Kinder

9 gruselige und merkwürdige Dinge, die Neugeborene machen (und die Erklärung dafür)

unsplash / Sadik Kuzu

Es gibt nichts auf der Welt, das niedlicher ist als ein neugeborenes Baby! Oder?

Aber nicht immer ist unser Baby ein kleiner, schlafender oder spielender Engel. Manchmal fragen wir Eltern uns: Was war das gerade?! Hat es das wirklich gerade gemacht?! Und manchmal fügen wir noch hinzu: Wie gruselig!!

Das ist ganz normal und viele merkwürdige Sachen, die unser Baby macht, hat eine logische Erklärung. Aber nicht alles…. Hier kommt unsere Liste gruseliger Dinge, die Babys tun:

1) Mit offenen Augen schlafen:

Manche Babys lassen ihre Augen offen, auch wenn sie schon längst im Land der Träume sind. Bei manchen ist es nur ein kleiner Spalt, bei manchen aber ist das Lid komplett auf und manchmal – besonders gruselig! – sieht man sogar, wie der Augapfel umher rollt! Manche Mediziner behaupten: Der Eindruck täuscht häufig. Mit halboffenen Augen können Babys schlafen, sind die Augen aber offen, ist das Baby wach oder höchstens im Halbschlaf. Weil Neugeborene aber nur Schatten und Umrisse erkennen, kann es so wirken, als würden sie schlafen. Spätestens bis zum Kleinkindalter sollte sich das Phänomen jedenfalls verflüchtigt haben.

2) Zucken:

Plötzlich geht ein heftiger Ruck durch den kleinen Körper, manchmal mit Hochreißen der Arme und Beine. Manchmal passiert das, wenn das Baby wach ist, sodass der Eindruck entsteht, es hätte sich vor etwas sehr erschreckt. Manchmal passiert das aber auch, wenn das Baby schläft. Völlig normal, sagen Kinderärzte. Es handelt sich um den Moro-Reflex, benannt nach dessen Entdecker. Er ist lebenswichtig und ermöglicht den ersten Atemzug. Bei uns Säugetieren sorgt er dafür, dass das Kind nicht von der es tragenden Mutter fallen kann, während es schläft. Bei uns Menschen kann das etwas lästig sein, weil es das Neugeborene oft aufweckt, bevor es in die Tiefschlafphase „fällt“. Es erkennt seine Beine und Arme nicht als seinem Körper zugehörig und wacht auf, wenn diese bei ausgelöstem Reflex neben sich hochschnellen. Pucken kann dabei Abhilfe schaffen.

3) Gehen:

Nimmt man sein Baby aufrecht hoch, die Füße berühren aber den Boden, fängt es reflexartig an, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Der Schreitreflex hat nichts mit dem Erlernen des Gehens zu tun und verschwindet ab dem zweiten Lebensmonat langsam wieder. Er wird bei den U-Untersuchungen vom Arzt getestet, obwohl nicht ganz klar ist, was für einen Nutzen er hat. Wahrscheinlich hängt er mit der Gehirn- und Kooperationsentwicklung zusammen.

4) Gespenster gucken:

Sobald das Baby ein paar Wochen alt ist, beginnt es damit, seinen Blick durch den Raum wandern zu lassen. Es sieht so aus, als würde es einen unsichtbaren Menschen bei dessen Gang von einer Zimmerecke zur nächsten beobachten. Es kann auch passieren, dass es dabei erschrickt und anfängt zu weinen, oder dass es anfängt zu lächeln. Weil man das nicht mit einem simplen Reflex erklären kann, gibt es nur die übersinnliche Interpretation, dass Babys Gespenster sehen (können – je nach esoterischem Empfinden…).

5) Husten und niesen:

Neugeborene verbringen gefühlt viel Zeit damit, zu husten und zu niesen. Das ist zwar komisch, aber kein Grund zur Sorge und deutet nicht unbedingt auf eine Erkältung hin. In der Nase können bei der Geburt Fruchtwasser-Reste hängen bleiben, die durch Niesen ausgestoßen werden. Husten und Niesen sind Schutzreflexe und werden besonders oft getriggert, weil die Anatomie des Babys sich erst an die neue Umgebung gewöhnen und nachreifen muss.

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6) Einen Pulsschlag am Kopf haben:

Die Fontanelle ist jedem Elternteil ein Begriff. Man weiß, dass es sie gibt und dass man mit dem Kopf eines Neugeborenen besonders vorsichtig umgehen muss, weil die Schädelknochen noch nicht zusammengewachsen sind. Trotzdem ist es ziemlich gruselig, zu sehen, wie direkt unter der Kopfhaut der Puls schlägt…. Noch bei bis zu 18 Monate alten Kindern sieht man ein „Loch“ auf dem Kopf, unter dem es pulsiert.

7) Frühreife Geschlechtsteile haben:

Jungs haben geschwollene Hoden und bekommen häufig eine Erektion, Mädchen haben schleimigen, gelben Ausfluss und manchmal sogar eine Mini-Periode! Die Körper von Neugeborenen benehmen sich manchmal, als wären sie ihrer Zeit 15 Jahre voraus. Das ist völlig normal. Bei Jungs zeigt es, dass das Nervensystem funktioniert. Eine Erektion kann grundlos entstehen, aber auch ein Zeichen dafür sein, dass die Blase voll ist – also für die Wickelnden bedeuten, dass sie lieber in Deckung gehen sollten… Bei den Mädchen wird die Gebärmutter-Schleimhaut im Mutterleib von der Mutter stimuliert. Nach der Geburt fehlen diese Hormone und sie wird abgestoßen – ebenfalls völlig normal und kein Grund zur Sorge, wenn die Blutung minimal bleibt.

8) Brüste haben:

Ach ja, die lieben Hormone mal wieder! Von denen bekommen Neugeborene von ihrer Mutter ganz schön viele übertragen. Auch die, die dafür sorgen, dass die Brüste der Schwangeren anschwellen und Milch produzieren. Das Ergebnis: Babys können ebenfalls schon kleine Brüste haben. Manchmal sondern diese sogar Milch, die sogenannte Hexenmilch, ab.

9) Aufhören zu atmen: 

Es ist ein ziemlich großer Schock-Moment für jede Mutter, wenn das Neugeborene aufhört, zu atmen. Die guten Neuigkeiten sind aber, dass man das meistens gar nicht mitbekommt. Noch mehr gute Neuigkeiten sind, dass das ebenfalls völlig normal ist. Atempausen von bis zu zehn Sekunden machen Babys häufig, weil sie erst lernen müssen, wie Atmen funktioniert. Wichtig ist allerdings, dass die Pausen nicht zu schnell aufeinanderfolgen und das Baby nicht blau anläuft – ist eines davon der Fall, dann liegt ein Notfall vor.

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