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Immer gestresst? So habe ich es geschafft, mich zu entspannen

Foto: Echte Mamas

Die meisten Menschen beschreiben mich als freundlich, höflich und offen. Vor kurzem meinte sogar eine Freundin zu mir, als sie mich mit meinen beiden Kindern beobachtete: „Ich bewundere dich für deine Geduld. So toll, wie du das mit den beiden machst!“

Natürlich freute ich mich über ihren Kommentar, allerdings war ich in dem Moment alles andere als fröhlich, sondern voll gestresst. Erstaunlich, wie ich offenbar nach außen wirkte. In mir drin sah es nämlich komplett anders aus – und das stimmte mich traurig.

Denn ja, ich bin ein netter Mensch, aber meine positive Energie reicht meist nur noch für andere und nicht für mich selbst.

Ich weiß, da geht es mir wie den meisten Müttern. Laut einer Studie der TK-Krankenkasse sind unsere eigenen Ansprüche an uns selbst der größte Faktor für Stress – noch vor unseren Arbeitsbedingungen. Das kann ich leider nur unterschreiben. Meine tägliche To-Do-Liste reicht für eine ganze Woche, und ich kann es schlecht mal gut sein lassen.

Trotzdem wollte ich dringend etwas ändern – schon alleine deswegen, weil ich nicht nur noch gehetzt durch mein Leben laufen möchte. Seit kurzem gehe ich deshalb einmal die Woche zum Sport, aber das hilft ehrlich gesagt auch nicht die nächsten sieben Tage. Also überlegte ich, wie ich mir jeden Tag 15 Minuten Zeit für mich nehmen könnte. Eine viertel Stunde – das müsste doch für mich drin sein, oder?!

In meinem Alltag mit Kind, Partner und Job war die Frage nicht nur wann, sondern auch wo. Ich wollte auch weder groß Geld ausgeben noch das Haus verlassen müssen. Also ging ich durch unsere Wohnung auf der Suche nach einem guten Rückzugsort für meine kleinen Pausen vom Alltag. Und welche Tür darf man zu Hause als einzige hinter sich schließen? Genau, die Badezimmertür. Die Kinder kennen zwar kein Pardon, aber irgendwann schlafen sie ja auch.

Es fing damit an, dass ich abends Zeitschriften mit ins Bad nahm und mich damit beim Zähneputzen auf den Badewannenrand setzte. So putzte ich nicht nur meine Zähne gründlicher, sondern lenkte mich auch von meinem Gedankenkarussell ab.

Ich weiß, es klingt kitschig, aber als Nächstes schleppte ich eine Duftkerze an, die ich anzündete, wenn ich mich abends fertigmachte. Erstaunlicherweise konnte ich anfangs die 15 Minuten gar nicht richtig füllen, so gepolt war ich auf Schnelligkeit (Es stellte sich heraus, dass mein normales Abendritual nur sieben bis acht Minuten dauerte).

Also stellte ich Musik an und machte dazu ein paar Dehnungsübungen auf dem Badezimmer-Teppich. Ich kam mir dabei anfangs etwas komisch vor, aber ich fühlte mich danach wirklich besser. Hatte ich darauf keine Lust, gönnte ich mir im Sitzen eine kleine Massage der Arme, Beine oder des Bauchs mit einem lecker duftenden Relax-Öl (z.B. neu von frei öl, ohne Alkohol, Farbstoffe, Mineralöle, Parabene, PEG/PEG-Derivate und Silikone, ca. 12 Euro). Ich erinnerte mich nämlich an meine Schwangerschaft und an meinen Babybauch, den ich auch mit einem Öl verwöhnt hatte. Das hatte meiner Haut immer gut getan und mich vor Dehnungsstreifen und trockenen Stellen geschützt. Warum sollte ich mir das jetzt nicht auch wieder gönnen?

Dieses „Relax-Öl“ von frei öl mit Jojobalöl, Vitamin E und Aloe vera-Extrakt habe ich soeben bei dm entdeckt. Wer es haben möchte, muss schnell sein: Es gibt es seit 1. März nur für wenige Wochen zu kaufen Für dieKinder kauft man ja auch nur das Beste, warum sollte man sich also nicht auch selbst etwas gönnen? Preis, ca. 12 Euro. Foto: Echte Mamas

Anfangs dachte ich, dass diese kleinen Rituale überbewertet sind. Was sollte es schon bringen, schnell unter die Dusche zu springen und mich danach langsam einzuölen (Das Öl noch auf die feuchte Haut auftragen, dann klebt auch nichts und es zieht super schnell ein!).

Es brachte mir erstaunlicherweise viel – und das ist sogar bewiesen: Berührungen entspannen und beruhigen, selbst wenn man mit seinen eigenen Fingern über die Haut streicht und nicht zur Massage geht. Die empfindlichen Nervenenden in der Haut leiten die sanften Impulse weiter ins Gehirn weiter, dass daraufhin Stresshormone wie Adrenalin und Kortison ausbremst und stattdessen Glückshormone wie Serotonin und Dopamin auf den Plan ruft.

Habe ich mal wieder Schulterschmerzen vom Kinderschleppen und am Computer arbeiten lege ich mich rücklings auf einen Tennisball und rolle sanft über die Verspannung. Den Tipp habe ich mal von einer Physiotherapeutin bekommen und er ist Gold wert.

Klar, meine Mini-Rituale vor dem Zubettgehen haben mich nicht von heute auf morgen von einer gestressten Mama zu einer immer entspannten und gut gelaunten Mutter gemacht. Dass mir die positive und aufmerksame Beschäftigung mit meinem Körper aber gut tat, merkte ich, als ich nach drei Wochen das erste Mal meine 15 Minuten-Ich-Zeit schleifen ließ.

Es fiel mir schwerer runterzukommen und einzuschlafen, weil mir noch so viel im Kopf rumspuckte. Ich war auch irgendwie zappeliger also sonst. Mir fehlte die Aufmerksamkeit, die ich mir entgegen brachte und die bei mir ein gutes Gefühl hinterließ. Mein Kompromiss: Ich erlaubte mir im Schnitt einmal die Woche zu schummeln, ansonsten blieb ich bei meinem 15-Minuten.

Dem Hautöl bin ich seitdem drei Mal in der Woche treu geblieben – das tut meiner zur Trockenheit neigenden Haut einfach gut. Oft kombiniere ich dieses mit einer kleinen angeleiteten Meditationsübung (Meditationsübungen haben nachweislich einen positiven Einfluss auf das Gehirn). Ansonsten variiere ich nach Lust und Laune. Denn in meiner freien Zeit gilt: Alles kann, nix muss.

Was für ein befreiender Satz!