Leben

Von „Oh!“ bis „Aua!“: Warum dein Baby dich in den Bauch tritt

Foto: Bigstock

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich zum ersten Mal meine ungeborene Tochter in meinem Bauch gespürt habe. Ich saß bei der Arbeit, schrieb in einem stillen Büro konzentriert an einem Text – und plötzlich war da der Hauch eines Gefühls in mir, wie ein Flattern, oder ganz zarte Bläschen, die zerplatzen. Ich wusste trotzdem ganz sicher, dass das die erste spürbare Bewegung meines Babys war.

So aufregend!!!! Dies ist wohl für alle werdenden Mamas einer der schönsten Momente der Schwangerschaft.

Später dann spüren Schwangere ihr Baby regelmäßig – und vor allem viel deutlicher! Bei manchen Kicks, die ihr Schatz ihnen von innen gibt, bleibt ihnen fast die Luft weg. Und sie fragen sich:

Warum tut es das denn eigentlich? Ziehe ich gerade den künftigen Ronaldo in mir groß?

Die Bewegungen des Ungeborenen sind ein ganz normaler Bestandteil der Entwicklung. Auf dem Ultraschall kann man sie übrigens lange sehen, bevor sie zu spüren sind.

Fühlen können Mamas in spe die Bewegungen meist erst zwischen der 18. und der 25. Schwangerschaftswoche. 

Das Baby ist im Bauch nicht abgeschirmt von der Außenwelt, sondern bekommt durch die Bauchdecke Außenreize wie Licht oder Geräusche mit. Darauf oder auch auf verschiedene Lebensmittel, die seine Mama zu sich nimmt, reagiert das Baby eben mit Bewegungen, zu denen unter anderem auch kräftiges Strampeln gehört.

Und auch, wenn aus dem verzauberten „Oh!“, das Schwangeren beim ersten Fühlen ihres Babys entfährt, langsam ein schmerzhaftes „Au!“ wird, sind die Kicks ein Grund zur Freude. Denn die Bewegungen des Kindes sind ein gutes Zeichen, dass mit der Schwangerschaft alles so gut läuft wie es soll.

In der Regel spüren Mamas ihr Baby vor allem, wenn sie auf der Couch oder im Bett zur Ruhe kommen. Denn wenn sie in Action sind und sich bewegen, wirkt das einschläfernd auf das Baby.

Experten empfehlen, gegen Ende der Schwangerschaft die Tritte ruhig regelmäßig zu zählen, und zwar täglich zu einer ähnlichen Uhrzeit, während der das Baby besonders aktiv ist. So können Mamas selbst prüfen, ob alles okay ist. Auf zehn Tritte in einer Stunde sollten sie beim Zählen kommen. Ist das Kind ruhiger, hilft es, etwas Zuckerreiches essen und es dann etwas später noch einmal mit dem Zählen probieren.

Bewegt sich das Kind wirklich deutlich weniger als sonst, sollte sich rasch der Frauenarzt das Ungeborene anschauen.

Aber in der Regel wird die Mama bald ihren kleinen Kicker wohlbehalten im Arm halten. Und nicht wundern: Ab und zu hat man tatsächlich trotzdem noch das Gefühl, seinen Schatz im Bauch zu spüren. Phantom-Tritte, sozusagen.