Schwanger

Erschreckend: Jede 4. Frau trinkt Alkohol in der Schwangerschaft

© Echte Mamas

Dass Alkohol ungeborenen Babys Schäden zufügt, sollte eigentlich bekannt sein. Dennoch hat eine Untersuchung ergeben, dass jede vierte Frau in Deutschland während der Schwangerschaft nicht darauf verzichtet, mal an einem Gläschen zu nippen.

Das besagt eine weltweite Studie von Forschern aus Kanada. Im internationalen Vergleich schnitten die Deutschen damit ziemlich schlecht ab, denn insgesamt trinkt „nur“ jede zehnte Schwangere.

Wie fatal das ist, zeigen ebenfalls Zahlen: Schädigungen durch Alkohol-Konsum sind bei Neugeborenen hierzulande häufiger als das Down-Syndrom! Hirnschäden, Entwicklungsstörungen, körperliche Behinderungen oder sogar das Fetale Alkoholsyndrom sind Folgen davon, denn das Ethanol geht über das Blut schnell auf das ungeborene Kind über. Das Baby hat somit den selben Promillegehalt wie die Mutter, braucht allerdings deutlich länger, diesen wieder abzubauen.

Nicht sicher ist hingegen, ab welcher Menge Alkohol dem Kind Schäden zufügt, sicher ist allerdings, dass das Risiko steigt, je mehr getrunken wird. Außerdem ist harter Alkohol wie Schnaps schädlicher als Bier oder Wein.

Laut der Studie leben in Deutschland 38 von 10.000 Menschen mit den Auswirkungen dieses Fehlverhaltens von werdenden Müttern, weltweit sind es 15 von 10.000.

Jene Frauen, die nichts von ihrem Zustand wussten, wurden bei der Erhebung wenn möglich außer Acht gelassen.

Und eine beruhigende Tatsache gibt es für alle, die zwischen Befruchtung und dem ersten Ausbleiben der Periode nicht abstinent waren: In dieser Zeit sind noch keine Schädigungen zu erwarten. Denn wäre der Alkohol-Konsum zu hoch gewesen, wäre die Schwangerschaft gar nicht erst bemerkt worden, sondern gleich wieder abgegangen – mit einer gefühlt etwas stärkeren oder leicht verschobenen Menstruation.