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Leberschäden! Ärzte warnen jetzt vor diesem Medikament gegen Myome

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Myome sind weit verbreitet. Etwa jede dritte Frau leidet unter den Wucherungen in der Gebärmutter. Oftmals ohne es zu wissen, denn nicht bei jeder Frau lösen sie Beschwerden aus.

Wenn es aber zu typischen Problemen wie z. B. sehr starken oder schmerzhaften Menstruationsbeschwerden oder Schmerzen beim Sex kommt, wird oftmals das Medikament Esmya verschrieben. Sein Wirkstoff Ulipristalacetat reduziert das Wachstum der gutartigen Wucherungen.

Aktuell wird allerdings untersucht, ob Esmya die Leber schädigen kann. Nachdem bei vier Patientinnen schwere Leberschäden (bei dreien war sogar eine Transplantation nötig) auftraten, geht die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) seit Dezember 2017 diesem Verdacht nach.

Allerdings gibt es bereits vorläufige Empfehlungen, die Patientinnen schützen sollen. Wer zurzeit Esmya einnimmt, soll vorsorglich seine Leberwerte prüfen lassen. Falls diese auffällig sind, wird die Therapie mit dem Medikament abgebrochen. Ärzte sollen die Tests mindestens monatlich durchführen.

Wenn Esmya-Nutzerinnen unter Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder einer gelben Färbung der Augen oder der Haut leiden, sollen sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Neu verschrieben werden sollte Esmya nicht. Und Frauen, die bereits einen Einnahmezyklus mit Esmya abgeschlossen haben, sollten keinen neuen beginnen.

Wenn du betroffen bist und Fragen hast, wende dich an deinen behandelnden Arzt.