eine Narbe, die ich für den Rest meines Lebens haben werde, ist ein kleines Opfer für ein Leben voller schöner Erinnerungen mit meiner Familie.“

Anderen Mamas möchte Emily mit ihrem Post sagen: „Deine Dehnungsstreifen definieren dich NICHT, deine Narbe definiert dich NICHT, dein Speck definiert dich NICHT. Du bist unglaublich, du bist eine Mutter und du bist das Licht, das sich in den Augen deines Babys widerspiegelt. Ich wollte dies teilen, um die Realität unseres Körpers zu zeigen und dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein, denn in den Augen deines Kindes bist du genau das.“

Und ist es nicht wirklich so? Wenn wir auf dieses Bild blicken, sehen wir in erster Linie zwei bezaubernde Babys, die von den Armen ihrer Mama umfasst werden. Wir sehen Liebe und Intimität – und keine Makel.

Und so war die Resonanz auf diesen Post auch durchweg positiv. „Dieser Beitrag ist alles! So schön gesagt!“, schrieb jemand. Eine andere Frau erzählte ihre Geschichte: „Ich bin 41 und habe tolle Kinder. Ich habe mit meinem Körperbild gewaltig gekämpft, hauptsächlich, weil mein Mann mich zurückgewiesen hat. Er behauptete zwar, dass es nichts mit meinem Bauch zu tun hätte… Aber ich habe so sehr damit zu kämpfen gehabt und gefürchtet, dass niemand mich jemals wieder wollen wird. Dann sah ich dich. Du siehst toll aus und wer würde dich nicht lieben? Danke. Ich bin gerade dabei, mich zu trennen und das hat mir geholfen, mich besser zu fühlen.“

Diese Kommentare zeigen Emily, dass sie den richtigen Weg geht. Sie möchte ihre Versöhnung mit ihrem Körper mit anderen teilen, um postpartale Körper alltäglicher zu machen und somit die Realität von Schwangerschaften und Geburten ins Bewusstsein zu rufen.

„Ich habe lange gebraucht, um zu akzeptieren, wer ich bin. Nun möchte ich anderen Frauen helfen, sich so schön zu finden, wie sie sind.“