Leben

Warum Haustiere deinem Kind gut tun – und es ist nicht, was du denkst!

Dein Kind kuschelt gerne mit eurem Hund? Setzt sich nur länger als zehn Sekunden still hin, wenn es die Katze auf dem Schoß hat und streichelt? Oder der Hamster ist sein liebster Freund?

Ja, Haustiere tun der Psyche gut, das ist schon länger bewiesen.
Aber eben nicht nur der Psyche!

Forscher der University of Alberta in Kanada haben jetzt Erstaunliches herausgefunden:

Wer schon als Kind Haustiere um sich hat, hat als Erwachsener ein geringeres Risiko, Allergien zu entwickeln.

Und die Wahrscheinlichkeit, später dick zu werden, sinkt!

Und zwar gilt das für Kinder, bei denen Haustiere sowohl vor als auch nach der Geburt zur Familie gehörten.

Der Grund: Besonders Hunde setzen Kinder schon früh im Leben Bakterien aus, die ihr Immunsystem stärken und die Verdauung regeln.

Die Studie wurde an 700 Kleinkindern durchgeführt.

Die werdenden Mütter mussten angeben, ob sie bereits ein Haustier besaßen, ob sie sich eines ab dem 4. Schwangerschaftsmonat zulegten oder drei Monate nach der Geburt.

Die Experten untersuchten dann Stuhlproben, als die Kinder rund drei Monate alt waren. Über die Hälfte der Kinder hatte doppelt so viele gute Bakterien im Darm wie die anderen.

Du hast richtig getippt: Das waren genau die Kinder, die bereits Kontakt mit Haustieren hatten. Dabei waren 70 Prozent der Haustiere Hunde.

Die beiden Helfer sind fast unaussprechbar, aber der Vollständigkeit halber notieren wir sie hier für dich: „Ruminococcus“ and „Oscillospira“.

Warum dein Kind gute Bakterien braucht? Um sein Immunsystem aufzubauen. Krankheiten wie Allergien oder Asthma entwickeln sich in der westlichen Welt oft, weil Kleinkinder nicht genug mit natürlich in der Umwelt vorkommenden Bakterien in Kontakt kommen – besonders nicht früh genug!

Im Alter von vier Jahren brechen diese Krankheiten dann oft aus.

Was also kannst du tun?

Klar, dir ein Haustier anschaffen, aber bitte nur, wenn du auch Lust hast, dich dauerhaft darum zu kümmern und du es artgerecht halten kannst.

Leichter umzusetzen:
Deine Kleinen nicht so steril aufwachsen lassen. Die sollen ruhig mal im Dreck wühlen, im Gras spielen oder Sand über sich drüber schaufeln.

Schmutzige Finger machen eine schöne Kindheit ja erst aus!