Schwanger

Ultraschall zeigt: So leiden die Babys von Raucher-Müttern!

Oben: Fötus einer Raucherin, unten: Fötus einer Nichtraucherin - Durham University

Dass Schwangere auf keinen Fall rauchen sollen, ist eigentlich bekannt und leuchtet den meisten werdenden Müttern ein. Aber eben nicht allen: Rund 30 Prozent der Frauen rauchen trotz ihrer Schwangerschaft zumindest anfangs weiter, ein Fünftel raucht bis zum Schluss und gefährdet damit massiv die Gesundheit des Babys.

Die Giftstoffe gelangen über das Blut zum Baby, es wird schlechter mit Sauerstoff versorgt und sein Herz schlägt schneller als gewöhnlich. Nikotin, das ein Nervengift ist, gelangt ebenfalls bis in den Körper des Fötus und sorgt dafür, dass die Lunge sich schlechter entwickelt. Die Gefahr von Früh- und Fehlgeburten ist deutlich erhöht, sind sich Ärzte einig.

Wenn die Kinder von Raucherinnen zur Welt kommen, sind sie meistens leichter als die von Nichtraucherinnen, haben häufiger Atemwegserkrankungen und Krankheiten wie Asthma und Kiefer-Gaumenspalten.

Eine Studie der Universitäten Durham und Lancaster hat sich damit beschäftigt, wie sich Rauchen in der Schwangerschaft auf das Verhalten des Fötus auswirkt. Mit einem HD-Ultraschall haben die Forscher die ungeborenen Babys beobachtet.

Das Ergebnis: Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen den Föten von rauchenden und nichtrauchenden Müttern.

Raucher-Babys hatten eine sehr viel aktivere Mimik. Ihre Mund bewegte sich mehr, als das normal wäre. Eine mögliche Ursache dafür sei, dass die Gehirnentwicklung, die die Gesichtsmuskeln steuere, bei ihnen entwicklungsverzögert sei. Das passe auch zu anderen Studien, die zeigen, dass Raucher-Kinder erst später lernen, zu sprechen.

15032461_10154711488289283_626414611_nDie Mund- und Handbewegungen der Babys der Raucherinnen seien vergleichbar mit denen von depressiven und sehr gestressten Müttern, die Abweichungen von der Norm gehen allerdings deutlich darüber hinaus.

Trotz dieser Ergebnisse war den Forschern der Durham Universität wichtig, zu betonen, dass es noch weitere und größer angelegte Studien zu diesem Thema brauche.

Sie hatten 80 4-D-Ultraschall-Bilder von 20 Föten analysiert, die zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche entstanden waren. 16 Mütter waren Nichtraucherinnen.

 

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