Kinder

Geldstrafe wegen Wildpinkelns – für einen Zweijährigen!

unsplash / emma frances logan

Es ist eine Situation, die jede Mama nur zu gut kennt: Der Nachwuchs wird gerade trocken und ist ganz stolz, keine Windeln mehr zu tragen. Nun ist man draußen unterwegs und plötzlich muss das windelfreie Kind gaaaaaaaaaanz dringend mal Pipi!

Hand aufs Herz: Alle, die schon mal in dieser Situation waren, haben doch ihr Kind neben einen Baum oder auf einem noch so kleinen Grünstreifen pinkeln lassen, oder?! Was wäre auch die Alternative? In die Hose pinkeln lassen oder schnell ausziehen und eine Windel anziehen? Nicht wirklich praktikabel…

Das hat auch Opa Hennie aus dem niederländischen Uden gemacht, als er mit seinem Enkel Mattias einen Nachmittag auf dem Spielplatz verbrachte. Weil das zweijährige Kind musste, ließ Hennie ihn unterwegs, etwas vor Blicken geschützt, am Straßenrand urinieren.

Das sah allerdings die Polizei und verhängte sogleich eine Ordnungsstrafe: 140 Euro sollten die beiden wegen des Wildpinkelns bezahlen. Das sah Hennie gar nicht ein, schließlich ging es um ein Kleinkind, das den Urin aus Altersgründen nicht halten konnte, und nicht um einen ausgewachsenen Mann, der sich einfach irgendwo erleichtert. Es kam zu einem Streitgespräch. Hennie versuchte den Polizisten zu überzeugen, doch er blieb hartnäckig. Hennie aber auch.

Kurz nach dem Vorfall wandte er sich an die Medien und machte die Sache öffentlich. Zunächst bestand die Polizei darauf, dass ihr Vorgehen richtig war: „Es gibt viele Arten zu protestieren, aber darüber in den Medien zu berichten, ist wirklich nicht die richtige Art, gegen eine Geldstrafe Einspruch einzulegen.“

Am Ende jedoch schaltete sich sogar der Bürgermeister ein und die Strafe wurde erlassen. Hennie entschuldigte sich außerdem dafür, dass er im Verlauf nicht gerade freundlich zu dem Polizisten gewesen sei.

Hier erzählt Opa Hennie, wie sich alles zugetragen hat: